Savatage - Madness Reigns From The Gutter (1990)

Review von Eddieson vom 25.06.2026 (624 mal gelesen)
Savatage - Madness Reigns From The Gutter (1990) Los Angeles, der 29. Juni 1990: SAVATAGE spielen eine Show im Rahmen ihrer "Gutter Ballet Tour" im Hollywood Palace. Sie zeichnen diese auf, doch wird sie, aus welchen Gründen auch immer, nie veröffentlicht. Jetzt, 36 Jahre später, wird der Öffentlichkeit diese komplette Show serviert. Und sie zeigt eine Band, die in der Blüte ihres Bestehens eine absolut energiegeladene und dynamische Show spielt. Jon Oliva kreischt und singt wie ein junger Gott und ist ständig mit dem Publikum im Kontakt, der grad dazugestoßene Chris Caffrey fügt sich wunderbar in die Band ein und Criss Oliva zeigt alles was er kann, und das ist eine Menge, ganz egal, ob er die Riffs raushaut oder ein Solo spielt.

Natürlich wird die Setlist bestimmt von der damals veröffentlichten "Gutter Ballet" und "Hall Of The Mountain King". "Streets" ist noch in Arbeit und die Songs der ersten Alben, die es in die Setlist geschafft haben, verleihen der Show einen etwas härteren Touch. Ein paar Überschneidungen mit "Ghost In The Ruins - A Tribute To Criss Oliva", denn auf diesem Album wurde auch die Los Angeles-Show von 1990 zum Teil eingefügt. Aber halt nur zum Teil, denn "Ghost In The Ruins" ist ja bekanntlich aus verschiedenen Shows zusammengesetzt worden. Deutlich macht "Madness Reigns From The Gutter", dass SAVATAGE, so gut die Jungs aus Florida aktuell live auch sind, ohne Jon Oliva einfach das Herz, die Seele und auch die prägnante Stimme der Band fehlen. Nein, das soll Zak Stevens Leistung auf keinen Fall schmälern, aber Jon Oliva ist und bleibt unweigerlich mit der Band verbunden. Da gibt es keine zwei Meinungen.

Gibt es denn auch an "Madness Reigns From The Gutter" zu kritisieren? Ja, das gibt es tatsächlich. Sogar zwei Dinge. Als erstes stellt sich natürlich die Frage, mit Blick auf das Artwork, was sie sich dabei gedacht haben. Irgendein recht liebloses Livebild als Cover zu nehmen, scheint mir jetzt nicht die beste Idee gewesen zu sein. Warum da nicht ein vernünftiges Artwork gezeichnet wurde, weiß wohl nur die Band selbst. Der zweite Punkt, der zu kritisieren ist, ist, dass das Publikum leider etwas zu leise abgemischt wurde. Das Album hätte noch mehr Wumms bekommen, wenn man die Energie, die vom Publikum ausgeht, etwas mehr in den Vordergrund gepackt hätte. Nun ja, es ist, wie es ist und es ist trotzdem ein absolut großartiges Livealbum geworden.



- ohne Wertung -
Trackliste Album-Info
01. City Beneath The Surface
02. White Witch
03. Of Rage And War
04. She's In Love
05. Mentally Yours
06. 24 Hrs. Ago
07. Legions
08. Strange Wings
09. Hounds
10. Temptation Revelation
11. When The Crowds Are Gone
12. The Dungeons Are Calling
13. Holocaust
14. Sirens
15. Power Of The Night
16. Hall Of The Mountain King
17. Gutter Ballet
18. Thorazine Shuffle
19. Devastation
Band Website: www.savatage.com
Medium: CD, LP
Spieldauer: 90:55 Minuten
VÖ: 26.06.2026

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