Fen - Elemental Part One: Mourning Earth | |
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| Review von Dead_Guy vom 24.08.2026 (710 mal gelesen) | |
Nach dem überraschend stürmischen letzten Album "Monuments To Absence" gibt es nun drei Jahre später ein neues Album der Atmospheric/Folk Black Metal-Band aus England. Wo man sich beim Vorgänger vor allem auf die rasenden Aspekte konzentriert hat, ohne dabei Atmosphäre und Emotionalität zu vernachlässigen, zeigt man sich nun gereifter. Alles wirkt verspielter, proggiger; hohe Geschwindigkeiten werden nur punktuell, aber umso effektiver eingesetzt - stattdessen beherrscht treibendes Midtempo das Geschehen. Das Urige, der Waldgeruch der früheren Tage ist mehr in den Hintergrund gerückt, stattdessen gibt es eine erhabene wie erwachsene Stimmung, die mich in Kombination mit der musikalischen Ausrichtung stellenweise an die letzten Outputs von ENSLAVED denken lassen. Und ähnlich wie die Norweger schafft man es bei allen Spielerein und Verzierungen, das Material leicht bekömmlich zu gestalten, nichts wirkt fordernd oder anstrengend, man wird an die Hand genommen, um in diese wundervoll dichte Atmosphäre einzutauchen, die ihre Intensität über die gesamte Spielzeit beibehalten wird. Highlights sind dann gerade die klaren Gesangspassagen, die direkt unter die Haut gehen, so zum Beispiel der Anfang von 'Massif', wo cleane Gitarren mit dem Gesang eine stimmungsvolle Symbiose eingehen und gar einen Hauch Nachdenklichkeit in die Stube bringen. Das wiederum sorgt für gelegentliche Post-beziehungsweise Blackgaze-Assoziationen, von den Emotionen und auch dem sauberen wie druckvollen Klangbild ist die Distanz zu Bands wie ALCEST oder DEAFHEAVEN gar nicht mehr allzu groß. Man bekommt also eine spannend komponierte Scheibe, die den Spagat aus Musikalität und Eingängigkeit bestens beherrscht, einem die Zeit lässt, um Spannungsbogen aufzubauen, gleichzeitig aber den Hörer in Beschlag nimmt, sodass dieser nie Geduld aufzubringen braucht. Dazu kommt dann noch diese schöne, verspielte Gitarrenarbeit, die mit Leidenschaft und Detailreichtum auch beim x-ten Durchhören noch weitere Kleinigkeiten offenbart, während man sich am liebsten mit den Emotionen und dem Sound zudecken möchte. Ein starkes atmosphärisches Black Metal-Album, was auch denen schmecken könnte, die zwar mit dem Gerne nur am Rande was zu tun haben, aber die auf stimmungsvolle Musik im Allgemeinen stehen. Gesamtwertung: 8.5 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Glacier 02. Tectonic 03. Massif 04. Abyssal Plain 05. Barrow 06. Moor | Band Website: www.myspace.com/fenband Medium: CD, LP Spieldauer: 46:56 Minuten VÖ: 21.08.2026 |
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Nach dem überraschend stürmischen letzten Album "Monuments To Absence" gibt es nun drei Jahre später ein neues Album der Atmospheric/Folk Black Metal-Band aus England. Wo man sich beim Vorgänger vor allem auf die rasenden Aspekte konzentriert hat, ohne dabei Atmosphäre und Emotionalität zu vernachlässigen, zeigt man sich nun gereifter. Alles wirkt verspielter, proggiger; hohe Geschwindigkeiten werden nur punktuell, aber umso effektiver eingesetzt - stattdessen beherrscht treibendes Midtempo das Geschehen. Das Urige, der Waldgeruch der früheren Tage ist mehr in den Hintergrund gerückt, stattdessen gibt es eine erhabene wie erwachsene Stimmung, die mich in Kombination mit der musikalischen Ausrichtung stellenweise an die letzten Outputs von ENSLAVED denken lassen. Und ähnlich wie die Norweger schafft man es bei allen Spielerein und Verzierungen, das Material leicht bekömmlich zu gestalten, nichts wirkt fordernd oder anstrengend, man wird an die Hand genommen, um in diese wundervoll dichte Atmosphäre einzutauchen, die ihre Intensität über die gesamte Spielzeit beibehalten wird. Highlights sind dann gerade die klaren Gesangspassagen, die direkt unter die Haut gehen, so zum Beispiel der Anfang von 'Massif', wo cleane Gitarren mit dem Gesang eine stimmungsvolle Symbiose eingehen und gar einen Hauch Nachdenklichkeit in die Stube bringen. Das wiederum sorgt für gelegentliche Post-beziehungsweise Blackgaze-Assoziationen, von den Emotionen und auch dem sauberen wie druckvollen Klangbild ist die Distanz zu Bands wie ALCEST oder DEAFHEAVEN gar nicht mehr allzu groß.
