Crystal Throne - Chantry Of Sacrifice | |
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| Review von Cornholio vom 01.10.2026 (418 mal gelesen) | |
CRYSTAL THRONE aus Metz in Frankreich spielen eine Mixtur aus Power und Heavy Metal mit hier und da einem Schuss Prog. "Chantry Of Sacrifice", zu Deutsch so viel wie Kapelle oder Kirche der Opferung, ist das zweite Album des Quintetts und bringt es in neun Tracks (Intro plus acht Songs) auf über eine Stunde Spielzeit. Bemerkenswert ist, dass außer dem Intro kein Lied unter fünf Minuten ist, nur eins unter sechs, insgesamt fünf Stücke über sieben Minuten, darunter der erste Song 'Children Of The Ruins', und das Lied knackt sogar die Acht-Minuten-Marke. Unabhängig von der musikalischen Qualität, dafür muss man wirklich Mut haben, gerade in einer Zeit, in der die Aufmerksamkeitsspanne der jungen Generation bei vielleicht 20 oder 30 Sekunden liegt. Allerdings ist das vermutlich nicht die Zielgruppe von CRYSTAL THRONE; und Metalfans ticken ja sowieso anders als die Otto-Normal-Musikkonsumenten.Jetzt aber genug mit Vorgeplänkel, wir machen uns auf den Weg in die Opferkapelle. Thematisch spielt "Chantry Of Sacrifice" im Jahr 5150, in dem Protagonist und Kriegsveteran Hÿldr sich als letzter Überlebender der menschlichen Spezies wiederfindet und in der Zeit zurückreisen muss, um die Menschheit zu retten. Wenn man bedenkt, dass diese Fantasie über 3100 Jahre in der Zukunft spielt, ist das doch arg optimistisch, ich persönlich gebe unserer Rasse deutlich weniger als zehn Prozent davon. Musikalisch erinnert mich die Combo nicht selten an SYMPHONY X, allerdings ohne die Keyboards, man hört unschwer, dass die beiden Gitarristen wohl recht viel von SYMPHONY X-Sixstringer Michael Romeo halten. Das ist prinzipiell auch nicht verkehrt, und gerade bei einer unbekannteren oder kleineren Band sollten die Musiker alles geben und zeigen, was sie können, aber leider schlagen Max Waynn und John L für meine Begriffe zu oft über die Stränge. Disclaimer: Ob beide Leadgitarre spielen oder ob nur einer der beiden im Vordergrund steht, konnte ich nicht herausfinden. So oder so, die Musik ist zwar okay, aber vor allem und gerade in den Soli von eigentlich allen Liedern versucht der Leadgitarrist stets "höher, schneller, weiter" (nun ja, vor allem schneller) zu spielen, und das ist auf Dauer für den Hörer recht anstrengend. Auf dem Debüt, in das ich kurz reingeschnuppert habe, ist dieses Manko noch nicht festzustellen, also sollte sich die Band bitte wieder auf die Stärken des songdienlichen Musizierens konzentrieren. Dieses Können blitzt hier und da aber auch auf diesem Album auf, beispielsweise kommt die erste Single 'Tides Of Ages' (der einzige Song unter sechs Minuten) ohne unnötige Umschweife aus, und trotzdem kann jeder zeigen, was er draufhat. In dem Song 'Antagonists' bekommt Leadsänger Terry Defire weibliche Unterstützung, allerdings bleibt der Name der Co-Leadsängerin bisher noch geheim. Mein liebster Song auf "Chantry Of Sacrifice" ist der Abschlusssong 'Sleeping In The Void', mit über neun Minuten der längste des Albums, und zu keiner Zeit langweilig. Eingangs erinnert mich das in hohen Tönen gespielte Riff ein Stück an 'Warmth Of Winter' von Jack Frost und seinen SEVEN WITCHES, ehe der Song im Midtempo ankommt und Terry sich gesanglich in mittleren Gefilden befindet, dort aber alles gibt und komplett überzeugt! Nach etwa zwei Dritteln scheint das Lied mit symphonischen Klängen zu enden, aber kurz vor dem Schluss packt die Band nochmal die Highspeed-Keule aus, das macht richtig Spaß! Insgesamt ist das zwar ein versöhnlicher Abschluss, insgesamt kann mich "Chantry Of Sacrifice" aber nicht überzeugen, die Gitarren sind mir zu omnipräsent, zu viel und zu sehr und zu oft im Vordergrund. Gesamtwertung: 6.0 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. A Hero's Call 02. Children Of The Ruins 03. Tides Of Ages 04. Electrical Savior 05. Walls Of Silent Mourn 06. Antagonists 07. Insurgent Outcry 08. Chantry Of Sacrifice 09. Sleeping In The Void | Band Website: www.facebook.com/crystalthronetrve/ Medium: CD Spieldauer: 63:14 Minuten VÖ: 02.10.2026 |
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CRYSTAL THRONE aus Metz in Frankreich spielen eine Mixtur aus Power und Heavy Metal mit hier und da einem Schuss Prog. "Chantry Of Sacrifice", zu Deutsch so viel wie Kapelle oder Kirche der Opferung, ist das zweite Album des Quintetts und bringt es in neun Tracks (Intro plus acht Songs) auf über eine Stunde Spielzeit. Bemerkenswert ist, dass außer dem Intro kein Lied unter fünf Minuten ist, nur eins unter sechs, insgesamt fünf Stücke über sieben Minuten, darunter der erste Song 'Children Of The Ruins', und das Lied knackt sogar die Acht-Minuten-Marke. Unabhängig von der musikalischen Qualität, dafür muss man wirklich Mut haben, gerade in einer Zeit, in der die Aufmerksamkeitsspanne der jungen Generation bei vielleicht 20 oder 30 Sekunden liegt. Allerdings ist das vermutlich nicht die Zielgruppe von CRYSTAL THRONE; und Metalfans ticken ja sowieso anders als die Otto-Normal-Musikkonsumenten.
