Shinedown - Ei8ht | |
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| Review von Stormrider vom 02.06.2026 (417 mal gelesen) | |
Eins muss man SHINEDOWN lassen. Sie widersetzen sich dem Trend, dass man nur noch Singles oder bestenfalls EPs veröffentlicht. Stattdessen hauen sie nach vier Jahren mit "EI8HT" ein Album raus, das nicht weniger als satte 18 (!) Tracks umfasst. Dass man bei einer solchen Anzahl Songs nur Volltreffer landet, das dürfte aber auch sehr selten sein, nun, und genau das Schicksal ereilt denn auch das vorliegende Album. Waren die US-Rocker in der Vergangenheit durchaus für eher straighten und modernen Rock bekannt, ist es nun anscheinend ihr Ziel, ihre musikalischen Grenzen maximal auszuloten. So startet der Opener 'At The Bottom' zunächst mit einem leichten Piano und entwickelt sich erst über einen düsteren Part hin zu einem Rocker. Man könnte fast schon einen QUEEN'esken Aufbau durch die unterschiedlichen Teile attestieren. Vielleicht etwas zu viel des Guten? 'Dance, Kid, Dance!' geht da schon straighter in den Nacken und ist ein typischer SHINEDOWN-Track, bei dem man die Band auch direkt und ohne Umschweife identifiziert. Dazu trägt natürlich auch das prägnante Organ von Fronter Brent Smith bei, der einfach einen sehr hohen Widererkennungswert hat. Die Breakdowns sitzen und der Track ist ein mehr als solider Alternative Stadion-Rocker. Aber wie bereits erwähnt spielt sich das Quartett durch die verschiedensten Hard Rock-Genres und 'Burning Down The Disco' startet in der Folge eher als Industrial Rocker, gepaart mit einem typischen 90er-Flair und Flow in der Vocalline. Wer nun aber denkt, dass jeden Track auf "EI8HT" eine gewisse Einzigartigkeit umweht, der wird bei zunehmender Spieldauer dieses Mammutwerkes dann allerdings eher ernüchtert. Denn im Laufe der Zeit passiert, was bei sehr langen Alben so gerne passiert, die kreative Luft wird dünner. Nicht, dass Songs wie 'Three Six Five', 'Dizzy' oder 'Imposter' Skipkandidaten oder Langweiler wären, sie haben durchaus ihre Momente, aber sie hinterlassen auch das Gefühl, dass man sie in ähnlicher Form schon kennt. Damit konterkariert man den grundsätzlichen Gedankengang eines Albums natürlich, auf dem die Band doch zeigen möchte, wie weit sie über den alten musikalischen Tellerrand hinausschauen kann und sich in allen möglichen Subgenres versucht. Dass man bei einer solchen Bandbreite nicht in jedem Bereich Champions League spielt, liegt in der Natur der Sache, was dem Album trotz aller Vielfalt ein wenig die Schlagkraft nimmt. Dennoch kann man festhalten, dass SHINEDOWN nach über zwanzig Jahren im Geschäft souveräne Musiker und Songwriter sind. Das steht zu keiner Sekunde außer Frage. Wenn man wie in 'Outlaw' oder 'Machine Gun' in alter Manier nach vorne rockt und in einem großen Refrain kulminiert, dann gibt es auch keinen Zweifel daran, dass die Florida-Boys auch heute noch ihre Relevanz haben und ganz sicher eine sehr große Fanbase bedienen. In Summe ist "EI8HT" ein ehrgeiziges, manchmal überbordendes und sich über die Spielzeit manchmal selbst verlierendes Album, das neben vielen Highlights auch ein paar Filler mitschleppt. Mehr ist eben nicht immer mehr. Fans der Band machen aber hier natürlich nichts falsch. Gesamtwertung: 7.0 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. At The Bottom 02. Dance, Kid, Dance 03. Burning Down The Disco 04. Three Six Five 05. Young Again 06. Dizzy 07. Imposter 08. Machine Gun 09. Outlaw 10. Safe And Sound 11. Searchlight 12. Bear With Me 13. Deep End 14. Killing Fields 15. Back To The Living 16. Wide Open 17. So Glad That You Asked 18. The Pilot | Band Website: www.shinedown.com Medium: CD, LP Spieldauer: 64:28 Minuten VÖ: 29.05.2026 |
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Eins muss man SHINEDOWN lassen. Sie widersetzen sich dem Trend, dass man nur noch Singles oder bestenfalls EPs veröffentlicht. Stattdessen hauen sie nach vier Jahren mit "EI8HT" ein Album raus, das nicht weniger als satte 18 (!) Tracks umfasst. Dass man bei einer solchen Anzahl Songs nur Volltreffer landet, das dürfte aber auch sehr selten sein, nun, und genau das Schicksal ereilt denn auch das vorliegende Album. Waren die US-Rocker in der Vergangenheit durchaus für eher straighten und modernen Rock bekannt, ist es nun anscheinend ihr Ziel, ihre musikalischen Grenzen maximal auszuloten. So startet der Opener 'At The Bottom' zunächst mit einem leichten Piano und entwickelt sich erst über einen düsteren Part hin zu einem Rocker. Man könnte fast schon einen QUEEN'esken Aufbau durch die unterschiedlichen Teile attestieren. Vielleicht etwas zu viel des Guten? 'Dance, Kid, Dance!' geht da schon straighter in den Nacken und ist ein typischer SHINEDOWN-Track, bei dem man die Band auch direkt und ohne Umschweife identifiziert. Dazu trägt natürlich auch das prägnante Organ von Fronter Brent Smith bei, der einfach einen sehr hohen Widererkennungswert hat. Die Breakdowns sitzen und der Track ist ein mehr als solider Alternative Stadion-Rocker. Aber wie bereits erwähnt spielt sich das Quartett durch die verschiedensten Hard Rock-Genres und 'Burning Down The Disco' startet in der Folge eher als Industrial Rocker, gepaart mit einem typischen 90er-Flair und Flow in der Vocalline.
