Axel Rudi Pell - Ghost Town | |
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| Review von Stormrider vom 23.03.2026 (808 mal gelesen) | |
Ein neues AXEL RUDI PELL-Album zu besprechen ist gar nicht so einfach, denn wie Lemmy schon philosophierte: "Everything changes, it all stays the same." Und so bewegt sich auch das neue Album "Ghost Town" in einem klar abgesteckten musikalischen Kosmos, der sich mittlerweile über Jahrzehnte bewährt hat und in dem Überraschungen eher im Detail zu finden sind denn den Hörer mit großem Knall konfrontieren. Das merkt man schon, wenn man sich das Albumcover ansieht. AXEL RUDI PELL as AXEL RUDI PELL can be sozusagen. Es überrascht also wenig, dass auch dieses Album mit einem instrumentalen Intro eröffnet wird. Tradition will schließlich gewahrt werden. Dabei funktioniert 'The Regicide (Intro)' weniger als spannungsgeladener Auftakt, sondern vielmehr wie eine sanfte Einstimmung, oder fast schon wie eine Einschlafhilfe. Zum Glück folgt im Anschluss mit 'Guillotine Walk' wieder der Gang in die vertrauten Gefilde aus Hard Rock mit metallischem Einschlag. Trotzdem bleibt der Song etwas blass, wenn man ihn mit manchem anderen Asskicker vergleicht, den AXEL RUDI PELL in der Vergangenheit zu Beginn ihrer Alben parat hatten. Die vergleichsweise sparsame Instrumentierung und ein etwas klinisch wirkender Drumsound nehmen dem Gang zum Fallbeil die Wucht, die man sich an dieser Stelle wünschen würde.Danach wird es kratzig. Denn bei 'Breaking Seals' kommt es zu einem Duett von Fronter Johnny Gioeli und Udo Dirkschneider. Die Solinger Metallegende bringt durch sein Organ eine andere Dimension in den Sound, was dem Album eine spürbar rauere Komponente mitgibt. Natürlich treffen hier zwei Legenden des aus Deutschland kommenden Metal aufeinander, dennoch funktioniert das für mich nur bedingt. Die Stimme von Johnny, der ja eine sehr klare Stimme hat und die von Udo, der einfach dreckig und kratzbürstig daherkommt, harmonieren zu wenig. Und in meinen Ohren wirkt es sehr er- oder besser gezwungen. Danach kommen klassische ARP-Tracks, die so auf jedem der Vorgänger hätten auch stehen können. Sie wären weder positiv aufgefallen noch negativ hinten runtergepurzelt. Es ist ein Fluch und Segen zugleich, dass man sehr genau weiß, was man in steter Regelmäßigkeit von Wattenscheids Finest geliefert bekommt. Eine schöne Reminiszenz an die alten Tage wird dann aber für mich zum Highlight von "Ghost Town". Der Gitarreneffekt in 'The Enemy Within' erinnert mich an das grandiose 'Land Of The Giants'. Am Ende stellt sich bei einem ARP-Album mittlerweile erwartungsgemäß nur noch eine Frage: Wie gut sind die Songs? Denn über die Griffbrettkünste von Mr. Pell muss man ohnehin keine großen Worte mehr verlieren - ebenso wenig über die stetig grandiose Gesangsleistung oder die Fähigkeiten der übrigen Bandmitglieder. Hier agieren durchweg Musiker auf höchstem Niveau, die genau wissen, was sie tun. Einzig der bereits erwähnte Drumsound wirkt dieses Mal etwas sehr künstlich und geht als Achillesferse durch. Und damit zurück zur Frage. Es geht bei einem neuen ARP-Album nicht mehr darum, ob die Tracks schlecht oder gut sind, sondern nur noch um die Nuancen zwischen gut und sehr gut. "Ghost Town" reiht sich genau dazwischen ein. Größtenteils als solides, stellenweise starkes Album, wird es den Erwartungen der geneigten Fans bestimmt gerecht werden, jedoch ohne sie dabei massiv zu über- oder zu untertreffen. Gesamtwertung: 7.0 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. The Regicide (Intro) 02. Guillotine Walk 03. Breaking Seals 04. Ghost Town 05. Holy Water 06. The Enemy Within 07. Hurricane 08. Sanity 09. Towards The Shore 10. Steps Of Stone 11. Higher Call | Band Website: www.axel-rudi-pell.de Medium: CD, LP, Digital Spieldauer: 55:54 Minuten VÖ: 20.03.2026 |
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Ein neues AXEL RUDI PELL-Album zu besprechen ist gar nicht so einfach, denn wie Lemmy schon philosophierte: "Everything changes, it all stays the same." Und so bewegt sich auch das neue Album "Ghost Town" in einem klar abgesteckten musikalischen Kosmos, der sich mittlerweile über Jahrzehnte bewährt hat und in dem Überraschungen eher im Detail zu finden sind denn den Hörer mit großem Knall konfrontieren. Das merkt man schon, wenn man sich das Albumcover ansieht. AXEL RUDI PELL as AXEL RUDI PELL can be sozusagen. Es überrascht also wenig, dass auch dieses Album mit einem instrumentalen Intro eröffnet wird. Tradition will schließlich gewahrt werden. Dabei funktioniert 'The Regicide (Intro)' weniger als spannungsgeladener Auftakt, sondern vielmehr wie eine sanfte Einstimmung, oder fast schon wie eine Einschlafhilfe. Zum Glück folgt im Anschluss mit 'Guillotine Walk' wieder der Gang in die vertrauten Gefilde aus Hard Rock mit metallischem Einschlag. Trotzdem bleibt der Song etwas blass, wenn man ihn mit manchem anderen Asskicker vergleicht, den AXEL RUDI PELL in der Vergangenheit zu Beginn ihrer Alben parat hatten. Die vergleichsweise sparsame Instrumentierung und ein etwas klinisch wirkender Drumsound nehmen dem Gang zum Fallbeil die Wucht, die man sich an dieser Stelle wünschen würde.
