Therion - Con Orquesta | |
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| Review von Eddieson vom 09.02.2026 (3356 mal gelesen) | |
Jetzt noch groß über die Death Metal-Vergangenheit von THERION zu schwadronieren ist wohl ziemlich überflüssig. Ich kann mir gut vorstellen, dass der Großteil der heutigen Zielgruppe und auch der 11.000 Leute, vor denen dieses Livealbum in Mexico City aufgenommen wurde, gar nicht wissen, dass die Wurzeln von THERION im extremen Metal liegen. Vielleicht täusche ich mich da auch, wer weiß das schon. Dennoch sollte man bei den Schweden nicht immer nur auf die Vergangenheit schauen. THERION haben ihren Stil gefunden, und den leben sie nun völlig aus. Und das aus voller Überzeugung und mit ganz viel Leidenschaft. Das hört man nicht nur auf der aktuellen "Con Orquesta", sondern man fühlt es.Es ist etwas überraschend, dass die Schweden um Christofer Johnsson schon wieder einen Live-Mitschnitt auf den Markt bringen, kam doch grad erst "Live In Budapest" und "Live In Atlanta" vor wenigen Jahren. Aber gut, "Con Orquesta" ist da wohl noch mal ein ganz anderes Kaliber. 2006 und 2007 standen THERION schon mal mit einem ganzen Orchester auf der Bühne und Mastermind Johnsson war sich unsicher, ob er das jemals noch mal durchziehen möchte. Doch er tat es. Zusammen mit dem Orquesta Sinfónica Nacional de México hat er einigen alten Songs neues Leben beziehungsweise neue Arrangements eingehaucht und so bilden klassischer Metal und klassische Musik eine ganz eigene Symbiose. Wenn man diesem Genre zugeneigt ist, kommt man einfach nicht mehr an THERION vorbei, kaum eine Band schafft die Mischung aus Klassik und Metal so zu verbinden, als wäre es eine Musik. "Con Orquesta" ist auch soundmäßig ganz klassisch gehalten. Das Album klingt nach wenig bis gar keiner Nachbearbeitung. Band, Orchester und Publikum sind gut differenziert rauszuhören, die Songauswahl ist mehr als gelungen und das Set mit 'To Mega Therion' abzuschließen zeugt von Geschmack und Selbstbewusstsein. Fans der Band können oder müssen vielleicht hier zugreifen, denn halbe Sachen kennt Christofer Johnsson nicht. Hier wird, wie immer, geklotzt statt gekleckert. - ohne Wertung - | |
| Trackliste | Album-Info |
| CD1: 01. The Blood Of Kingu 02. The Ruler Of Tamaq 03. The Birth Of Venus Illegitima 04. Tuonela 05. Twilight Of The Gods 06. Mon Amour Mon Ami 07. La Maritza 08. Via Nocturna 09. Asgard 10. Draconian Trilogy CD2: 01. Ginnungagap 02. The Courts Of Diyu 03. Litany Of The Fallen 04. Siren Of The Woods 05. Son Of The Slaves Of Time 06. Lemuria 07. Sithra Ahra 08. Quetzalcoatl 09. The Rise Of Sodom And Gomorrah 10. To Mega Therion | Band Website: www.megatherion.com Medium: CD, LP Spieldauer: 135:25 Minuten VÖ: 30.01.2026 |
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Jetzt noch groß über die Death Metal-Vergangenheit von THERION zu schwadronieren ist wohl ziemlich überflüssig. Ich kann mir gut vorstellen, dass der Großteil der heutigen Zielgruppe und auch der 11.000 Leute, vor denen dieses Livealbum in Mexico City aufgenommen wurde, gar nicht wissen, dass die Wurzeln von THERION im extremen Metal liegen. Vielleicht täusche ich mich da auch, wer weiß das schon. Dennoch sollte man bei den Schweden nicht immer nur auf die Vergangenheit schauen. THERION haben ihren Stil gefunden, und den leben sie nun völlig aus. Und das aus voller Überzeugung und mit ganz viel Leidenschaft. Das hört man nicht nur auf der aktuellen "Con Orquesta", sondern man fühlt es.