Fucked Up - Year Of The Monkey

Review von Metal Guru vom 04.07.2026 (367 mal gelesen)
Fucked Up - Year Of The Monkey FUCKED UP als Bandname lässt Übles vermuten: Fäkal-Punk, In-Die-Fresse-Rock, Polit-Thrash. Ist dem oder der so? Nein! Aber wie ist ihm oder ihr dann? Die beiden Haupt-Sänger/-Vokalisten Damian Abraham und Tuka Mohammed umgeben sich mit dem (Zitat No. 1) "... incredible chorus of guest voices which bring to life the brilliantly crafted and imaginative supporting characters of "Grass Can Move Stones". Und führt fort (Zitat No. 2) "... among them are Leigh Arthur (EXTRAVISION, SISSY), Jake Bannon (CONVERGE), Dan Bejar (DESTROYER), John Brannon (LAUGHING HYENAS, NEGATIVE APPROACH), Chris Colohon (CURSED, LEFT FOR DEAD), Annie-Claude Deschênes (DUCHESS SAYS) in ihrer Rolle als Tiger von FUCKED UPs 2012er Veröffentlichung "Year Of The Tiger", Carson McHone (CARSON McHONE, THE OUTFIT), Keith Morris (CIRCLE JERKS, OFF!), Walter Schreifels (GORILLA BISCUITS, QUICKSAND, YOUTH OF TODAY) und Brandon Welchez (CROCODILES)". Also ultra-viele Vokalisten mit super- Stimmen in mega-vielen Rollen? Hm, erster Eindruck:

"Year Of The Monkey" besteht aus nicht weniger, aber auch nicht mehr als gerade mal vier Stücken in - kein Scheiß - 104 Minuten und 19 Sekunden. Hä, wie bitte? Ja, tatsächlich: Die jeweils mit einer Art Anfangstusch beginnenden Stücke rangieren von 24:09 bis 27:30 und bieten alles zwischen Lagerfeuer Folk, Hippie Metal, Power Prog und Schrummel Rock in mehr oder weniger beliebiger Reihenfolge. Die exorbitanten Längen der einzelnen Stücke werden nicht etwa durch anfängliche Einführung/zwischenzeitliche Modifikation/virtuose Variation musikalischer Themen oder von mir aus auch ausgedehnte Soli, sondern durch - sein wir zur Abwechslung mal ehrlich - Aneinanderreihung immer neuer Parts mit immer neuem Text und immer neuen (passenden oder unpassenden - YOU decide!) Tonarten erreicht. Die vorwiegend männlichen Vocals bellen, grunzen, keifen, mahnen und schreien, die weiblichen (Vocals) singen. Letzteres gefällt mir ganz gut, ersteres überhaupt nicht. Überhaupt hat "Year Of The Monkey" viiieeel zu viele Vocals - MEINER Meinung nach. Oder anders: Wenn schon so derartig viel Text von derart vielen Vokalisten:innen - was genau soll gesagt werden? Im Ernst? Ich weiß es nicht! Keine Ahnung, was warum vor sich geht. Und die Musik? Na ja, wie gesagt: Lagerfeuer Folk, Hippie Metal, Power Prog und Schrummel Rock in mehr oder weniger beliebiger Reihenfolge - alles gut gespielt und professionell produziert, aber ich hätte einfach gerne länger/mehr/öfter Instrumentaleinsatz.

Ohne Scheiß? Ich weiß nicht, was ich sowohl von FUCKED UP (als Band, Kollektiv, Projekt) als auch von "Year Of The Monkey" (als musikalisches Werk) halten soll. Kein ganzer Fisch, kein halbes Fleisch - ich weiß nicht, was "es" bedeuten soll. Die - meiner Meinung nach - viiieeel zu vielen Stimmen und der erschlagend umfangreiche Text gehen mit gelinde gesagt auf die Nerven: Was zu viel ist, ist zu viel! Ich enthalte mich ...

- ohne Wertung -
Trackliste Album-Info
01. Looking For Heaven And Not Finding It (26:11)
02. Before Us Tigers Stood (27:30)
03. Monkey Meets The Dragon (24:09)
04. Empty Is The Hand (26:29)
Band Website: www.fuckedup.cc/
Medium: DoLP
Spieldauer: 104:19 Minuten
VÖ: 05.06.2026

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