Aziola Cry - Dysphoria Ritual | |
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| Review von Baterista vom 15.05.2026 (504 mal gelesen) | |
Mit "Dysphoria Ritual" veröffentlicht das Trio AZIOLA CRY aus Chicago bereits sein drittes Studioalbum - und liefert damit ein Werk ab, das sich irgendwo zwischen faszinierender Komplexität und bewusster Überforderung bewegt. Es ist eines dieser Alben, bei denen die eigene Tagesform darüber entscheidet, wie man es wahrnimmt. Mal wirkt das Material genial vertrackt und voller spannender Details, dann wieder anstrengend und beinahe überladen. Genau darin liegt aber vermutlich auch die Stärke - und gleichzeitig die größte Herausforderung - dieser Platte.AZIOLA CRY setzen in ihrem rein instrumentalen Album stark auf verschachtelte Songstrukturen, abrupte Dynamikwechsel und progressive Ideen, die den Hörer kaum zur Ruhe kommen lassen. Wer mit Prog Metal etwas anfangen kann, wird hier viele interessante Ansätze entdecken. Gleichzeitig wirkt das Album stellenweise fast schon zu verkopft, als würde die technische Finesse manchmal wichtiger sein als ein natürlicher musikalischer Fluss. Gerade dadurch entsteht das Gefühl, dass der Flow beim Hören immer wieder bewusst gebrochen wird. Die Musik fordert Aufmerksamkeit und lässt einen selten wirklich ankommen oder entspannen. Dennoch besitzt "Dysphoria Ritual" eine ganz eigene Atmosphäre. Inhaltlich dreht sich dieses Konzeptalbum um Isolation, inneren Rückzug und den langsamen Verlust geistiger Stabilität - und genau das wird instrumental erstaunlich greifbar umgesetzt. Die sperrige Struktur der Songs wirkt dadurch nicht zufällig, sondern als Teil des Konzepts. Stilistisch blitzen immer wieder deutliche Einflüsse des 90er-Prog auf. Schon das Intro des Openers 'Denial Patterns' erinnert in seiner Art an frühe DREAM THEATER - allerdings deutlich düsterer, schwerer und weniger verspielt. An anderer Stelle, etwa bei 'Pervasive Sameness', kommen eher TOOL-artige Vibes auf: hypnotische Rhythmen, unterschwellige Spannung und eine bedrückende Atmosphäre, die sich langsam entfaltet. Fazit:"Dysphoria Ritual" ist kein leicht zugängliches Album und will das vermutlich auch gar nicht sein. Zwischen Faszination und Überforderung bewegt sich die Platte konstant auf einem schmalen Grat. Wer anspruchsvollen, düsteren Prog Metal mit 90er-Schlagseite liebt, dürfte hier einiges entdecken - braucht dafür aber womöglich Geduld und die richtige Stimmung. Zumindest ging es mir so. Gesamtwertung: 7.0 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Denial Patterns 02. Pervasive Sameness 03. Ephemeral Joy 04. The Delusion Complex 05. Withdrawn And Alone 06. Dysphoria Ritual | Band Website: www.aziolacry.com Medium: CD Spieldauer: 45 Minuten VÖ: 17.04.2026 |
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Mit "Dysphoria Ritual" veröffentlicht das Trio AZIOLA CRY aus Chicago bereits sein drittes Studioalbum - und liefert damit ein Werk ab, das sich irgendwo zwischen faszinierender Komplexität und bewusster Überforderung bewegt. Es ist eines dieser Alben, bei denen die eigene Tagesform darüber entscheidet, wie man es wahrnimmt. Mal wirkt das Material genial vertrackt und voller spannender Details, dann wieder anstrengend und beinahe überladen. Genau darin liegt aber vermutlich auch die Stärke - und gleichzeitig die größte Herausforderung - dieser Platte.
