Samurai Pizza Cats - Press Start | |
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| Review von Stormrider vom 16.04.2026 (443 mal gelesen) | |
Mit "Press Start" liefern die SAMURAI PIZZA CATS (schon den Bandnamen muss man sich ja wie eine neapolitanische Torte auf der Zunge zergehen lassen) genau das, was man entweder lieben oder nach fünf Sekunden komplett hassen wird. Kuttenträger, die Metal als Religion ohne größeren Spaß- beziehungsweise Komödien- und Humorfaktor goutieren, werden sich auf der Stelle die Fußnägel hochrollen und die Haare ausfallen. Denn das, was der ELECTRIC CALLBOY-Ableger aus Castrop-Rauxel auffährt, bietet so ziemlich alles, was Puristen zur Weißglut treibt. Jede Menge elektronische Spielereien, aggressiv geshoutete Vocals, die fast immer in zuckersüße Refrains kippen und eine Produktion, die fetter und moderner kaum sein könnte. Dabei sind viele Songs ein fast schon SYSTEM OF A DOWN-artiges Chaos, nur, um immer mit einen massiven Pop-Appeal zu changieren. Wer ein passendes Beispiel braucht, der fängt vielleicht mit 'Ramen-Man' an, das wie eine schräge Fusion aus 90er Eurodance wie BLÜMCHEN mit überdrehtem Metalcore daherkommt. Oder doch 'T-Rex(plosion)' bei dem ANKOR als Gast die weiblichen Vocals beisteuert. Will man "Press Start" in aller Kürze zusammenfassen, könnte man einfach sagen Aggression trifft Zuckerguss oder auch Breakdown meets Dancefloor. Wer es das erste Mal hört, bleibt irritiert zurück und fragt sich vielleicht auch einfach nur: "Warum?" Die Antworte der kämpferischen Pizza Katzen könnte dann einfach lauten: "Weil wir es können und wollen".Dass man es entsprechend lyrisch nicht gerade auf den Pulitzerpreis abgesehen hat, dürfte mittlerweile auch klar sein. Ob man Songtitel wie 'Pandastruck', 'Fear No Slice' (grandios, oder?), 'Error 808', den schon genannten 'Ramen-Man' oder 'Super Zero' (ein Superheld ohne Superkräfte) lustig findet, das bleibt dem eigenen Humorempfinden überlassen. Aber es zeigt eben auch, dass die SAMURAI PIZZA CATS hier vor allem stark überdrehte Unterhaltung bieten wollen. Dabei sprechen sie eine ganz klar umrissene Zielgruppe an, bleiben darin trotz allem Chaos, Käse und lyrischem Unfug in gewisser Weise aber generisch, was am Ende dazu führt, dass es sich irgendwie doch sehr kalkuliert anfühlt. Die Halbwertzeit dieser Mischung aus Metalcore, Pop, Eurodance und einer komödiantischen Note in Zeiten, in denen man alles als Meme verstehen kann, die dürfte überschaubar sein. Aber die Platte selbst bleibt ja auch unter der Dreißig-Minutenmarke. Wer also mit dem genannten Inhalt fremdelt, der sollte es sich wohl überlegen, ob er Coins reinwirft und wirklich auf Start drückt. Wer es mag, wird's feiern und lieben, wer es nicht mag, wird es abgrundtief hassen. Und am Ende kann man auch sagen: Egal welcher Art, Musik soll Emotionen schaffen, und das tun die SAMURAI PIZZA CATS. An meinem Wohlfühlspektrum geht das allerdings recht weit vorbei. Gesamtwertung: 4.5 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Insert Coin 02. Pandastruck 03. T-Rex(plosion) (feat. ANKOR) 04. Fear No Slice 05. Error 808 06. Level Up 07. Ramen-Man (feat. BABYBEARD) 08. Penguin Supreme 09. Super Zero 10. City Of Gold 11. Thanks For Playing 12. Pizza Homicide (STVW Version) | Band Website: Medium: CD, digital Spieldauer: 29:58 Minuten VÖ: 27.03.2026 |
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Mit "Press Start" liefern die SAMURAI PIZZA CATS (schon den Bandnamen muss man sich ja wie eine neapolitanische Torte auf der Zunge zergehen lassen) genau das, was man entweder lieben oder nach fünf Sekunden komplett hassen wird. Kuttenträger, die Metal als Religion ohne größeren Spaß- beziehungsweise Komödien- und Humorfaktor goutieren, werden sich auf der Stelle die Fußnägel hochrollen und die Haare ausfallen. Denn das, was der ELECTRIC CALLBOY-Ableger aus Castrop-Rauxel auffährt, bietet so ziemlich alles, was Puristen zur Weißglut treibt. Jede Menge elektronische Spielereien, aggressiv geshoutete Vocals, die fast immer in zuckersüße Refrains kippen und eine Produktion, die fetter und moderner kaum sein könnte. Dabei sind viele Songs ein fast schon SYSTEM OF A DOWN-artiges Chaos, nur, um immer mit einen massiven Pop-Appeal zu changieren. Wer ein passendes Beispiel braucht, der fängt vielleicht mit 'Ramen-Man' an, das wie eine schräge Fusion aus 90er Eurodance wie BLÜMCHEN mit überdrehtem Metalcore daherkommt. Oder doch 'T-Rex(plosion)' bei dem ANKOR als Gast die weiblichen Vocals beisteuert. Will man "Press Start" in aller Kürze zusammenfassen, könnte man einfach sagen Aggression trifft Zuckerguss oder auch Breakdown meets Dancefloor. Wer es das erste Mal hört, bleibt irritiert zurück und fragt sich vielleicht auch einfach nur: "Warum?" Die Antworte der kämpferischen Pizza Katzen könnte dann einfach lauten: "Weil wir es können und wollen".
