Saidan - Fangdriller: Scars Beneath Memories Wrist | |
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| Review von Froosti vom 01.07.2026 (443 mal gelesen) | |
Visual Kei ist Teil der japanischen Musik- und Modeszene und wird in der Metalwelt eher belächelt. Nur wenige Bands haben diesen Stil in ihren Sound oder in ihre Optik integriert und damit Erfolg gehabt. SAIDAN kommen zwar aus den USA, haben aber diesen Bereich zu einem festen Bestandteil ihrer Band gemacht. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat die Band bereits drei Alben veröffentlicht und steht nun mit ihrem vierten Album "Fangdriller: Scars Beneath Memory's Wrist" in den Startlöchern. Mit dem Wechsel zu Avantgarde Music erhält die Band erstmals die Chance, ein breiteres Publikum zu erreichen. Schaffen sie es, den Underground aufzuwirbeln?Grob wird die Band dem Black Metal zugeordnet, was ich nur bedingt unterschreiben würde. Bereits der Opener 'Razorblade Temptation' setzt die Marschrichtung der Band fest. Für mich ist das Grundgerüst melodischer Death Metal. Eine ganz bestimmte Band kommt einem dabei direkt in den Sinn. Der Einfluss von CHILDREN OF BODOM auf die beiden Musiker hinter diesem Projekt ist kaum zu überhören. Zweistimmige Gitarrenleads sorgen schnell für eine melodisch-epische Atmosphäre, die sofort ins Ohr geht und zur geballten Faust in der Luft animiert. Stellenweise kommen wir da sogar dem Power Metal sehr nah und auch ausladende Soli sind keine Seltenheit. Auch gesanglich drängen sich Vergleiche mit den großen Vorbildern auf. Mit heiserem, wütendem Gekeife geht es mit Vollgas voran und ein leichter Thrash Metal-Vibe kommt zum Vorschein. Das Schlagzeug verrichtet im Hintergrund zwar solide seinen Dienst, bleibt dabei aber recht generisch. Die Gitarren und der Gesang stehen im Mittelpunkt des Sounds von SAIDAN. Bereits mit diesem Opener zeigt die Band allerdings nahezu alles, was das Album zu bieten hat. Abwechslung und Varianz suche ich hier leider vergebens. Die Songs unterscheiden sich kaum voneinander und innerhalb kürzester Zeit vergisst man, welcher Track eigentlich läuft. Auch in Sachen Atmosphäre macht die Band keine gute Figur. Man kann das Album als Konzeptalbum verstehen, da es eine japanische Horrorgeschichte erzählt. Bis auf wenige kleine Stellen, an denen Samples und Interludes verwendet werden, kommt davon allerdings nur wenig bei mir an. Lediglich das Outro 'Mortuary' vermag in diesem Bereich zu punkten, auch wenn es mit seinem Stil überhaupt nicht zum Album passt und am Ende der Platte wie ein Fremdkörper wirkt. Die fehlende eigene Note und die schwache Atmosphäre lassen "Fangdriller: Scars Beneath Memory's Wrist" nur zu einem kurzen Spaß nebenbei werden. Wenn sich die Band für das nächste Album etwas mehr Zeit nimmt und ihren eigenen Weg findet, könnte daraus durchaus was werden. Wer dem Ende von CHILDREN OF BODOM hinterhertrauert und eine leichte Black Metal-Note mag, sollte mit SAIDAN glücklich werden. Gebt dem Album eine Chance. Gesamtwertung: 5.0 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Razorblade Temptation 02. Rapture (I'll Wait for You) 03. Immersed By Eternity's Blade 04. Kara No Bara 05. Womb Of Hatred 06. Stained Glass Sin // Fang Driller 07. Her Lips Pressed Against A Coffin Nail 08. Ethereal Blood 09. Beat To Death 10. Mortuary | Band Website: facebook.com/SaidanUSBM Medium: CD Spieldauer: 47:07 Minuten VÖ: 19.06.2026 |
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Visual Kei ist Teil der japanischen Musik- und Modeszene und wird in der Metalwelt eher belächelt. Nur wenige Bands haben diesen Stil in ihren Sound oder in ihre Optik integriert und damit Erfolg gehabt. SAIDAN kommen zwar aus den USA, haben aber diesen Bereich zu einem festen Bestandteil ihrer Band gemacht. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat die Band bereits drei Alben veröffentlicht und steht nun mit ihrem vierten Album "Fangdriller: Scars Beneath Memory's Wrist" in den Startlöchern. Mit dem Wechsel zu Avantgarde Music erhält die Band erstmals die Chance, ein breiteres Publikum zu erreichen. Schaffen sie es, den Underground aufzuwirbeln?
