Doodswens - Doodswens | |
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| Review von Chaosswampchicken vom 19.04.2026 (533 mal gelesen) | |
Aus dem niederländischen Black Metal-Underground hervorgegangen, wurde DOODSWENS 2017 von I. gegründet. Nun meldet sich die Band mit ihrem selbstbetitelten Sophomore-Album zurück, das am 17. April 2026 über Svart Records erscheint. Im Live-Kontext übernimmt I. sowohl Schlagzeug als auch Gesang, unterstützt von R. am Bass und P. an der Gitarre. Der Name Doodswens bedeutet zwar "Todeswunsch", trägt im Niederländischen jedoch eine deutlich schwerere Konnotation - eher im Sinne von "vom Tod getrieben", was gut zur düsteren Ausrichtung der Band passt. Mit wachsender Präsenz in der internationalen Black Metal-Szene konnte sich DOODSWENS über die Jahre hinaus auch außerhalb der Niederlande etablieren und tourte unter anderem mit Szenegrößen wie MARDUK und GORGOROTH. Ihre Live-Auftritte sind von einer stark rituellen und zeremoniellen Ästhetik geprägt und werden je nach persönlicher Wahrnehmung des Publikums sowohl als erhebend als auch als zerstörerisch beschrieben. DOODSWENS verfolgen dabei konsequent einen Ansatz der Konfrontation statt des Trostes und schaffen einen Raum, in dem innere Zustände ungeschönt sichtbar werden. Nun genug der Worte, lasst uns ins Album starten.Mit 'Driven By Death' setzt das Album ein kraftvolles erstes Zeichen. Myteriöse, fast rituelle Klangelemente eröffnen das Werk der Band, schnell entwickelt sich der Song zu einem aggressiven und unnachgiebigen Black Metal-Assault. Das schnelle und fordernde Schlagzeug und die dichten und dessonanten Gitarrenklänge geben dem ganzen Soundkonzept noch mehr Tiefe. Die Vocals wechseln zwischen schmerzhaften Screams und verzweifeltem Heulen, die dadurch entstehende Atmosphäre wirkt durchgehend kalt und abweisend, fast schon beklemmend in ihrer Konsequenz. In dieser Intensität entfaltet der Song eine eindrucksvolle Wirkung und markiert einen starken Auftakt des Albums. 'Verrot' schlägt eine melodischere Richtung ein und wird eröffnet mit schnell gespielten, flirrenden Leadgitarren, die sich wie ein kalter Schleier über den Klang legen. Im weiteren Verlauf entfaltet sich ein intensives Wechselspiel aus diabolisch klingenden Vocals und präzise plazierten Gitarren und Basslinien, die die Komposition sinnvoll zusammenführen. Der Song bewegt sich gekonnt im Spannungsfeld zwischen Melodie und Aggression und findet für beide Ansätze überzeugende Momente. Abrasive, dissonante Instrumentierung spiegelt die hohen und schrillen Schreie wider und fügt sich zu einem bemerkenswert ausgewogenen Gesamtbild. Auch 'The Black Flame' eröffnet mit atmosphärischen Klängen: Glockenläuten, unheilvolle Hintergrundgeräusche und das Rauschen des Windes schaffen sofort eine beklemmende Stimmung. Ohne Umschweife geht der Track in keuchende, bedrohliche Vocals über, begleitet von einem treibenden, fokussierten und zugleich rasanten Schlagzeugspiel. Eine rohe Aggression durchzieht den Song, wird jedoch immer wieder von einer subtilen Melodik durchbrochen. Dabei entsteht eine eigenartige Mischung aus Nostalgie und emotionaler Tiefe, die sich auch in den dynamischen Passagen widerspiegelt. Besonders die Backing Vocals verdienen hier Aufmerksamkeit, da sie dem Klangbild zusätzliche Dimension verleihen. Trotz des hohen Tempos nimmt sich der Song immer wieder Raum für schwerere, beinahe erdrückende Momente, die wie dunkle Wellen über den Hörer hinwegrollen. Eine komplexe und vielschichtige Komposition, die Intensität und Gefühl gekonnt miteinander vereint. Im weiteren Verlauf verlangsamt sich das Tempo des Albums spürbar - weg vom rasenden Beginn hin zu beinahe depressivem Black Metal. Ein Klangbild, das DOODSWENS kontrolliert und gezielt einsetzen und das sich nahtlos in ihr Gesamtkonzept einfügt. 'She Carries The Curse' vertieft diese Stimmung mit einem schleichenden, langsamen Rhythmus und einer von Trauer durchzogenen, melancholischen Klanglandschaft. Interessanterweise erzeugt der Beginn zunächst eine fast irritierende Ruhe, bevor sich die düstere Intensität allmählich entfaltet. Der Sound wirkt hier roher, der Bass deutlich präsenter, und die emotionale Schwere erreicht einen Höhepunkt. Erst nach etwa zwei Minuten setzen die Vocals ein - eingeleitet von einem markerschütternden Schrei, getragen von einem beinahe erdrückenden Schlagzeug und einem doomigen Grundgroove. Mit 'Vlaamse Vloek' findet das Album einen Abschluss, der zwar im Aufbau etwas geradliniger ausfällt, jedoch nichts von seiner Durchschlagskraft einbüßt. Ein durchdringender, tiefer Schrei markiert den Einstieg und wird von einem rauen, leicht ungestümen Gitarrenriff sowie wuchtigem Schlagzeugspiel getragen. Die Vocals präsentieren sich erneut in ihrer rohesten und bösartigsten Form und verleihen dem Track eine unmittelbare, fast körperliche Intensität. Zwischen treibender Dynamik und unterschwelliger Melodik entfaltet sich eine spürbare emotionale Schwere, die den Song nach vorne peitscht, bevor er in dissonanter Auflösung verklingt. FazitDOODSWENS liefern mit ihrem zweiten Album ein intensives und emotional aufgeladenes Werk ab, das rohe Aggression mit melancholischer Tiefe verbindet. Die konsequente Atmosphäre, das durchdachte Songwriting und die spürbare Leidenschaft machen die Platte zu einem eindringlichen Erlebnis, das lange nachwirkt. Gesamtwertung: 8.5 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Driven By Death 02. Verrot 03. The Black Flame 04. These Wounds Never Healed 05. She Carries The Curse 06. Devils Stone 07. Vlaamse Vloek | Band Website: doodswensband.bandcamp.com/music Medium: CD Spieldauer: 37:31 Minuten VÖ: 17.04.2026 |
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Aus dem niederländischen Black Metal-Underground hervorgegangen, wurde DOODSWENS 2017 von I. gegründet. Nun meldet sich die Band mit ihrem selbstbetitelten Sophomore-Album zurück, das am 17. April 2026 über Svart Records erscheint. Im Live-Kontext übernimmt I. sowohl Schlagzeug als auch Gesang, unterstützt von R. am Bass und P. an der Gitarre. Der Name Doodswens bedeutet zwar "Todeswunsch", trägt im Niederländischen jedoch eine deutlich schwerere Konnotation - eher im Sinne von "vom Tod getrieben", was gut zur düsteren Ausrichtung der Band passt. Mit wachsender Präsenz in der internationalen Black Metal-Szene konnte sich DOODSWENS über die Jahre hinaus auch außerhalb der Niederlande etablieren und tourte unter anderem mit Szenegrößen wie MARDUK und GORGOROTH. Ihre Live-Auftritte sind von einer stark rituellen und zeremoniellen Ästhetik geprägt und werden je nach persönlicher Wahrnehmung des Publikums sowohl als erhebend als auch als zerstörerisch beschrieben. DOODSWENS verfolgen dabei konsequent einen Ansatz der Konfrontation statt des Trostes und schaffen einen Raum, in dem innere Zustände ungeschönt sichtbar werden. Nun genug der Worte, lasst uns ins Album starten.
