Vreid - The Sky Turns Black | |
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| Review von Krümel vom 07.03.2026 (523 mal gelesen) | |
Die norwegische Band VREID hatte mir in früheren Jahren mit 'Milorg' (2009) und 'V' (2011) gleich zwei Mal hintereinander Extreme Metal-Alben beschert, für die ich amtliche zehn Blutstropfen vergeben habe. Als sich die Stilistik der Musiker im Laufe der Zeit etwas veränderte, konnte ich tatsächlich weniger mit den Folgescheiben anfangen. Seit über zehn Jahren habe ich das Werk gar nicht mehr verfolgt. Dennoch wollte ich mal wieder hören, wo man sich hin entwickelt hat und habe mir das aktuelle Werk "The Skies Turn Black" zu Gemüte geführt.Der Opener 'From The Woods' fängt melodisch an, hämmert dann richtig los, bevor er in der Mitte wieder ruhiger wird, zum Ende aber erneut schnelle Fahrt aufnimmt - unverkennbar VREID. Auch die beiden folgenden Stücke 'The Skies Turn Black' und 'A Second Death' tragen die Trademarks der Norweger in sich, wobei ersteres deutlich weniger ins Ohr geht. Mit 'Kraken' konnte die Band schon im Vorfeld einen kleinen Coup landen: Dieses Stück stellt nämlich das Maintheme des gleichnamigen norwegischen Kinofilms dar. Kling ganz gut und passend würde ich sagen. Was VREID allerdings mit Stück Nummer fünf, einer Gemeinschaftsarbeit mit Sängerin Agnete Kjølsrud (DJERV), bezwecken wollen ... ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung. Was immer der Hintergrund dafür war, für mich stellt 'Loving The Dead' jedenfalls den mit Abstand unpassendsten Song auf dem Album beziehungsweise für VREID überhaupt dar. Nicht nur das, er gefällt mir absolut nicht. Aber wie immer im Leben ist alles Geschmackssache; vermutlich sehen andere das anders. Zum Glück (für mich) reißen dann 'Build & Destroy' sowie das schön nordisch-kalte 'Chaos' das Ruder wieder herum und die Mannen zeigen ihre gewohnte Härte der früheren Jahre. Auch 'Flammen' sowie 'Smile Of Hate' wissen auf ihre Art zu gefallen, während 'Echoes Of Life' erneut untypisch für VREID ist. Hört man hier doch durchgängig nur klare Gitarren, minimalistisches Drumming, Keyboardtöne und säuselnden Gesang. Den Abschluss bildet 'The Earth Rumbles', von dem ich aufgrund des Songtitels irgendwie ein musikalisches Erdbeben erwartet habe. Ein solches ist das melodische Stück allerdings leider nicht. Und so endet "The Skies Turn Black" nicht extrem-metallisch, sondern mit Chören ... Mein Fazit nach mehreren Hördurchläufen: VREID präsentieren sich in unterschiedlichen Facetten - aber mit definitiv weniger Härte als früher. Sie klingen viel eingängiger, was mir persönlich teilweise viel zu leicht ist. Schade - mit Ausnahme von 'From These Woods' (siehe auch das Video weiter unten), welches von Anfang an mein Favorit war, und 'Chaos' kann mich das Album nicht wirklich überzeugen. Aber wie gesagt, das ist mein persönlicher Geschmack und die Musik ist ja weit weg davon schlecht zu sein. Vielleicht können sich die Norweger mit der weniger harten Ausrichtung eine Fangemeinde aufbauen, die zu dem Extreme Metal von damals keinen Zugang gefunden hat. Gesamtwertung: 7.0 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. From These Woods 02. The Skies Turn Black 03. A Second Death 04. Kraken (From the Official Motion Picture Soundtrack "Kraken") 05. Loving The Dead 06. Build & Destroy 07. Chaos 08. Flammen 09. Smile Of Hate 10. Echoes Of Life 11. The Earth Rumbles | Band Website: www.vreid.no Medium: CD, LP Spieldauer: 55:43 Minuten VÖ: 06.03.2026 |
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Die norwegische Band VREID hatte mir in früheren Jahren mit 'Milorg' (2009) und 'V' (2011) gleich zwei Mal hintereinander Extreme Metal-Alben beschert, für die ich amtliche zehn Blutstropfen vergeben habe. Als sich die Stilistik der Musiker im Laufe der Zeit etwas veränderte, konnte ich tatsächlich weniger mit den Folgescheiben anfangen. Seit über zehn Jahren habe ich das Werk gar nicht mehr verfolgt. Dennoch wollte ich mal wieder hören, wo man sich hin entwickelt hat und habe mir das aktuelle Werk "The Skies Turn Black" zu Gemüte geführt.
