Locus Noir - Shadow Sun | |
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| Review von Opa Steve vom 08.03.2026 (490 mal gelesen) | |
Ob Benjamin Nominet aktuell bei den schweizer Industrial-Metallern SYBREED noch aktiv ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Allerdings hat er genug Zeit, mit LOCUS NOIR (ja, der Bandname lädt zu flachen Wortspielen ein) etwas Neues und stilistisch Anderes auf die Beine zu stellen. Unterstützt wird er dabei von seinem SYBREED-Kollegen Ales. Das Debüt "Shadow Sun" lässt den 90er Gothic Metal wieder auferstehen - und das durchaus im wohlgemeinten Sinn. Nicht doomig oder pseudodüster wie viele Bands heute, sondern tanzbar, flott und dennoch für die Geschöpfe der Nacht gemacht. Hier steckt der klassische Indie-Sound und das Gothic Rock-Feeling der 80er noch in jedem Gitarrenchorus-Effekt, in jedem Arpeggio und in jedem Hall, die den Musikstil so vielschichtig und gleichzeitig entrückt klingen lassen. Der Bariton von Benjamin ist nicht gerade die düsterste Grabesstimme unter dem Vollmond, aber folgt den Vorbildern des Genres mit durchaus flottem Schritt. Uptempo-Rocker wie 'She Haunts The Night' und 'Full Moon Therianthropy' könnten Dancefloor-Hits auf jeder gotisch angehauchten Party sein und 'Reburial' hat auch einige Parallelen zu PARADISE LOST. Und das LADY GAGA-Cover 'Marry The Night' stilistisch nahtlos in den restlichen Mix der Scheibe einzureihen, das muss man auch erst mal unfallfrei schaffen. Tatsächlich ist das Ergebnis richtig gelungen.Schön, dass dieses kurz aufgeblitzte Genre von vor 30 Jahren noch nicht aus der Mode gekommen ist. Meiner Meinung nach ist das Potenzial dieses Stilmixes noch gar nicht wirklich ausgeschöpft. "Shadow Sun" ist ein gelungenes Wiederaufleben dieses Sound. Gesamtwertung: 7.0 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Walpurgisnacht 1996 02. Shadow Sun 03. Cemetery Youth 04. A Dismal Romance 05. She Haunts The Night 06. Thicker Than Darkness Itself 07. In Despair We Trust 08. Death, That Elusive Mistress 09. Hollow 10. Full Moon Therianthropy 11. Reburial Bonus tracks: 12. Marry The Night (Lady Gaga cover) 13. How Harsh Is The Light Of Dawn | Band Website: Medium: CD Spieldauer: 52:24 Minuten VÖ: 27.02.2026 |
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Ob Benjamin Nominet aktuell bei den schweizer Industrial-Metallern SYBREED noch aktiv ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Allerdings hat er genug Zeit, mit LOCUS NOIR (ja, der Bandname lädt zu flachen Wortspielen ein) etwas Neues und stilistisch Anderes auf die Beine zu stellen. Unterstützt wird er dabei von seinem SYBREED-Kollegen Ales. Das Debüt "Shadow Sun" lässt den 90er Gothic Metal wieder auferstehen - und das durchaus im wohlgemeinten Sinn. Nicht doomig oder pseudodüster wie viele Bands heute, sondern tanzbar, flott und dennoch für die Geschöpfe der Nacht gemacht. Hier steckt der klassische Indie-Sound und das Gothic Rock-Feeling der 80er noch in jedem Gitarrenchorus-Effekt, in jedem Arpeggio und in jedem Hall, die den Musikstil so vielschichtig und gleichzeitig entrückt klingen lassen. Der Bariton von Benjamin ist nicht gerade die düsterste Grabesstimme unter dem Vollmond, aber folgt den Vorbildern des Genres mit durchaus flottem Schritt. Uptempo-Rocker wie 'She Haunts The Night' und 'Full Moon Therianthropy' könnten Dancefloor-Hits auf jeder gotisch angehauchten Party sein und 'Reburial' hat auch einige Parallelen zu PARADISE LOST. Und das LADY GAGA-Cover 'Marry The Night' stilistisch nahtlos in den restlichen Mix der Scheibe einzureihen, das muss man auch erst mal unfallfrei schaffen. Tatsächlich ist das Ergebnis richtig gelungen.
