Erik Grönwall - Bad Bones

Review von Stormrider vom 01.06.2026 (479 mal gelesen)
Erik Grönwall - Bad Bones ERIK GRÖNWALL gehört seit Jahren zu den besten Sängern der Rockszene. Punkt. Ach Quatsch ... Ausrufezeichen! Wer es durch seine Engagements bei H.E.A.T und SKID ROW noch nicht mitbekommen hat, kann sich zur Bestätigung die fast alle sehr gelungenen Coverversionen auf seinem YouTube-Kanal anhören, denen er nicht selten eine komplett neue Facette und Ausrichtung spendiert. Er lässt bisweilen selbst die abgenudelsten Tracks wieder spannend werden.

Nun kommt mit "Bad Bones" also das Album unter seinem eigenen Namen und mit seinen Songs. Dass Eriks Stimme im Mittelpunkt des Geschehens stehen wird, das macht bereits der Opener 'Born To Break' deutlich. Guter Auftakt, dessen Zeile "Come What May" vor dem Hintergrund seiner persönlichen Geschichte auch eine sehr authentische Note hat. Der Titeltrack ist dann ein moderner Rocksong. Zwar kein Riesenrefrain, der einem ewig im Kopf rumschwirren wird, aber solide genug, um in den nächsten Monaten in den gängigen Rockradio-Playlisten seinen Platz zu finden. 'Praying For A Miracle' ist hingegen eher der solide Handwerker auf dem Album, bevor 'Who's The Winner' mit einem balladesken Pianomotiv startet und sich auch nicht aus dem Tränentreibersegment wegbewegt. Aber Emotionen kann er halt, der Gewinner von Swedish Idol 2009.

Wer es aber mehr mit Catchyness hat, der wird mit 'Twistes Lullaby' bedient. Geht ins Ohr, bleibt im Kopf, wie man so schön sagt. Dennoch ist für mich das Highlight auf "Bad Bones" ein gänzlich anders gelagerter Song. Der bluesbasierte Groover 'How High' liefert nicht nur einen musikalischen Farbtupfer, sondern auch die Lyrics bekommt man nicht so wirklich zur Seite geschoben. Die Zeile: "Wenn ich sage: Spring! Dann fragst Du: Wie hoch?" Mag aufgrund der militärischen Konnotation nicht jedem schmecken, aber sie wirkt als Widerhaken hier ganz massiv. Danach lässt 'Written In Scars' das Album wieder sehr ruhig ausklingen.

Ist "Bad Bones" die Neuerfindung des Rock, des Rades oder des geschnittenen Brotes? Nein, das ist das Album natürlich nicht. Aber wer modernen Hard Rock mag, handwerklich sauber und state of the art gespielt, druckvoll produziert und von einer fantastischen Stimme vorgetragen, der kommt an "Bad Bones" in 2026 nicht so einfach vorbei.

Gesamtwertung: 8.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Born To Break
02. Bad Bones
03. Praying For A Miracle
04. Who’s The Winner
05. Lost For Life
06. Twisted Lullaby
07. Save Me
08. Hell & Back
09. How High
10. Written In Scars
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 35:11 Minuten
VÖ: 22.05.2026

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