Lords Of Salem - Supersonic Vampire Pussy

Review von Stormrider vom 05.03.2026 (537 mal gelesen)
Lords Of Salem - Supersonic Vampire Pussy Ein plakativer Albumtitel wie "Supersonic Vampire Pussy" mit diesem, zugegebenermaßen sehr kunstvollen Coverartwork, ist wohl nur im Underground möglich. Und genau dort kann man die LORDS OF SALEM mit ihrem Debütalbum auch verorten. Leicht räudiger Horror Rock, der im Opener, 'Hills Have Eyes', mit einem guten Einstiegsriff punktet. Obwohl es ansonsten keine musikalischen Überschneidungspunkte gibt, erinnert mich das ganze aber ein wenig an Mittneunziger GRAVE DIGGER, die sich mit THE 69 EYES paaren. Und Letztere sind dann irgendwie natürlich auch die bessere Referenz, was im zweiten Track 'Miss Demoness' deutlich wird, der sich als knackiger Rocker erweist und stark in Richtung WEDENSDAY13 schielt. Die 437 Fucks sind mir dann aber doch ein wenig zu viel. Dass man dennoch versucht, sich im vergleichsweise eng gesteckten Horror Rock-Rahmen breit aufzustellen, zeigen die dritten unterschiedlichen Vocals im dritten Song 'Blood Orgy', der mit cleanen Vocals startet, bevor er zurück in die Genrenormalität wechselt. Der tragende Keyboardteppich liefert dabei eine sehr passende Untermalung. In der Folge gibt es dann wirklich ziemlich genau das, was Fans der genannten WEDNESDAY13, THE 69 EYES oder ROB ZOMBIE gut finden werden. In 'German Zombie Attack' werden die Großstädte Deutschlands von Zombies überrannt, und mit 'Eternal Love' gibt es noch eine seichte Ballade, die leider so gar keine Gänsehautmomente erzeugen kann. Leider flacht "Supersonic Vampire Pussy" nach dem guten Start ein wenig ab. Der Titeltrack kann nicht wirklich überzeugen und liefert eigentlich nur einen coolen Albumtitel und wer die DIETER HALLERVORDEN-Referenz in 'Carnivore' findet, bekommt natürlich einen Bonuspunkt. Was dem Album ein wenig fehlt, das sind die wirklich greifbaren Refrains, die sich dauerhaft durch die Kadaver in das zerquetschte Zombiehirn fräsen. Das meiste Potenzial offenbart hierbei 'Summoned Them From Their Graves'. Wenn die LORDS OF SALEM zukünftig durchgehend auf dem Niveau liefern, dann kann man auch zu den Horror-Urvätern ein wenig aufschließen. Denn grundsätzlich weiß der von der Band selbstgewählte "Dead Pop Sex Action"-Sound durchaus zu gefallen. Ein paar Schräubchen müssen halt noch gedreht werden, aber ein guter Start in die nächste Zombie-Apokalypse ist es auf jeden Fall.

Gesamtwertung: 6.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Hills Have Eyes
02. Miss Demoness
03. Blood Orgy
04. German Zombie Attack
05. Supersonic Vampire Pussy
06. Eternal Love
07. Summoned Them From Their Graves
08. 1000 Ways To Die
09. Carnivore
Band Website: www.lords-of-salem.de
Medium: CD
Spieldauer: 36:54 Minuten
VÖ: 06.03.2026

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