Waste A Saint - ... And It's Evergreen | |
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| Review von Opa Steve vom 14.04.2026 (489 mal gelesen) | |
Das kreative und stilistisch sehr offene Rock-Quartett aus Norwegen hat nach der Gründung 2022 nun schon den magischen dritten Longplayer am Start, der bekanntlich (oder auch angeblich) darüber entscheiden soll, wie steil die Erfolgskurve in Zukunft verlaufen sollte. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich bei "... And It's Evergreen" ein gutes Gefühl für die Zukunft der Band habe. Trotz der stilistischen Vielfalt erkennt man einen deutlichen gemeinsamen Konsens, wie ein Song zu wirken hat. Über dem meist sehr lässigen Groove, den die Instrumentalfraktion abliefert, bekommt der beinahe improvisiert klingende Gesang von Bogey Stefansdottir eine stattliche Bühne, was die talentierte Sängerin auch ausreizt. Man nimmt ihr jede Ausdrucksform ab und auch das Gesamtgebräu klingt stilistisch wie akustisch wie aus einem Guss. Die Songs können auch mal in die Psych-Richtung abdriften wie 'As Dead As They Come', was durch die treibenden Drums und die wunderschönen zweistimmigen Vocals von Bogey und Kollegen schön hypnotisch wirkt. Wenn dann der Fuzz reingedrückt wird, nimmt das Energielevel des Titels auch gern mal einen kleinen Ausflug in Stoner-Gefilde in Kauf. Ansonsten wird dem leicht kauzigen Alt-Rock gehuldigt ('Sclera') oder coole Indie-Sounds versprüht ('Attention, Deficit ... Something', 'Northbound'). Das Schöne dabei ist, dass die Songs trotz der bekannten Stilrichtungen nie zu einfach klingen. Das liegt nicht nur am gefühlvollen Drumming von Trym Solan Renolen und den starken Vocals, sondern auch der Bass bringt sich mit lebendigen Linien ein und die Gitarre hat neben der Spielfreude offensichtlich auch ein großes Pedalboard angeschlossen, denn fast jeder Song hat einen eigenen Signature-Sound. Eine wirklich coole und lässige Angelegenheit. Anspieltipps: 'Northbound' und 'As Dead As They Come'. Gesamtwertung: 7.5 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. The Villain Of The Piece 02. ... And The Henchmen 03. Porcelain 04. Strike, Parry, Riposte 05. As Dead As They Come 06. Sclera 07. Attention, Deficit... Something 08. Blindfold Marigold 09. Northbound 10. Brother, I Am Starving | Band Website: Medium: CD Spieldauer: 36:39 Minuten VÖ: 10.04.2026 |
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Das kreative und stilistisch sehr offene Rock-Quartett aus Norwegen hat nach der Gründung 2022 nun schon den magischen dritten Longplayer am Start, der bekanntlich (oder auch angeblich) darüber entscheiden soll, wie steil die Erfolgskurve in Zukunft verlaufen sollte. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich bei "... And It's Evergreen" ein gutes Gefühl für die Zukunft der Band habe. Trotz der stilistischen Vielfalt erkennt man einen deutlichen gemeinsamen Konsens, wie ein Song zu wirken hat. Über dem meist sehr lässigen Groove, den die Instrumentalfraktion abliefert, bekommt der beinahe improvisiert klingende Gesang von Bogey Stefansdottir eine stattliche Bühne, was die talentierte Sängerin auch ausreizt. Man nimmt ihr jede Ausdrucksform ab und auch das Gesamtgebräu klingt stilistisch wie akustisch wie aus einem Guss. Die Songs können auch mal in die Psych-Richtung abdriften wie 'As Dead As They Come', was durch die treibenden Drums und die wunderschönen zweistimmigen Vocals von Bogey und Kollegen schön hypnotisch wirkt. Wenn dann der Fuzz reingedrückt wird, nimmt das Energielevel des Titels auch gern mal einen kleinen Ausflug in Stoner-Gefilde in Kauf. Ansonsten wird dem leicht kauzigen Alt-Rock gehuldigt ('Sclera') oder coole Indie-Sounds versprüht ('Attention, Deficit ... Something', 'Northbound'). Das Schöne dabei ist, dass die Songs trotz der bekannten Stilrichtungen nie zu einfach klingen. Das liegt nicht nur am gefühlvollen Drumming von Trym Solan Renolen und den starken Vocals, sondern auch der Bass bringt sich mit lebendigen Linien ein und die Gitarre hat neben der Spielfreude offensichtlich auch ein großes Pedalboard angeschlossen, denn fast jeder Song hat einen eigenen Signature-Sound. Eine wirklich coole und lässige Angelegenheit.
