Fading Aeon - Fading Aeon | |
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| Review von ReviewRalle vom 12.03.2026 (519 mal gelesen) | |
Das deutsche Melodic Death Metal-Trio FADING AEON aus dem idyllischen Kronach ist bereits seit 2014 aktiv und hat 2019 mit "A Warrior's Tale" und 2021 mit "The Voices Within" bereits zwei Alben veröffentlicht. Mit ihrem dritten und selbstbetitelten Album "Fading Aeon" meldet sich die Band nach knapp 5 Jahren am 13.03.2026 zurück. Das Trio scheint sich in diesen 12 Jahren auch treu geblieben zu sein, was bei Underground-Bands nicht immer gegeben ist. Das merkt man auch schnell im Sound und Songwriting der Band: Die Jungs wissen genau, wie sie welche Instrumente und den Gesang einsetzen und zur Geltung bringen wollen. Doch dazu später mehr.Wer sich beim Blick auf das Artwork an die ikonischen Melodic Death Metaller DARK TRANQUILLITY aus Schweden erinnert fühlt, liegt genau richtig, denn das tolle Artwork stammt aus der Feder von niemand Geringerem als Niklas Sundin, der bis 2020 Teil der Band war und bis heute als Illustrator tätig ist. Wer jetzt auch denkt, die Schweden hätten einen Einfluss auf den Sound von FADING AEON, hat nicht ganz unrecht, doch der Sound ist ebenfalls von eher progressiven Bands wie BE'LAKOR oder atmosphärischen Klängen (wie INSOMNIUM sie in den Melodic Death Metal einbauen) beeinflusst. Wir bekommen also eher epischen, atmosphärischen und anspruchsvollen Melodic Death Metal um die Ohren als reine geballte Aggression. Diese ist natürlich auch vorhanden, nur nicht essenziell. Auch die Produktion passt dazu: Diese ist zwar modern, aber nicht klinisch und gibt den Gitarren einen durchaus eigenen Charakter. Das sieht man auch schnell bei einem Blick auf die Tracklist, denn das Album enthält zwar nur fünf Songs, kommt dennoch auf eine Spielzeit von über 47 Minuten. Wobei der "kürzeste" Song mit gut siebeneinhalb und der längste mit knapp 12 Minuten zu Buche schlägt. Nicht unbedingt Musik zum Nebenbeihören, klar, klingt passiv gehört auch geil, aber das hier ist Musik, der man sich aktiv hingeben und die man voll in sich aufsaugen sollte, denn erst dann kann die vielschichtige Musik ihre volle Wirkung zeigen. Und selbst dann benötigt es mehrere Anläufe, um sämtliche Aspekte zu erkennen und zu verarbeiten. Man findet eigentlich immer neue Details, die einen weiteren Durchlauf rechtfertigen. Was das Trio hier an Spannungsbögen aufbaut ist wirklich hervorragend, von träumerischen Passagen, die einen gedanklich abdriften lassen, geht es spielend leicht in Momente über, die einen ihrer einprägsamen Melodien oder einem angezogenen Härtegrad wegen wieder vollends packen und aufwirbeln. Dass alle Beteiligten ihre Instrumente auf einem sehr hohen Niveau beherrschen, merkt man sehr schnell, und das gilt auch für den Gesang, denn sowohl die Saitenfraktion, die Keyboards und das Schlagzeug als auch der Gesang kommen äußerst facettenreich daher und liefern alles ab, was der Melodic Death Metal-Fan begehrt. Einprägsame Leads, schwere Riffs, große Melodien, eingängige Refrains, atmosphärische Keyboards, Blast Beats, you name it, es ist alles vorhanden. FADING AEON setzen mit ihrem dritten Album ein deutliches Ausrufezeichen in der Melodic Death Metal-Szene und werden hoffentlich für einige Furore sorgen. Wer sich nach komplexer, aber dennoch eingängiger Musik sehnt, wird mit "Fading Aeon" mehr als glücklich. Viel besser geht es kaum. 9/10 Gesamtwertung: 9.0 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. The Tree Of Knowledge 02. Progressive Self-Destruction 03. The Awakening 04. Fall Into The Icarian Sea 05. Metamorphosis - The Endless Cycle | Band Website: www.fadingaeon.de/band/ Medium: CD, Digital Spieldauer: 47:43 Minuten VÖ: 13.03.2026 |
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Das deutsche Melodic Death Metal-Trio FADING AEON aus dem idyllischen Kronach ist bereits seit 2014 aktiv und hat 2019 mit "A Warrior's Tale" und 2021 mit "The Voices Within" bereits zwei Alben veröffentlicht. Mit ihrem dritten und selbstbetitelten Album "Fading Aeon" meldet sich die Band nach knapp 5 Jahren am 13.03.2026 zurück. Das Trio scheint sich in diesen 12 Jahren auch treu geblieben zu sein, was bei Underground-Bands nicht immer gegeben ist. Das merkt man auch schnell im Sound und Songwriting der Band: Die Jungs wissen genau, wie sie welche Instrumente und den Gesang einsetzen und zur Geltung bringen wollen. Doch dazu später mehr.
