Elli Berlin - Elli Berlin | |
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| Review von Elvis vom 13.06.2026 (489 mal gelesen) | |
ELLI BERLIN macht schon seit ihrem 16. Lebensjahr Musik und veröffentlichte bereits 2009 erstmalig unter anderem Namen Musik. In der Folge war sie vor allem mit der zwischenzeitlich aufgelösten Band NULL POSITIV aktiv. Ab 2021 widmete sie sich daher in der Folge unter dem Namen ELLI BERLIN nunmehr endgültig live als auch auf Platte ihrem Soloprojekt. Ebenso wie vermutlich dem ein oder anderem ebenso, kam sie mir jüngst wegen der Kontroverse um den seitens des Betreibers abgesagten Auftritt im SO36 in Kreuzberg ins Bewusstsein. Hintergrund war offenbar zum einen die geplante Teilnahme an einem Festival, bei dem auch Philipp Burger von FREI.WILD auftreten soll sowie Unmut darüber, dass zwei Mitglieder ihrer Band bei der Band KRÄHE als Honorarmusiker mitgewirkt hatten. Letztere standen in der Folge der Covid-19-Maßnahmen diesen kritisch gegenüber und im letzten Jahr machte der Sänger offenbar eine Aussage, die von interessierten Kreisen als transphob dargestellt wurde. Was man nun davon halten mag oder nicht, möge bitte jeder und jede selbst entscheiden, aber zumindest bei mir begründete das ein Interesse, mir das nunmehr veröffentlichte selbst betitelte Album von ELLI BERLIN einmal zu Gemüte zu führen.Inhaltlich besteht "Elli Berlin" im Wesentlichen aus Songs, die bereits seit 2021 als EPs veröffentlicht und in der Folge seit 2024 auch bereits live präsentiert worden sind. Mit 41 Minuten Spielzeit bewegen wir uns in einer soliden LP-Länge und es gibt zehn deutschsprachige Songs zu hören. Musikalisch ist das Gesamtpaket gut und professionell umgesetzt, das Album hat einen stimmigen Flow und die konsequent deutschen Texte sind definitiv interessanter als der Durchschnitt. Highlight ist allerdings so oder so Elli Berlin selbst, die stimmlich sehr variabel agiert. Insgesamt bewegt sich die Musik weitestgehend im Bereich Deutschrock bis Alternative, ist dabei auch durchaus poppig und ab und an geht es dann doch mal in den Metalbereich. So bewegt man sich zwischen Anleihen an zum Beispiel NDH und RAMMSTEIN ('Lieder Unserer Zeit'), LORD OF THE LOST ('Gefallene Engel') oder einem Opener wie 'Lebensretter', der ein bisschen was von einer härteren Version von ROSENSTOLZ hat bis hin zu 'Aus Der Asche', der mit der härteste Track ist. Gesanglich, wie bereits gesagt, meistert Elli Berlin das souverän und klingt dabei von sanft bis hart und growlend (was aber nur sparsam der Fall ist) manchmal ein bisschen so, als hätte man sich gefragt, wie wohl eine Mischung aus Doro Pesch und Nina Hagen klingen könnte. Auch die Balladen wie etwa 'Mutterherz' oder 'Wer Bist Du' funktionieren gut, gerade letztere könnte durchaus auch ein deutscher DORO-Song sein. Kurz gesagt: alles im Grunde ziemlich gelungen und zumindest ich konnte aus den Texten und dem Rest jetzt wenig heraushören, was einen skandalisierenden Faktor hätte, der die oben angesprochene Cancel-Nummer nachvollziehbar machen würde. ELLI BERLIN ist in der Summe also ein abwechslungsreiches, spannendes Debüt gelungen, was vielversprechend für die Zukunft ist. Die gute Frau verdient allemal, daran gemessen zu werden und nicht an derartigen Umständen. Von daher bin ich gespannt, was wir weiter von ihr zu hören bekommen werden. Gesamtwertung: 7.5 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Lebensretter 02. Bang Bang (Feat. BRUNHILDE) 03. Zu Wahr Um Schön Zu Sein 04. Lieder Unserer Zeit 05. Wer Bist Du 06. Aus Der Asche 07. Gefallene Engel 08. Mutterherz 09. Hall Of Fame 10. Tief In Die Dunkelheit | Band Website: Medium: CD Spieldauer: 41:00 Minuten VÖ: 24.04.2026 |
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ELLI BERLIN macht schon seit ihrem 16. Lebensjahr Musik und veröffentlichte bereits 2009 erstmalig unter anderem Namen Musik. In der Folge war sie vor allem mit der zwischenzeitlich aufgelösten Band NULL POSITIV aktiv. Ab 2021 widmete sie sich daher in der Folge unter dem Namen ELLI BERLIN nunmehr endgültig live als auch auf Platte ihrem Soloprojekt. Ebenso wie vermutlich dem ein oder anderem ebenso, kam sie mir jüngst wegen der Kontroverse um den seitens des Betreibers abgesagten Auftritt im SO36 in Kreuzberg ins Bewusstsein. Hintergrund war offenbar zum einen die geplante Teilnahme an einem Festival, bei dem auch Philipp Burger von FREI.WILD auftreten soll sowie Unmut darüber, dass zwei Mitglieder ihrer Band bei der Band KRÄHE als Honorarmusiker mitgewirkt hatten. Letztere standen in der Folge der Covid-19-Maßnahmen diesen kritisch gegenüber und im letzten Jahr machte der Sänger offenbar eine Aussage, die von interessierten Kreisen als transphob dargestellt wurde. Was man nun davon halten mag oder nicht, möge bitte jeder und jede selbst entscheiden, aber zumindest bei mir begründete das ein Interesse, mir das nunmehr veröffentlichte selbst betitelte Album von ELLI BERLIN einmal zu Gemüte zu führen.
