Antithetic - Kadath | |
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| Review von ReviewRalle vom 09.09.2026 (533 mal gelesen) | |
Die 2023 in Rochester (USA) gegründete Black Metal-Band ANTITHETIC verschreibt sich komplett dem kosmischen Horror sowie den Werken H. P. Lovecrafts. Schließlich ist der Titel ihres Debütalbums "Kadath" eine Referenz an die gewaltige, von Eis umschlungene Festungsstadt auf einem mächtigen Berg der Traumlande aus Lovecrafts Novelle "Die Traumqueste Nach Dem Unbekannten Kadath". Auch das Artwork fügt sich äußerst gelungen in diesen kosmischen Lovecraft-Stil ein und gibt ganz klar die Marschrichtung vor - sowohl musikalisch als auch inhaltlich. Diese Stimmung wird durch die Verwendung von drei verschiedenen Sprachen (Englisch, Finnisch und Russisch) - oftmals sogar innerhalb einzelner Songs - zusätzlich verstärkt. Das habe ich in dieser Form auch noch nicht gehört."Kadath" beinhaltet sieben Tracks, die sich zusammen auf knappe 32 Minuten Spielzeit belaufen. Es gibt hier also keinen langsamen, hypnotisierenden, okkulten Black Metal, sondern atmosphärisch und kosmisch angehauchte Black Metal-Raserei. Das instrumentale Intro 'N' stellt direkt die Weichen und erzeugt mit seinen Samples eine starke kosmische Horrorwirkung. Der folgende Track, schlicht 'I' genannt, nimmt diese Stimmung zunächst auf: Er beginnt recht verhalten und leise, gewinnt mit fortschreitender Dauer jedoch an Intensität, Tempo sowie Lautstärke und holt spätestens mit dem Einsatz der Vocals den Black Metal-Knüppel aus dem Sack, um ordentlich draufloszubolzen. Verhängnisvoll klirren die Gitarren, der Sänger keift hysterisch in den drei Sprachen vor sich hin, der Bass rumpelt im Hintergrund und das Schlagzeug bedient die Felle, als gäbe es keinen Morgen mehr. Das knallt, besitzt ungebündelte Aggression und klingt dabei trotzdem melodisch. Dennoch ist "Kadath" keine reinrassige Knüppelorgie - das stünde der Thematik auch nicht gut zu Gesicht. Zum Glück versteht es das Trio hervorragend, wann es den Fuß vom Gas nehmen und sachtere Töne anstimmen muss, um jene andersweltliche Atmosphäre aufzubauen, die einen augenblicklich in ihren Bann zieht. Die Musiker hinter ANTITHETIC verstehen ihr Handwerk und bedienen ihre Instrumente auf entsprechend hohem Niveau. Hier wird, wie bereits erwähnt, zwar ordentlich geballert, aber mit Kopf und Verstand sowie einer stets spürbaren Melodie - vor allem dank der starken Gitarrenarbeit. Die Sprachwechsel sorgen für Abwechslung, lassen immer wieder aufhorchen und machen neugierig darauf, wie es weitergeht und welche Sprache als Nächstes ihren Einsatz findet. Ähnlich vielseitig präsentiert sich der Instrumentalbereich: Der Schlagzeuger beherrscht nicht nur Doublebass-Gewitter und verschiedenste Blastbeat-Variationen, sondern weiß auch genau, wann es akzentuierter, weniger treibend oder ruhiger zugehen muss. Neben herrlichen Tremolo-Riffs gibt es immer wieder schnörkellose Leadgitarren-Melodien, die zwar nicht zwingend im Vordergrund agieren, der Musik aber zusätzliche Tiefe verleihen und die Atmosphäre bestens transportieren. Der Klang des Albums steht der Thematik ausgezeichnet zu Gesicht: Er ist atmosphärisch, eisig und besitzt genau die richtige Portion Hall. Mit "Kadath" ist ANTITHETIC ein amtliches erstes Ausrufezeichen gelungen. Hier gibt es keinen unnötigen Klimbim; das Trio klotzt ordentlich ran und liefert einen intensiven, kurzweiligen und kosmischen Horrortrip durch die eisigen, verstörenden Welten H. P. Lovecrafts. Ein bisschen Luft nach oben gibt es noch - die knappe Spielzeit lässt Raum für Weiterentwicklung und noch größere Werke in der Zukunft. Ich bin gespannt, was da noch kommt, und das solltet ihr definitiv auch sein! 8/10 Gesamtwertung: 8.0 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. N 02. I 03. Kadath II 04. Kadath III 05. Kadath IV 06. Kadath V 07. Kadath VI | Band Website: antithetic.bandcamp.com/ Medium: CD, Digital Spieldauer: 32:19 Minuten VÖ: 11.06.2026 |
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Die 2023 in Rochester (USA) gegründete Black Metal-Band ANTITHETIC verschreibt sich komplett dem kosmischen Horror sowie den Werken H. P. Lovecrafts. Schließlich ist der Titel ihres Debütalbums "Kadath" eine Referenz an die gewaltige, von Eis umschlungene Festungsstadt auf einem mächtigen Berg der Traumlande aus Lovecrafts Novelle "Die Traumqueste Nach Dem Unbekannten Kadath". Auch das Artwork fügt sich äußerst gelungen in diesen kosmischen Lovecraft-Stil ein und gibt ganz klar die Marschrichtung vor - sowohl musikalisch als auch inhaltlich. Diese Stimmung wird durch die Verwendung von drei verschiedenen Sprachen (Englisch, Finnisch und Russisch) - oftmals sogar innerhalb einzelner Songs - zusätzlich verstärkt. Das habe ich in dieser Form auch noch nicht gehört.
