Sojourner - Gateways | |
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| Review von ReviewRalle vom 27.07.2026 (608 mal gelesen) | |
Die seit 2014 aktive, internationale Atmospheric Black Metal-Band SOJOURNER melden sich endlich mit ihrem vierten Album zurück. Ganze sechs Jahre mussten Fans der Band auf ein neues Album warten, eine ziemlich lange Wartezeit, wenn man bedenkt, dass die Band bis 2021 ein Demotape, drei Full-Length-Alben und eine EP veröffentlicht hat. Da die bisherigen Veröffentlichungen der Band aber alle auf wirklich hohem Niveau angesiedelt waren, ist diese doch einigen Menschen in Erinnerung geblieben - vor allem, weil sie 2024 Schlagzeilen damit gemacht haben, dass die durch DRACONIAN zu Bekanntheit gelangte Sängerin Heike Langhans nun das Zepter am Mikrofon übernehmen wird. So toll ihre beiden Vorgängerinnen auch waren, Heike ist immer eine Bereicherung für jede Band. Dieser Wechsel am Gesang, gepaart mit der langen Wartezeit und einer bisher tadellosen Diskografie, haben die Erwartungen für das neue Album "Gateways" natürlich in die Höhe getrieben, was sicherlich nicht ganz fair ist, aber so läuft das nun einmal."Gateways" erschien dann also endlich am 10.07.2026 und besticht erst einmal wieder mit einem für das Genre wunderbar typischen Artwork. Gewinnt sicherlich keine Innovationspreise, aber passt zur Musik, zur Atmosphäre und zum Setting einfach immer wie die Faust aufs Auge und ist einfach gut gemacht. Damit besinnt sich die Band rein optisch auf ihre Wurzeln zurück, denn bis auf das letzte Album "Premonitions" hat dieser Stil die Diskografie bisher auch beherrscht. Die sieben Songs kommen auf eine ordentliche Länge von über 47 Minuten, jeder Song bewegt sich also zwischen fünf und über sieben Minuten. Den Songs bleibt also genug Luft zum Atmen, aber sie sind auch kurz genug, um nicht unnötig langatmig zu werden. Und was soll man groß sagen: Atmospheric Black Metal mit Wechselgesang zwischen starken, gut verständlichen Screams, die in ihrer Intensität und Aggressivität wirklich gut variieren, sowie eben Heikes ätherischem, schwebendem Gesang, der sich wie ein sanfter Nebel auf die Musik legt und immer eine einnehmende und fesselnde Atmosphäre verbreitet. Das geht hier ähnlich hervorragend, wie es schon bei DRACONIAN der Fall war. Diese Kontraste im Gesang spiegeln sich auch im Instrumental wieder, es gibt viele zärtliche, sehr reduzierte und träumerische Momente, die zum Verweilen einladen und denen eine schwere Melancholie innewohnt, welche dann von den gewaltigen Screams, schweren Riffs, klirrenden Leads und hämmernden Drums durchbrochen wird, einen am Kragen packt und einfach in den Abgrund mitreißt. Was SOJOURNER dabei hervorragend gelingt, ist es, trotz der intensiven, bedrückenden Atmosphäre, immer noch einen leichten Hoffnungsschimmer zu verbreiten, was auch ganz gut durch die hinter den dunklen Wolken erkennbaren Sonnenstrahlen im Artwork widergespiegelt wird. Wer Atmospheric Black Metal zu schätzen weiß, kommt 2026 um "Gateways" nicht herum. SOJOURNER behalten weiterhin eine strahlend saubere Weste und lückenlose Diskografie bei und das erste Album mit Heike ist mehr als geglückt. Bleibt nur zu hoffen, dass der Abstand bis zum nächsten Album wieder geringer wird. 9/10 Gesamtwertung: 9.0 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 1. Dawnrays 2. And the Paintings 3. Lunar Tear 4. Occultation 5. Epitaphs 6. Vvardenfell 7. The Road Ahead | Band Website: sojournermetal.bandcamp.com/ Medium: CD, LP, digital Spieldauer: 47:12 Minuten VÖ: 10.07.2026 |
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Die seit 2014 aktive, internationale Atmospheric Black Metal-Band SOJOURNER melden sich endlich mit ihrem vierten Album zurück. Ganze sechs Jahre mussten Fans der Band auf ein neues Album warten, eine ziemlich lange Wartezeit, wenn man bedenkt, dass die Band bis 2021 ein Demotape, drei Full-Length-Alben und eine EP veröffentlicht hat. Da die bisherigen Veröffentlichungen der Band aber alle auf wirklich hohem Niveau angesiedelt waren, ist diese doch einigen Menschen in Erinnerung geblieben - vor allem, weil sie 2024 Schlagzeilen damit gemacht haben, dass die durch DRACONIAN zu Bekanntheit gelangte Sängerin Heike Langhans nun das Zepter am Mikrofon übernehmen wird. So toll ihre beiden Vorgängerinnen auch waren, Heike ist immer eine Bereicherung für jede Band. Dieser Wechsel am Gesang, gepaart mit der langen Wartezeit und einer bisher tadellosen Diskografie, haben die Erwartungen für das neue Album "Gateways" natürlich in die Höhe getrieben, was sicherlich nicht ganz fair ist, aber so läuft das nun einmal.
