Marianas Rest - The Bereaved | |
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| Review von Dead_Guy vom 06.03.2026 (519 mal gelesen) | |
Für Freunde von melodischem, keyboardgeschwängertem (Death) Metal könnten die Finnen MARIANAS REST eine Entdeckung wert sein, denn stilistisch bewegen die sich in der Nähe zu Landsleuten wie AMOPRHIS oder INSOMNIUM. Zehn Songs lang wird man von einer cineastischen Atmosphäre umhüllt, wobei es geschafft wird, den Bombast knapp nicht ins Kitschige ausufern zu lassen. Das Material ist zwar einerseits auf den Punkt kommend, hat aber die eine oder andere entweder proggige oder postige Verzierung wie ruhige Intros und Interludes, die mit am spannendsten sind. Auch der gern eingestreute Clean-Gesang ist stimmig und ein Pluspunkt auf diesem Album. Leider nehmen für meinen Geschmack die Keyboards gerne zu viel Raum ein, wodurch den Gitarren oft die Show gestohlen wird und diese oft zum reinen Riffgeschrubbe verkommen. Dass diese mehr können, zeigen sie zum Beispiel in emotionalen Solos, was das verschenkte Potenzial noch mal vor Augen führt. Auch sorgt das konsequente Beharren auf eine Geschwindigkeit im unteren Midtempo nicht unbedingt für mehr Begeisterung meinerseits, und auch die Momente, wo die Band gerne düsterer klingen würde, verfehlen ihre Wirkung. Das klingt am Ende alles negativer als es ist, und man kann sich durchaus in dieser schönen Stimmung zum Träumen fallen lassen, sollte aber kein Problem mit einer gewissen Lieblichkeit und Gleichförmigkeit haben. Trotz alledem ist es ein gut durchzuhörendes Werk, was halt durch die genannten Kritikpunkte ein gutes Stück unter seinen Möglichkeiten bleibt. Gut, aber dank fehlender Abwechslung auch überraschungsarm, und man bekommt ein Album, in das man sich reinlegen kann, bei dem tiefergehende Emotionen aber größtenteils abhanden kommen.
Gesamtwertung: 7.5 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Thank You For The Dance 02. Rat In The Wall 03. Divided 04. Again Into The Night 05. Burden 06. Diamonds In The Rough 07. Pity The Living 08. Goodbyes And Good Intentions 09. Tyhjä 10. The Colour Of You | Band Website: www.marianasrest.com/ Medium: CD Spieldauer: 57:10 Minuten VÖ: 16.01.2026 |
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Für Freunde von melodischem, keyboardgeschwängertem (Death) Metal könnten die Finnen MARIANAS REST eine Entdeckung wert sein, denn stilistisch bewegen die sich in der Nähe zu Landsleuten wie AMOPRHIS oder INSOMNIUM. Zehn Songs lang wird man von einer cineastischen Atmosphäre umhüllt, wobei es geschafft wird, den Bombast knapp nicht ins Kitschige ausufern zu lassen. Das Material ist zwar einerseits auf den Punkt kommend, hat aber die eine oder andere entweder proggige oder postige Verzierung wie ruhige Intros und Interludes, die mit am spannendsten sind. Auch der gern eingestreute Clean-Gesang ist stimmig und ein Pluspunkt auf diesem Album. Leider nehmen für meinen Geschmack die Keyboards gerne zu viel Raum ein, wodurch den Gitarren oft die Show gestohlen wird und diese oft zum reinen Riffgeschrubbe verkommen. Dass diese mehr können, zeigen sie zum Beispiel in emotionalen Solos, was das verschenkte Potenzial noch mal vor Augen führt. Auch sorgt das konsequente Beharren auf eine Geschwindigkeit im unteren Midtempo nicht unbedingt für mehr Begeisterung meinerseits, und auch die Momente, wo die Band gerne düsterer klingen würde, verfehlen ihre Wirkung. Das klingt am Ende alles negativer als es ist, und man kann sich durchaus in dieser schönen Stimmung zum Träumen fallen lassen, sollte aber kein Problem mit einer gewissen Lieblichkeit und Gleichförmigkeit haben. Trotz alledem ist es ein gut durchzuhörendes Werk, was halt durch die genannten Kritikpunkte ein gutes Stück unter seinen Möglichkeiten bleibt. Gut, aber dank fehlender Abwechslung auch überraschungsarm, und man bekommt ein Album, in das man sich reinlegen kann, bei dem tiefergehende Emotionen aber größtenteils abhanden kommen.
