Isegrim - Isegrim | |
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| Review von Chaosswampchicken vom 28.06.2026 (649 mal gelesen) | |
Mit "Isegrim" erlebt ein lange unterschätztes Kapitel des deutschen Black Metal seine Rückkehr. Das ursprünglich 1999 veröffentlichte Debüt von ISEGRIM verkörpert die rohe, ungeschliffene Seite des Genres und steht exemplarisch für eine Phase des deutschen Black Metal, in der Rauheit und Atmosphäre über technische Perfektion triumphierten. Fireflash Records veröffentlicht das Album nun erstmals auf Vinyl und macht damit ein Werk wieder zugänglich, das über Jahre hinweg vor allem unter Szene-Kennern einen gewissen Status genoss. Hinter ISEGRIM steht A. Blackwar, der den meisten durch MYSTIC CIRCLE bekannt sein dürfte. Angesichts vermehrter Aktivität seiner Hauptband richtet sich selbstverständlich auch der Blick auf dieses frühe Soloprojekt, das einen wichtigen Baustein des musikalischen Schaffens darstellt.Dass "Isegrim" heute noch einmal das Licht der Öffentlichkeit erblickt, dürfte vor allem Freunde des klassischen Underground-Black-Metal freuen. Während MYSTIC CIRCLE ihren Status über die Jahre kontinuierlich ausbauen konnten, blieb ISEGRIM stets ein kurzlebiges Nebenprojekt. Mit der Neuauflage wird jedoch deutlich, dass das Debüt trotz seiner offensichtlichen Schwächen einen gewissen Zeitzeugencharakter besitzt. Songs wie 'Diabolical Witchcraft' oder 'Seven Legions' transportieren den ungefilterten Geist der späten Neunziger authentischer als so manche technisch überlegene Veröffentlichung der Gegenwart. Dennoch offenbaren sich auch die Grenzen des Albums. Die Gitarrenarbeit wirkt häufig unausgereift, das Songwriting verlässt sich über weite Strecken auf wiederkehrende Blastbeats, schroffe Riffs und monotone Vocals, wodurch sich schnell Ermüdungserscheinungen einstellen. Auch provokante Titel wie 'Rape Jesus Christ' erscheinen heute weniger als kalkulierter Affront denn als Ausdruck jener klischeebeladenen Schockästhetik, die den Black Metal der damaligen Zeit nicht selten begleitete. Erst 'Hail Emperor Caesar' setzt mit seiner markanteren Dynamik einen willkommenen Akzent. So bleibt "Isegrim" letztlich weniger wegen seiner musikalischen Klasse in Erinnerung als vielmehr als authentisches Dokument einer kompromisslosen Underground-Ära. Nicht jede Legende altert makellos, "Isegrim" bildet da keine Ausnahme. Als historisches Dokument besitzt die Platte jedoch zweifellos ihren Reiz und zeigt eindrucksvoll, wie kompromisslos und ungeschliffen der deutsche Black Metal Ende der 90er klingen konnte. Gesamtwertung: 7.0 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01.In Nomine (Intro) 02.Diabolical Witchcraft 03.Rape Jesus Christ 04.Seven Legions 05.Hear The Screams Of Hell 06.Ave Luciferi (Intro) 07.Angel With Fire And Sword 08.Hail Emperor Caesar 09.Bestial Invasion | Band Website: ff-isegrim.bandcamp.com/album/isegrim Medium: CD, LP Spieldauer: 25:29 Minuten VÖ: 22.05.2026 |
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Mit "Isegrim" erlebt ein lange unterschätztes Kapitel des deutschen Black Metal seine Rückkehr. Das ursprünglich 1999 veröffentlichte Debüt von ISEGRIM verkörpert die rohe, ungeschliffene Seite des Genres und steht exemplarisch für eine Phase des deutschen Black Metal, in der Rauheit und Atmosphäre über technische Perfektion triumphierten. Fireflash Records veröffentlicht das Album nun erstmals auf Vinyl und macht damit ein Werk wieder zugänglich, das über Jahre hinweg vor allem unter Szene-Kennern einen gewissen Status genoss. Hinter ISEGRIM steht A. Blackwar, der den meisten durch MYSTIC CIRCLE bekannt sein dürfte. Angesichts vermehrter Aktivität seiner Hauptband richtet sich selbstverständlich auch der Blick auf dieses frühe Soloprojekt, das einen wichtigen Baustein des musikalischen Schaffens darstellt.
