Egregore - It Echoes In The Wild | |
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| Review von Dead_Guy vom 22.04.2026 (472 mal gelesen) | |
EGREGORE haben mich mit ihrem Zweitling begeistert wie schon lange nichts mehr aus dem sogenannten Oldschool Death Metal, denn im Gegensatz zu den vielen anderen Vertretern wird hier nicht der Stil eines Landes oder gar einer bestimmten Band kopiert, sondern man geht eigen(-artig) zu Werke und bricht mit gängigen Mustern. Die Basis ist schon der klassische Stoff, alte MORBID ANGEL lassen grüßen, dazu gesellt sich aber ein Haufen abgedrehter Ideen und Windungen, die an NOCTURNUS denken lassen oder gar ein wenig VOIVODesk anmuten. So gibt es nie den geradlinigen Weg, immer wieder wird es verschachtelt und das Material macht Sprünge ohne dabei die Stringenz oder Emotionalität missen zu lassen. Denn der alles durchdringende Wahnsinn lässt eine extrem greifbare und kaputte Atmosphäre entstehen, quasi die Vertonung eines Pilz-Trips, den man auf dem abgeranzten Friedhof erlebt. Und wenn dann noch KING DIAMOND-artiger Gesang dazu kommt ('Craven Acts Of Desperate Men') ist der Irrsinn perfekt und zeigt, woher die Band alles ihre Einflüsse bezieht, um solch eine rasante, abgedrehte wie detailverliebte Scheibe zu komponieren. Im späteren Verlauf sind Einflüsse aus dem alten Prog Rock zu vernehmen, ohne dass die Band dabei zu weit in diese Sphären vordringt. Zum Finale des Ganzen gibt es dann noch epochalen Klargesang, der das Album noch mal mit einem epischen Höhepunkt abschließt. Schwierig ist es jetzt zu sagen, wem ich das empfehle. Eigentlich allen, die merkwürdigen wie extremen Kram zu schätzen wissen. Die personelle Überschneidung zu MITOCHONDRION hört man dem Wahnsinn an, aber auch Bands wie NEGATIVE PLANE oder CULTES DES GHOULES sind vom Ansatz und der Stimmung nah beieinander. Daher sollten auch Fans dieser Bands, wenn sie denn auch einen Faible für Death Metal haben, dringendst reinhören. Diese gleichermaßen altertümliche wie psychotische, okkulte Horroratmosphäre wird euch munden. Gesamtwertung: 9.0 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Cast Adrift 02. Voice On The West Wind 03. Stair Into The Vortex 04. Craven Acts Of Desperate Men 05. From The Yawning Crevasse Shrieks A Transmorphic Gale 06. Corsairs Of The Daath Gulf 07. Nightmare Cartographer 08. Six Doors Guard The Original Knowledges 09. Servants Of The Second Death 10. It Echoes In The Wild | Band Website: Medium: CD, LP Spieldauer: 48:24 Minuten VÖ: 20.03.2026 |
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EGREGORE haben mich mit ihrem Zweitling begeistert wie schon lange nichts mehr aus dem sogenannten Oldschool Death Metal, denn im Gegensatz zu den vielen anderen Vertretern wird hier nicht der Stil eines Landes oder gar einer bestimmten Band kopiert, sondern man geht eigen(-artig) zu Werke und bricht mit gängigen Mustern. Die Basis ist schon der klassische Stoff, alte MORBID ANGEL lassen grüßen, dazu gesellt sich aber ein Haufen abgedrehter Ideen und Windungen, die an NOCTURNUS denken lassen oder gar ein wenig VOIVODesk anmuten. So gibt es nie den geradlinigen Weg, immer wieder wird es verschachtelt und das Material macht Sprünge ohne dabei die Stringenz oder Emotionalität missen zu lassen. Denn der alles durchdringende Wahnsinn lässt eine extrem greifbare und kaputte Atmosphäre entstehen, quasi die Vertonung eines Pilz-Trips, den man auf dem abgeranzten Friedhof erlebt. Und wenn dann noch KING DIAMOND-artiger Gesang dazu kommt ('Craven Acts Of Desperate Men') ist der Irrsinn perfekt und zeigt, woher die Band alles ihre Einflüsse bezieht, um solch eine rasante, abgedrehte wie detailverliebte Scheibe zu komponieren. Im späteren Verlauf sind Einflüsse aus dem alten Prog Rock zu vernehmen, ohne dass die Band dabei zu weit in diese Sphären vordringt. Zum Finale des Ganzen gibt es dann noch epochalen Klargesang, der das Album noch mal mit einem epischen Höhepunkt abschließt.
