Joseph Tholl - It Might Be Art | |
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| Review von Stormrider vom 01.07.2026 (394 mal gelesen) | |
In der Metalszene dürfte JOSEPH THOLL am ehesten durch sein Mitwirken bei ENFORCER und TRIBULATION bekannt sein. Ich fand hingegen BLACK TRIP, die später zu VOJD wurden, noch viel geiler und lege mir deren Alben heute noch gerne auf. Mit all dem, also Speedmetal, Double-Lead-NWoBH, Dark Metal, hat der zweite Solostreich, "It Might Be Art", des Multiinstrumentalisten jedoch nichts zu tun. Stattdessen serviert der Schwede, wie schon bei seinem 2019 erschienenen Solodebüt, "Devils Drum", eine gelungene Mischung aus Alternative Rock, AOR, Grunge, Gothic und einem Hauch schwedischen Pop. Klingt nach einer komischen Mischung? Ist es! Könnte es eventuell Kunst sein, all das auf ein Album zu packen, auf Konventionen zu verzichten und einfach zu tun, was man möchte? Ja, das könnte es. Dabei funktioniert der Genremix in Summe überraschend gut.Schon das Eröffnungsdoppel 'New Dawn' und 'Oh The Madness' machen mit starken Melodien und eingängigen Refrains klar, wohin die Reise geht. 'I'm In A Darkness' und der großartige Closer 'The Burial' zeigen dagegen die dunklere Seite von JOSEPH THOLL, ohne jemals in übertriebene Schwermut oder depressive Melancholie abzurutschen. Dazwischen wartet mit 'I Syrenens Tid' ein echter Ohrwurm, der auf Schwedisch gesungen ist und damit für unsere Ohren eher gewöhnungsbedürftig daherkommt, aber trotzdem sofort hängen bleibt. Die ganz große Kunst an "It Might Be Art" ist aus meiner Sicht aber, dass all das wie selbstverständlich zusammengeführt wird, organisch, ehrlich und nie nach einem verkopften Experiment oder einer gewollten Kunstsammlung klingt. Stattdessen reiht sich Hook an Hook, immer getragen und zusammengehalten von Josephs markanter Stimme und einem wunderbar warmen Sound, den (der ebenfalls fantastische) Robert Pehrsson gezaubert hat. Wer aufgrund seiner Vita ein Metalalbum erwartet, den wird JOSEPH THOLL wohl eher kalt erwischen. Wer aber auf starke Melodien steht und keine Berührungsängste mit Rock jenseits klassischer Genregrenzen hat, sollte hier aber unbedingt reinhören. Denn auch wenn "It Might Be Art" mit gerade einmal 34 Minuten nicht gerade ein echter Longplayer ist, gibt es hier für scheuklappenfreie Hörer sehr viel zu entdecken. Ja, vielleicht ist das Kunst. Vielleicht aber auch nur ein richtig gutes Album. Nein, keine Zweifel, es ist ganz sicher ein richtig gutes Album! Gesamtwertung: 8.0 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. New Dawn 02. Oh The Madness 03. I'm In A Darkness 04. Invocation Of The Evening Star 05. Walking 06. It Might Be Art 07. I Syrenens Tid 08. Rebirth 09. On Velvet Waves 10. The Burial | Band Website: Medium: CD, LP Spieldauer: 33:46 Minuten VÖ: 12.06.2026 |
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In der Metalszene dürfte JOSEPH THOLL am ehesten durch sein Mitwirken bei ENFORCER und TRIBULATION bekannt sein. Ich fand hingegen BLACK TRIP, die später zu VOJD wurden, noch viel geiler und lege mir deren Alben heute noch gerne auf. Mit all dem, also Speedmetal, Double-Lead-NWoBH, Dark Metal, hat der zweite Solostreich, "It Might Be Art", des Multiinstrumentalisten jedoch nichts zu tun. Stattdessen serviert der Schwede, wie schon bei seinem 2019 erschienenen Solodebüt, "Devils Drum", eine gelungene Mischung aus Alternative Rock, AOR, Grunge, Gothic und einem Hauch schwedischen Pop. Klingt nach einer komischen Mischung? Ist es! Könnte es eventuell Kunst sein, all das auf ein Album zu packen, auf Konventionen zu verzichten und einfach zu tun, was man möchte? Ja, das könnte es. Dabei funktioniert der Genremix in Summe überraschend gut.
