If These Trees Could Talk - The Hidden Hand | |
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| Review von Froosti vom 05.08.2026 (406 mal gelesen) | |
Mit rein instrumentaler Musik hatte ich jahrelang so meine Schwierigkeiten. Irgendwie wollte ich doch immer etwas zum Mitgrölen haben oder auch einfach nur noch mehr Energie spüren. Wahrscheinlich hat es auch etwas mit dem Älterwerden zu tun, dass ich vielen Bereichen der Musik Aufmerksamkeit widme, die mir vorher völlig zuwider waren. In den letzten Jahren haben es verschiedene Instrumental-Bands geschafft, mich von sich zu überzeugen. Ein Name, der mir dabei immer wieder vorgeschlagen worden ist, war IF THESE TREES COULD TALK. Wie praktisch, dass die Band jetzt mit ihrem neuesten Album "The Hidden Hand" zurück ist. Eine bessere Gelegenheit, sie kennenzulernen, gibt es nicht.Fehlt der Gesang, muss natürlich ein anderes Mittel in den Mittelpunkt der Musik gestellt werden. Von daher ist es nicht verwunderlich, dass man bei solchen Truppen meist eine stattliche Anzahl an Gitarren findet. IF THESE TREES COULD TALK bedienen sich gleich dreier Gitarristen und nutzen deren vielfältigen Möglichkeiten voll aus. Filigrane Clean-Pickings werden mit einer ordentlichen Ladung Hall belegt und erzeugen schnell eine verträumte, ja fast schon glückliche Atmosphäre. Gerade in 'Flim' ist das intensiv zu spüren. Darüber schichtet die Band immer weitere Melodiebögen, die mal schwebend durch den Äther hallen oder auch mal breite Klangflächen erzeugen. Sphärische Tremolo-Läufe verleihen den Gitarren noch eine weitere Facette. Damit der Sound allerdings nicht vollkommen in melodische Spielereien ausufert, knallen sie uns immer wieder wuchtige Riffs um die Ohren, die stellenweise auch hervorragend in den Doom gepasst hätten. Auch die Schlagzeugarbeit unterstreicht diesen Aspekt. Mit großer Vielseitigkeit halten die Drums das Geschehen wie ein Motor am Laufen. Mal umspielen sie sanft die ausufernden Gitarrenlinien, mal treiben sie gnadenlos nach vorne und ein anderes Mal loten sie wuchtig die Tiefen des Doom aus. Zusammen mit dem Bass entsteht ein starkes Rückgrat, das den Gitarren ein solides Fundament bietet. Wie man es von einer gestandenen Band auf diesem Niveau erwartet, wird auch bei der Produktion nichts dem Zufall überlassen. Obwohl es sich um eine moderne Studioproduktion handelt, wirkt sie zu keiner Zeit steril, sondern lebt von einer erdig-organischen Note. Irgendwie passend zu einer Band, die Bäume im Namen trägt. Eine Band, die ich mir in diesem Genre immer zum Maßstab nehme, sind NEÀNDER. Genau hier ergeben sich dann auch ein paar Punkte, in denen "The Hidden Hand" schwächelt. Das Album ist in voller Länge ein angenehmer Trip für entspannte Abende und passt perfekt in die warme Jahreszeit. Allerdings bleibt nicht allzu viel hängen, und wirkliche Hits sucht man vergebens. Fraglich bleibt auch, ob die Platte den Langzeittest bestehen wird oder bereits mit der kalten Jahreszeit verklingt. Fans atmosphärischer Klänge sollten einmal ein Ohr riskieren. Gesamtwertung: 7.0 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Archons 02. Moon Machine 03. Sea Of Glass 04. Blurry Creatures 05. Silence Between Mountains, Pt. 1 06. Silence Between Mountains, Pt. 2 07. Metanoia 08. Flim 09. Endlessly Connected | Band Website: ifthesetreescouldtalk.bandcamp.com Medium: CD, digital Spieldauer: 41:27 Minuten VÖ: 10.07.2026 |
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Mit rein instrumentaler Musik hatte ich jahrelang so meine Schwierigkeiten. Irgendwie wollte ich doch immer etwas zum Mitgrölen haben oder auch einfach nur noch mehr Energie spüren. Wahrscheinlich hat es auch etwas mit dem Älterwerden zu tun, dass ich vielen Bereichen der Musik Aufmerksamkeit widme, die mir vorher völlig zuwider waren. In den letzten Jahren haben es verschiedene Instrumental-Bands geschafft, mich von sich zu überzeugen. Ein Name, der mir dabei immer wieder vorgeschlagen worden ist, war IF THESE TREES COULD TALK. Wie praktisch, dass die Band jetzt mit ihrem neuesten Album "The Hidden Hand" zurück ist. Eine bessere Gelegenheit, sie kennenzulernen, gibt es nicht.
