Dymna Lotva - Vyraj | |
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| Review von Froosti vom 11.09.2026 (670 mal gelesen) | |
Mit ihrem letzten Album "The Land Under The Black Wings: Blood" haben DYMNA LOTVA nicht nur einen Meilenstein in Sachen Post Black Metal geschaffen, sondern sich auch tief in meiner Playlist eingegraben. In meinem ersten Review hier haben sie mit Leichtigkeit fast die volle Punktzahl eingefahren. Seitdem konnte ich die Band bereits mehrmals auf der Bühne erleben, wo sie auch eindrucksvoll überzeugen konnte. Kein Wunder, dass ich dem neuen Album entgegenfiebere. Mit "Vyraj" verlassen sie ihre Trilogie und nehmen thematisch den Faden der zweiten Platte wieder auf. Ob mich das neue Album wieder umhauen kann?Der Opener 'Zory' lässt mich erst mal entspannt aufatmen. Musikalisch hätte dieser Track auch eins zu eins auf dem Vorgänger laufen können. Mit viel Dramatik und Atmosphäre baut sich der Spannungsbogen auf, getrieben von einem einfachen, aber effektiven Schlagzeug und dem Gesang von Sängerin Nokt. Ihr wildes, schmerzerfülltes Gekeife wird nicht jeden überzeugen, fesselt mich aber von der ersten Sekunde an. Als Fan des Depressive Black Metals bin ich diesen verzweifelten Schreien zugeneigt, weiß aber auch, wie viele Fans des Genres davon genervt sind. Rasende Gitarrenriffs sägen sich kalt durch den Song und ein breiter Keyboardteppich unterstreicht die Stimmung. Ist also alles wie immer bei DYMNA LOTVA? Die Veränderungen findet man nur, wenn man tief in das Album eintaucht und den einzelnen Details Aufmerksamkeit widmet. Dabei sticht besonders der Einsatz der elektronischen Elemente hervor. Breite Keyboardteppiche waren bereits auf den anderen Alben Teil ihres Sounds, bewegten sich aber meist im Hintergrund. Hier übernehmen sie stellenweise die Melodieführung, was zwar besser zum astronomischen Thema der Platte passt, aber auch die Gitarren deutlich in den Hintergrund drängt. DYMNA LOTVA bewegen sich damit auch ein gutes Stück weg von den gewohnten Bereichen des Black Metals und ein Hauch von Gothic weht durch den Sound. Allerdings ist es genau das, was mir den Spaß an "Vyraj" schmälert. Für meinen Geschmack ist es stellenweise zu kitschig und klimpert nur vor sich hin, anstatt eine packende Atmosphäre zu erzeugen. Auch der vermehrte Einsatz von weiblichem und männlichem Klargesang ist über weite Teile eher störend. Damit erreichen sie nicht mehr diesen intensiven, dramatischen Spannungsaufbau mit seiner kraftvollen Entladung, der mich auf dem Vorgänger so gepackt hat. Ebenso gibt es viel weniger Interludes, die auf der alten Platte oft für eine Gänsehaut gesorgt haben. Auch die Produktion kann mich nicht vollständig überzeugen. Dass bei DYMNA LOTVA der Gesang im Zentrum des Geschehens steht, ist kein Geheimnis. Dennoch würde ich mir wünschen, dass zwischen den einzelnen Instrumenten und dem Gesang ein besseres Gleichgewicht herrschen würde und gerade die Gitarren nicht so weit im Hintergrund lägen. "Vyraj" ist eine konsequente Fortsetzung in der Entwicklung von DYMNA LOTVA. Sie schaffen es noch immer, eine starke Atmosphäre aufzubauen, auch wenn sie nicht mehr so zwingend und brutal ist wie auf dem letzten Album. Sängerin Nokts Gekeife sorgt für Gänsehaut und wirkt gereifter und intensiver. Damit sollte das neue Album gerade den Freunden des Post Black Metals, die einen leichten Hang zum Gothic haben, besonders gefallen. Reinhören lohnt sich aber für jeden von euch mal! Gesamtwertung: 7.0 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Zory 02. Veha 03. The Boat Of Despair 04. Viedmieragina 05. Niama Darohi 06. Bu Samoje 07. Usta Za Mianie 08. Return My Coffin Home | Band Website: dymnalotva.bandcamp.com Medium: CD Spieldauer: 44:45 Minuten VÖ: 07.08.2026 |
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Mit ihrem letzten Album "The Land Under The Black Wings: Blood" haben DYMNA LOTVA nicht nur einen Meilenstein in Sachen Post Black Metal geschaffen, sondern sich auch tief in meiner Playlist eingegraben. In meinem ersten Review hier haben sie mit Leichtigkeit fast die volle Punktzahl eingefahren. Seitdem konnte ich die Band bereits mehrmals auf der Bühne erleben, wo sie auch eindrucksvoll überzeugen konnte. Kein Wunder, dass ich dem neuen Album entgegenfiebere. Mit "Vyraj" verlassen sie ihre Trilogie und nehmen thematisch den Faden der zweiten Platte wieder auf. Ob mich das neue Album wieder umhauen kann?
