Messticator - Total Mastery | |
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| Review von Chaosswampchicken vom 13.04.2026 (543 mal gelesen) | |
Zwischen rasender Aggression und konzeptioneller Tiefe positionieren sich MESSTICATOR mit ihrem Sophomore-Album "Total Mastery". Die aus Hamburg stammende Band hat sich nun auch einen Deal mit Testimony Records sichern können. Zwischen rasender Thrash-Attacke und vernichtender Death Metal-Wucht lässt sich der Sound der Jungs setzten. Inhaltlich verfolgt die Platte einen düsteren Ansatz: Im Mittelpunkt steht die Vorstellung einer übergeordneten Instanz, die über die Menschheit urteilt und sie für ihr Handeln zur Rechenschaft zieht. Ein Gedankenspiel, das ebenso bedrohlich wie faszinierend wirkt und der Musik eine zusätzliche Ebene verleiht. Wie sich das alles am Ende anhört und ob der Pressetext seinen vollmundigen Versprechungen gerecht wird, zeigt diese Review.Das Album eröffnet mit dem brachialen Intro 'The Pit Awaits ...', das bereits einen ersten Vorgeschmack auf den weiteren Verlauf der Platte liefert. Vor allem der dämonisch anmutende Spoken-Word-Part zu Beginn erzeugt sofort die richtige Atmosphäre und entfacht die Lust, sich direkt ins nächste Pit zu stürzen. Der erste vollwertige Track und eigentliche Opener folgt mit '... The Pitslayer' - passender könnte der Übergang kaum sein. Sofort wird man mitten ins Geschehen katapultiert, als stünde man selbst im Pit, umgeben von verzerrten Gitarren und keuchenden Growls. Rasende Blastbeats und ein intensives Riffgewitter treiben den Song gnadenlos nach vorne und sorgen für ein hohes Maß an Energie. Der Bass liefert dabei eine solide Grundlage, dürfte für meinen Geschmack jedoch noch etwas präsenter sein. Die Vocals präsentieren sich, wie schon zu Beginn, kompromisslos aggressiv und entfesselt - all hail the Pitslayer! 'High Ground' sowie 'One-Shot-Kill' präsentieren sich beide als energiegeladene High-Intensity-Tracks. Einen wesentlichen Anteil daran hat das präzise Drumming von Maik Weinhardt, dessen Blastbeats und rasante Double-Bass-Passagen die Songs konstant nach vorne treiben und das Soundkonzept voll zur Entfaltung bringen. Ergänzt wird das Ganze durch kreative Riffarbeit, Tremolo-Picking sowie zahlreiche Tempowechsel, die für zusätzliche Dynamik sorgen. Immer wieder brechen dabei hymnische Melodien durch, bevor die Songs in brachialere, breakdownartige Passagen übergehen und erneut an Fahrt aufnehmen - ein ständiges Wechselspiel, das absolut überzeugt. Besonders 'One-Shot-Kill' sticht zusätzlich durch einen unheimlichen Groove sowie tiefdunkle, markante Growls hervor, die kaum jemanden stillstehen lassen. Harmonisch und zugleich episch eröffnet 'Ruins Of Reason' seinen Lauf. Obwohl der Song später deutlich an Tempo zulegt, bleibt er von einer konstanten melancholischen Grundstimmung durchzogen. Besonders die Dual Vocals, getragen von Druck und unterschwelliger Aggression, wirken eindrucksvoll und intensiv. Auch das Gitarrensolo überzeugt durch seine ungewöhnliche Mischung aus Energie und Melancholie, wodurch es emotional besonders stark wirkt. Die Basslinie tritt hier zudem deutlich präsenter in den Vordergrund und verleiht dem Track zusätzliche Tiefe. Insgesamt zählt dieser Song klar zu den Highlights des Albums. Bei 'Human Mass Extinction' schlägt das Pendel wieder deutlicher in Richtung Death Metal aus. Der Track eröffnet mit finsteren Klangflächen und entwickelt schnell einen stampfenden Groove, der konstant das Gefühl vermittelt, dass jederzeit etwas eskalieren könnte. Besonders hervorzuheben sind die Vocals auf "Total Mastery", die durchgehend überzeugen und zuverlässig die passende Stimmung transportieren. Es zeigt sich einmal mehr, dass man es mit einem starken Album zu tun hat, wenn selbst das "Storytelling" der Gitarren so wirkungsvoll funktioniert. Insgesamt besitzt der Song eine enorme Live-Energie und dürfte sich als echter Abräumer auf der Bühne erweisen. 'Deathtouch' gehört zu den aggressivsten Stücken des Albums. Die Gitarren schneiden regelrecht durch den Mix, während der Gesang noch einmal eine zusätzliche Spur an Wut und Intensität gewinnt. Die instrumentale Fraktion liefert hier eine ihrer stärksten Leistungen ab: marschierende Drums gehen nahtlos in die bereits erwähnten schneidenden Gitarrenlinien über, getragen von einem kraftvollen Bassfundament. Auch eine zweite Stimmlinie kommt erneut zum Einsatz und erweitert das Klangbild um zusätzliche Tiefe. Vielleicht ist es nur mein Eindruck, aber das gesamte Soundkonzept weckt unmittelbar Assoziationen an einen Marsch in die Schlacht - als würde man einer übergeordneten, beinahe mythischen Macht entgegentreten. Mit 'Cougar Claws (Return Of The Leathermilf)' - was ein Name - erreicht das Album seinen Abschluss. Der Closer liefert ein Finale, wie es sein sollte, indem er noch einmal alle Stärken der Band bündelt. Treibende Grooves, tiefes, dunkles Growling und kreative Riffarbeit vereinen sich hier zu einem konsequenten Endpunkt. Fazit"Total Mastery" ist ein kraftvolles und vielseitiges Statement zwischen Death und Thrash Metal, das mit Energie, Kreativität und klarer Identität überzeugt. Trotz kleinerer Produktionsnuancen liefert MESSTICATOR ein durchgehend starkes Album, das sowohl auf Platte als auch live großes Potenzial entfaltet. Gesamtwertung: 9.0 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. The Pit Awaits... 02. One-Shot-Kill 03. The Pitslayer 04. High Ground 05. Ruins of Reason 06. Bloodsport 07. Mass Human Extinction 08. Skeletal Thorns 09. Deathtouch 10. The Tyrant's Scepter 11. Cougar Claws (Return of the Leathermilf) | Band Website: messticator.bandcamp.com/ Medium: CD, LP Spieldauer: 53:11 Minuten VÖ: 13.03.2026 |
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