Jethro Tull - J-Tull Dot Com: Another Cast Of The Net | |
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| Review von Metal Guru vom 14.08.2026 (525 mal gelesen) | |
JETHRO TULL waren '99 (= zum Zeitpunkt der heute zu rezensierenden "J-Tull Dot Com - Another Cast Of The Net") Ian Anderson (Flute, Guitars, Vocals), Martin Barre (Guitars), Andrew Giddings (Keyboards), Douane Perry (Drums) und Jonathan Noyce (Bass). Jene Besetzung war die letzte mit Andersons Langzeitwegbegleiter (und ultra-super-mega Klampfer) Barre. DAS ahnte damals aber noch niemand. Es war auch die erste Scheibe, die Anderson - for whatever reason - eigenhändig und -ohrig (= selbst) mixte. Ob DAS 'ne gute Idee war, möchte ich hier an dieser Stelle bezweifeln: Die damalige CD klang dicht, drucklos und dumpf! Und wenn 'ne CD dicht, drucklos und dumpf klingt, mag ich sie nicht hören, schon gar nicht mehrfach. Und wenn ich 'ne CD - aus welchem Grund auch immer - nicht mehrfach höre, weil ich sie nicht hören mag, kann ich SIE beziehungsweise sie sich MIR nicht erschließen. Dabei weiß jeder TULLer/jede TULLerin: Ian Anderson & Co. MUSS Mensch mehrfach hören, um sie beurteilen/genießen/schätzen zu können."J-Tull Dot Com - A New Cast Of The Net" heißt die vorerst letzte in der laaangen Reihe wirklich umfangreich/schick/opulent aufgemachter TULL-Wiederveröffentlichungen. Aus originalen 14 Stücken wurden 27 Jahre später - oh, Wunder - verwirrende 25! Hä, wie DAS? Ganz einfach: Mensch nehme immerhin sieben unveröffentlichte Songs jener Zeit ('Aborted Soliloquy', 'Dot Com Acoustic', 'It All Trickles Down', 'Pipes (Close To You)', 'Recollection No 5', 'Sad Suit', und 'Stigmata'), einen beiläufigen Blick in die Zukunft ('The Secret Language Of Birds'), dazu noch drei leidenschaftliche Live-Versionen ('AWOL', 'Dot Com' und 'Hunt By Numbers'), verpacke alles opulent/umfangreich/umfangreich (= Bilder, Daten, Interviews, Texte) und zack: Fertig ist die aufgepeppte/expandierte/unverzichtbare "J-Tull Dot Com"! Was soll der Rezensent großartig erzählen? Dachte ich früher, Anderson spräche mehr als dass er sänge, wäre ich heute (da Anderson tatsächlich nur noch spricht) mit der Hälfte oder vor mir aus auch nur einem Drittel seines damaligen Sangesvermögens aber sowas von zufrieden! Und: 'AWOL', 'Black Mamba', El Nino', 'Hot Mango Flush', 'Hunt By Numbers', 'Spiral' oder 'Wicked Windows' sind absolut geniale (TULL-)Stücke, die auf (fast) jedem TULL-Album 'ne gute bis sehr gute Figur gemacht hätten. Keine Ahnung, warum ich DAS damals nicht erkennen konnte beziehungsweise wollte ... Kurzfassung: WOW! Langfassung: Doch, ich bin tatsächlich positiv erstaunt! Zum einen wegen der neuen (= direkteren/ruckvolleren/dynamischeren, feineren/klareren/saubereren) Mixe sowohl der alten Original-Songs als auch der (genauso alten, aber bisher verbuddelten) Zusatz-Stücke, zum anderen wegen deren kompositorischer Qualität. DIE war mir vor über 'nem Vierteljahrhundert - ganz offensichtlich - entgangen. Shame on ME! Wenn ich heute diese eine TULL-Scheibe mit irgendeiner anderen TULL-Scheibe (früher oder später) klanglich, kompositorisch, spielerisch vergleichen müsste, fielen mir spontan JETHROs '89er "Rock Island" oder TULLs '91er "Catfish Rising" ein. DIE fand ich bei Erscheinen auch eher semi-prickelnd. ABER: Verglichen mit deren '22er "The Zealot Gene", deren '23er "Rökflöte" oder deren '25er "Curious Ruminant" erweist sich "J-Tull Dot Com - Another Cast Of The Net" als in jeder (ich wiederhole: JEDER) Hinsicht überlegen! Ja, 'n Fuffi für 'ne neu aufgelegte TULL-Box ist 'ne Menge Holz, aber wenn ich mir überlege, welch "Silly Money" für Collectors-, Deluxe- oder Fan-Editions anderer Künstler (no names, please) aufgerufen werden - und welchen Schrott Mensch dafür beizeiten bekommt! - gibt's für MICH keine zwei Meinungen: KAUFEN! Gesamtwertung: 9.0 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Spiral (3:53) 02. Dot Com (4:27) 03. AWOL (5:21) 04. Nothing @ All (1:01) 05. Wicked Windows (4:41) 06. Hunt By Numbers (4:03) 07. Hot Mango Flush (3:52) 08. El Nino (4:44) 09. Black Mamba (4:59) 10. Mango Surprise (1:17) 11. Bends Like A Willow (5:01) 12. Far Alaska (4:10) 13. The Dog-Ear Years (3:35) 14. A Gift Of Roses (3:57) 15. Aborted Soliloquy (1:12) 16. Dot Com Acoustic (1:52) 17. It All Trickles Down (4:41) 18. Recollection No 5 (5:04) 19. Pipes (Close to You) (4:29) 20. Sad Suit (3:57) 21. Stigmata (4:11) 22. Secret Language Of Birds (4:23) 23. Hunt By Numbers (Live In Katowice, 2000) (4:53) 24. Dot Com (Live In Katowice, 2000) (4:34) 25. AWOL (Live In Katowice, 2000) (5:06) | Band Website: www.jethrotull.com Medium: CD, LP Spieldauer: 99:23 Minuten VÖ: 14.08.2026 |
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JETHRO TULL waren '99 (= zum Zeitpunkt der heute zu rezensierenden "J-Tull Dot Com - Another Cast Of The Net") Ian Anderson (Flute, Guitars, Vocals), Martin Barre (Guitars), Andrew Giddings (Keyboards), Douane Perry (Drums) und Jonathan Noyce (Bass). Jene Besetzung war die letzte mit Andersons Langzeitwegbegleiter (und ultra-super-mega Klampfer) Barre. DAS ahnte damals aber noch niemand. Es war auch die erste Scheibe, die Anderson - for whatever reason - eigenhändig und -ohrig (= selbst) mixte. Ob DAS 'ne gute Idee war, möchte ich hier an dieser Stelle bezweifeln: Die damalige CD klang dicht, drucklos und dumpf! Und wenn 'ne CD dicht, drucklos und dumpf klingt, mag ich sie nicht hören, schon gar nicht mehrfach. Und wenn ich 'ne CD - aus welchem Grund auch immer - nicht mehrfach höre, weil ich sie nicht hören mag, kann ich SIE beziehungsweise sie sich MIR nicht erschließen. Dabei weiß jeder TULLer/jede TULLerin: Ian Anderson & Co. MUSS Mensch mehrfach hören, um sie beurteilen/genießen/schätzen zu können.
