Asterise - Twilight Opera | |
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| Review von Stormrider vom 26.01.2026 (1540 mal gelesen) | |
Ziemlich exakt 25 Jahre ist es nun her, dass Tobias Sammet mit AVANTASIA auf der Bildfläche erschienen ist und das Thema Metal-Oper mit einem dicken Ausrufezeichen auf der musikalischen Landkarte fixiert hat. Nein, er war nicht das erste Mastermind, der sowas gemacht hat, aber die Popularität dieser Projekte hat er auf ein neues Level gehoben. ASTERISE sind genau ein solches Projekt und wo das Mastermind dieses Projektes, Bartlomiej Mezynski, seine Einflüsse geholt hat, trägt er auf dem Promofoto auch offen zur Schau: Bei eben jenem Tobias Sammet. Dass er dazu eine Joe Satriani-Ibanez in der Hand hält, liefert dann bereits den zweiten Hinweis. Damit ist der musikalische Rahmen auch sehr klar gesteckt. Es gibt auf "Twilight Opera" nämlich exakt das, was man von einem solchen Projekt erwartet. Dabei handelt es sich nicht um ein ganzes Album, sondern, wie heutzutage ja mittlerweile oft üblich, eine EP mit vier Songs. Der namensgebende Opener beginnt mit einem fanfarenartigen fast einminütigen Aufbau, bevor es dann (natürlich) neoklassich und keyboardlastig wird. Wer gerne MAJESTICA hört, der dürfte sich abgeholt fühlen. Der Track ist in Summe ein solider Midtemporocker, der stark auf die Vocals fokussiert, hin und wieder ein wenig Fahrt in Double Bass aufnimmt, zur Mitte ein symphonisches Soundtrackmotiv einbaut, um dann doch wieder rockig sein zu wollen. Wie im Genre nicht unüblich eine kleine Oper innerhalb der Oper. Für mich will man da oftmals zu viel, anstatt den Song selber in den Mittelpunkt zu stellen. Fast acht Minuten, die man problemlos auch auf knapp vier hätte kürzen können und würde nicht viel vermissen. 'Eclipse' lässt sich dann zum Glück nicht so lange bitten und geht direkt mit einem knackigen Riff ins Rennen, ehe auch hier die Keyboards für das cineastische Moment sorgen und doch wieder ein wenig Länge in den Song tragen. Rockt trotzdem irgendwie mehr als der Song davor - und zum Ende muss die Ibanez auch noch mal ordentlich zeigen, was sie so kann. Und das Gitarrensolo ist auch das tragende und definierende Element der Ballade 'Hope'. Den Abschluss bildet 'On My Way To Heaven', das noch mal alle zuvor genannten Elemente aufgreift, um ein Orgelsolo ergänzt und dessen Höhepunkt der Scream bei 3:20 ist.Wirklich Neues haben ASTERISE (oder besser: das Mastermind dahinter) dem Genre nicht hinzuzufügen. So bleibt diese EP für genau die Zielgruppe relevant, die sich AVANTASIA, AYREON oder auch NIKOLO KOTZEVs "Nostradamus" gerne auflegt. Wobei allen Genrevorreitern eines doch eine ganze Ecke besser gelingt: Sie schaffen es Songs zu schreiben, die für sich alleine auch funktionieren und die einfach einprägsamer sind und nicht so zusammengestückelt wirken. "Twilight Opera" ist nett, tut nicht weh, weil handwerklich alles in bester Ordnung ist, aber es ist auch einfach nur die nächste Metal-Oper, die es nicht schafft, sich wirklich ein Alleinstellungsmerkmal zu erarbeiten. Gesamtwertung: 6.0 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Twilight Opera 02. Eclipse 03. Hope 04. On My Way To Heaven | Band Website: www.facebook.com/asteriseband Medium: EP Spieldauer: 24:32 Minuten VÖ: 16.01.2026 |
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Ziemlich exakt 25 Jahre ist es nun her, dass Tobias Sammet mit AVANTASIA auf der Bildfläche erschienen ist und das Thema Metal-Oper mit einem dicken Ausrufezeichen auf der musikalischen Landkarte fixiert hat. Nein, er war nicht das erste Mastermind, der sowas gemacht hat, aber die Popularität dieser Projekte hat er auf ein neues Level gehoben. ASTERISE sind genau ein solches Projekt und wo das Mastermind dieses Projektes, Bartlomiej Mezynski, seine Einflüsse geholt hat, trägt er auf dem Promofoto auch offen zur Schau: Bei eben jenem Tobias Sammet. Dass er dazu eine Joe Satriani-Ibanez in der Hand hält, liefert dann bereits den zweiten Hinweis. Damit ist der musikalische Rahmen auch sehr klar gesteckt. Es gibt auf "Twilight Opera" nämlich exakt das, was man von einem solchen Projekt erwartet. Dabei handelt es sich nicht um ein ganzes Album, sondern, wie heutzutage ja mittlerweile oft üblich, eine EP mit vier Songs. Der namensgebende Opener beginnt mit einem fanfarenartigen fast einminütigen Aufbau, bevor es dann (natürlich) neoklassich und keyboardlastig wird. Wer gerne MAJESTICA hört, der dürfte sich abgeholt fühlen. Der Track ist in Summe ein solider Midtemporocker, der stark auf die Vocals fokussiert, hin und wieder ein wenig Fahrt in Double Bass aufnimmt, zur Mitte ein symphonisches Soundtrackmotiv einbaut, um dann doch wieder rockig sein zu wollen. Wie im Genre nicht unüblich eine kleine Oper innerhalb der Oper. Für mich will man da oftmals zu viel, anstatt den Song selber in den Mittelpunkt zu stellen. Fast acht Minuten, die man problemlos auch auf knapp vier hätte kürzen können und würde nicht viel vermissen. 'Eclipse' lässt sich dann zum Glück nicht so lange bitten und geht direkt mit einem knackigen Riff ins Rennen, ehe auch hier die Keyboards für das cineastische Moment sorgen und doch wieder ein wenig Länge in den Song tragen. Rockt trotzdem irgendwie mehr als der Song davor - und zum Ende muss die Ibanez auch noch mal ordentlich zeigen, was sie so kann. Und das Gitarrensolo ist auch das tragende und definierende Element der Ballade 'Hope'. Den Abschluss bildet 'On My Way To Heaven', das noch mal alle zuvor genannten Elemente aufgreift, um ein Orgelsolo ergänzt und dessen Höhepunkt der Scream bei 3:20 ist.
