Fili Bibiano's Fortress - Death Is Your Master | |
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| Review von Stormrider vom 07.03.2026 (516 mal gelesen) | |
FORTRESS - Festung! Was für ein starkes Wort, welche Kraft und Erhabenheit darin steckt. Das dachte sich schon so manche Metalband, weshalb bei Metal Archives auch circa zwanzig Bands mit diesem Namen gelistet sind. Um also die Verwechslungen ein wenig einzudämmen, hat man sich nun nach dem Namensgeber benannt und hört nun auf den schönen Namen FILI BIBIANOS FORTRESS. Und ganz ehrlich, das hat irgendwie nicht mehr so viel Kraft und Erhabenheit, sondern klingt eben wie jemand, der in seinem Kinderzimmer seine Festung gebaut hat und einen Zettel an die Tür geklebt: Meine Festung! Aber darum soll es am Ende ja auch gar nicht gehen, wie vergeben nicht den Pulitzerpreis, sondern wollen Schmackes auf die Ohren. Und da muss man sagen, dass das Quartett aus Kalifornien einiges für den geneigten US Metal-Fan zu bieten hat. Schon das Debüt "Don't Spare The Wicked" wusste ja zu gefallen, und weil High Roller Records in 99% der Fälle guten Geschmack bei der Auswahl der Bands haben, dürfen Fans von geradlinigem Stahl auch direkt in "Death Is Your Master" reinhören. Wer nach dem Opener 'Flesh & Dagger' nicht weiß, was er zu erwarten hat, der wird es niemals haben, dieses Gefühl von weißen Turnschuhen, engen Jeans und vielleicht noch einem Leopardenstirnband. Ja, alles an diesem Album klingt irgendwie, wie US Metal eben Mitte der 80er klang. Das ist insofern auch gar nicht schlecht, denn Fili, der neben Gitarre auch für Bass und Synthies verantwortlich zeichnet, schüttelt sich ein paar sehr knackige Riffs aus dem Ärmel und weiß sehr wohl, wie man das Griffbrett shreddet. Daneben kann Neufronter Juan Aguila mit einer kräftigen und gleichzeitig hohen Stimme punkten. Die Single 'The Fugitive' holt dann alle ab, die sich gerne in Ohohos und Ahahas verlieren, und in 'Blackest Night' gibt sich der frühere Vokalakrobat Chris Nuñez noch mal die Ehre. Wer seinen Stahl gerne innovativ mag, der sollte nicht versuchen diese Festung zu erobern. Denn dafür sind die Mauern zu stark auf alles ausgerichtet, was die Chains & Leather & Rivets-Fraktion abfeiern wird. Wer also für knapp 35 Minuten mal wieder feinen geschmiedeten US-Stahl hören möchte, macht hier nichts falsch. Gesamtwertung: 8.0 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Flesh And Dagger 02. Savage Sword 03. Fugitive 04. Night City 05. Blackest Night (feat. Chris Nuñez) 06. Maze 07. B.Y.O.D. | Band Website: Medium: CD, LP Spieldauer: 34:22 Minuten VÖ: 30.01.2026 |
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FORTRESS - Festung! Was für ein starkes Wort, welche Kraft und Erhabenheit darin steckt. Das dachte sich schon so manche Metalband, weshalb bei Metal Archives auch circa zwanzig Bands mit diesem Namen gelistet sind. Um also die Verwechslungen ein wenig einzudämmen, hat man sich nun nach dem Namensgeber benannt und hört nun auf den schönen Namen FILI BIBIANOS FORTRESS. Und ganz ehrlich, das hat irgendwie nicht mehr so viel Kraft und Erhabenheit, sondern klingt eben wie jemand, der in seinem Kinderzimmer seine Festung gebaut hat und einen Zettel an die Tür geklebt: Meine Festung!
