Shatterheart - Infernal Symphony | |
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| Review von Metal Guru vom 13.03.2026 (477 mal gelesen) | |
SHATTERHEART sind Olle Bengtsson (Drums), Johan Bergman (Guitars), Alicke Kostopoulou (Vocals), Daniel Lyngsaa Larsson (Keyboards) und Jonathan Strand (Bass). Der schwedische Fünfer kommt aus Göteborg, formierte sich im Jahre 2024 und beackert das weite Feld des gotischen/symphonischen Metalls. Sämtliche damit verbundene Klischees werden auf ihrem vorliegenden Full-Length-Debüt erfüllt: eine mittelhochfrequente Front-Sirene/vier hintergründige Dustermänner, breitbandige Gitarren (mehr Riff'n'Rhythm, weniger Soli), majestätische Keyboards (mehr Flächen, weniger Linien), rassige (= ins Ohr gehende) Refrains/standardisierte (= grundtonlastige) Strophen und Rhythmen vorzugsweise im volksverträglichen Vierviertel. Alles klar ..."Infernal Symphony" besteht aus zehn Stücken in 51 gotisch-melodischen Minuten und 42 metallisch-symphonischen Sekunden. Von irgendeinem "Inferno" kann - entgegen dem Albumtitel - keine Rede sein! Fronterin/Sängerin Alicke vokalisiert gerne/lang/oft mit sich selbst in verschiedenen, letztlich aber immer gleichen Intervallen - thanks to modern day studio trickery! Zwecks lifehaftiger Umsetzung gibt's hierzu folgende Möglichkeiten: Backing Vocals vom Band (= aka Rechner, Stupidfon, USB-Stick) zum Click, Backing Vocals von einem Gastsänger/einer Gastsängerin, Backing Vocals synthetisch generiert, no Backing Vocals at all. Hm, mir persönlich gefällt keine der vier Möglichkeiten besonders gut, aber was soll's - diese Lösungen der "Backing Vocals unter Live-Bedingungen-Problematik" sind über Jahre zu einer Art "common practice" geworden, die Modern-Day-Youngsters all over the place anwenden, ohne auch nur ansatzweise rot zu werden. Druff jeschissn! Generell bestehen die Songs aus grundierendem Bass/rhythmisierendem Schlachzeuch, vielen Gitarren/vielen (gleich lauten) Keyboards, relativ monotonen Strophen/umso gefälligeren Refrains und Alickes schönem Gesang. Gaaanz gelegentlich schreit sie auch - DAS gefällt (mir) fast am besten! Tempomäßig bewegen sich die Schweden im mäandernden Mittelfeld, wobei der tempogedrosselte Track No. 8 ('Forever Will Last') als klassische Ballade durchgeht. Das abschließende Titelstück vereint sämtliche vorgestellte Elemente mit NOCH mehr Saiten, NOCH mehr Tasten (wollte erst "Pauken und Trompeten" schreiben, aber DIE tauchen natürlich nicht auf) und NOCH mehr schönem Gesang. Grundsätzlich mag ich Gothic/Symphonic Metal (= EDENBRIDGE, EPICA, LEAVES' EYES, NIGHTWISH, THEATRE OF TRAGEDY ...). Unterschiede gibt's dennoch/mach' ich trotzdem. Der Beipackzettel prognostiziert SHATTERHEART (Zitat): "... with their experience and passion, the band now aims to carve a name for themselves in the world of Symphonic Metal". Ja, DAS wünsch' ich ihnen auch! Und die Band (als aufstrebende/junge/neue Gotik Symphoniker:innen) machen ihre "Sache" sicher gut, stechen aber inmitten der immer unüberschaubarer werdenden Masse ähnlich gelagerter Kapellen nicht sonderlich hervor. Soll heißen: Alles a bisserl zu bieder/zu brav, zu erwartungsgemäß/zu normal, zu standard/zu vorherhörbar. A bisserl mehr Experimentierfreude, Frechheit, Mut wären's gewesen. Na, vielleicht beim nächsten Mal? Gesamtwertung: 6.0 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Afterlife (05:47) 02. Nightchild (03:39) 03. No Rest (04:41) 04. A Shattered Heart (03:41) 05. Betrayal (04:15) 06. The Ghosts Remain (feat. Ambre Vourvahis) (04:12) 07. Raging Storm (03:56) 08. Forever Will Last (05:07) 09. Ground Turns To Dust (04:34) 10. Infernal Symphony (11:50) | Band Website: Medium: CD Spieldauer: 51:42 Minuten VÖ: 06.02.2026 |
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SHATTERHEART sind Olle Bengtsson (Drums), Johan Bergman (Guitars), Alicke Kostopoulou (Vocals), Daniel Lyngsaa Larsson (Keyboards) und Jonathan Strand (Bass). Der schwedische Fünfer kommt aus Göteborg, formierte sich im Jahre 2024 und beackert das weite Feld des gotischen/symphonischen Metalls. Sämtliche damit verbundene Klischees werden auf ihrem vorliegenden Full-Length-Debüt erfüllt: eine mittelhochfrequente Front-Sirene/vier hintergründige Dustermänner, breitbandige Gitarren (mehr Riff'n'Rhythm, weniger Soli), majestätische Keyboards (mehr Flächen, weniger Linien), rassige (= ins Ohr gehende) Refrains/standardisierte (= grundtonlastige) Strophen und Rhythmen vorzugsweise im volksverträglichen Vierviertel. Alles klar ...
