Firtan - Helios | |
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| Review von ReviewRalle vom 04.10.2026 (386 mal gelesen) | |
Die deutschen Black Metaller von FIRTAN treiben nun schon seit 16 Jahren ihr Unwesen und haben sich innerhalb der Szene einen festen Platz und einen ordentlichen Ruf erarbeitet. Konnte man in den Anfangstagen noch pagane Wurzeln in dem Black Metal der Band finden, ist dieser mittlerweile eher in den Hintergrund gerückt und wurde stattdessen von progressiven sowie atmosphärischen und postigen Einflüssen verdrängt. Hinzu kommt noch eine dezente klassische Note, die sich durch den ersten Einsatz der Geige von Klara Bachmeier 2018 auf dem damaligen zweiten Full-Length-Album der Band bereits zeigte. Auf "Okeanos" war sie damals noch Session-Musikerin, mittlerweile ist sie längst ein vollwertiges und integrales Mitglied der Band, die ab 2018 als Quintett und seit 2025 nun als Sextett - durch den Zuwachs des neuen Gitarristen Lukas Massinger - agiert."Helios", das fünfte Album der Band und das erste in ihrer Geschichte als Sextett, erschien am 02.10.2026 über AOP Records und kommt mit 11 Tracks auf eine Laufzeit von einer knappen Stunde. Zieht man die beiden sehr kurzen Instrumentalstücke 'Himsa' und 'Revealing Prana' ab, variieren die Stücke in ihrer Länge drastisch: Von weniger als vier bis fast 12 Minuten ist alles vertreten. Das Artwork ist interessant, sticht durch seine Farbgebung aus der Menge hervor und wirkt, wie die Musik auf dem Album, durchaus unheimlich und gewollt merkwürdig. Auch das Spiel mit Licht und Schatten, das aus dem Cover hervorgeht, passt gut zum Inhalt von "Helios". Wer bei "Helios" an den gleichnamigen griechischen Titanen und die personifizierte Sonne denkt und eine dementsprechende Stimmung erwartet, wird eine böse Überraschung erleben. Denn wie schon beschrieben, liegt über dem Album eine dezente, aber stets spürbare unheimliche Note. An manchen Stellen fühlt man sich fast ein wenig an die Atmosphäre aus dem Hause SEPTICFLESH erinnert, nur in weniger wuchtig. FIRTAN sind längst keine Band mehr, die Musik schreibt, die man sich gemütlich nebenbei reinziehen kann, während man trotzdem genaustens mitbekommt, was passiert. Nein, dieser vielschichtige, künstlerisch anspruchsvolle Black Metal-Mix bedarf voller Aufmerksamkeit. Die Kompositionen folgen keinem simplen roten Faden und wollen stellenweise erarbeitet werden. Das mag mitunter anstrengend sein und manche Nummern fallen deutlich sperriger aus als andere, doch wer für philosophische und vielschichtige Musik etwas übrig hat, wird mit "Helios" definitiv glücklich werden. Die Black Metal-Puristen unter euch werden FIRTAN vermutlich sowieso nicht auf ihrer Watchlist haben, aber auch sie werden hier ihre Momente finden, denn wenn FIRTAN aufs Gas drücken, dann richtig. Dass hier sämtliche Musiker ihre Instrumente auf einem sehr hohen Niveau beherrschen, wird ob der Komplexität der einzelnen Stücke schnell klar. Doch anstatt ein hochanspruchsvolles Solo nach dem anderen rauszuhauen, entsteht die Komplexität auf "Helios" durch das Songwriting und unvorhergesehene Wendungen innerhalb der Songs. Zugegeben: So schwer habe ich mich noch nie damit getan, Zugang zu einem Album von FIRTAN zu finden. Doch das Dranbleiben hat sich gelohnt - "Helios" ist mit jedem Durchgang gewachsen und wird FIRTANs Platz in der deutschen Black Metal-Landschaft noch mehr festigen. 7/10 Gesamtwertung: 7.0 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Himsa 02. Kalikas Tongue 03. Ambrosia 04. Solis Currus 05. Ascension 06. Wide Open Eye 07. Helios 08. The Form Revealed 09. Revealing Prana 10. The Hierophant Way 11. Shadows Of A Dawn Unborn | Band Website: www.firtan.com Medium: CD, Digital, LP Spieldauer: 59:45 Minuten VÖ: 02.10.2026 |
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Die deutschen Black Metaller von FIRTAN treiben nun schon seit 16 Jahren ihr Unwesen und haben sich innerhalb der Szene einen festen Platz und einen ordentlichen Ruf erarbeitet. Konnte man in den Anfangstagen noch pagane Wurzeln in dem Black Metal der Band finden, ist dieser mittlerweile eher in den Hintergrund gerückt und wurde stattdessen von progressiven sowie atmosphärischen und postigen Einflüssen verdrängt. Hinzu kommt noch eine dezente klassische Note, die sich durch den ersten Einsatz der Geige von Klara Bachmeier 2018 auf dem damaligen zweiten Full-Length-Album der Band bereits zeigte. Auf "Okeanos" war sie damals noch Session-Musikerin, mittlerweile ist sie längst ein vollwertiges und integrales Mitglied der Band, die ab 2018 als Quintett und seit 2025 nun als Sextett - durch den Zuwachs des neuen Gitarristen Lukas Massinger - agiert.
