Megadeth - Megadeth | |
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| Review von Eddieson vom 23.01.2026 (811 mal gelesen) | |
Da ist es also. Das letzte Album von MEGADETH. Ich bin ganz ehrlich, für mich kam das "plötzliche" Aus von MEGADETH ein wenig überraschend, zumal Megadave und Kollegen grade mit den letzten beiden Alben zwei wirklich starke Longplayer veröffentlicht haben. Aber okay, muss man so akzeptieren und die Entscheidung respektieren. Und ganz ehrlich, ich hoffe, dass er seine Glaubwürdigkeit beibehält und diese Entscheidung durchzieht. Ist ja leider heutzutage nicht mehr selbstverständlich. Aber kommen wir zum selbstbetitelten Abschiedsalbum und was es musikalisch zu bieten hat.Den Auftakt bildet 'Tipping Point'. Der Song wurde ja schon vor einiger Zeit veröffentlicht und "Megadeth" hätte kaum besser starten können. Sofort entfaltet sich eine Dynamik, der man sich als Metaller, als Thrash-Fan und vor allem MEGADETH-Fan nicht entziehen kann. Starke Riffs, ein Lead-Duell nach dem anderen und Dave keift und faucht herrlich ins Mikro. Das folgende 'I Don't Care' katapultiert den Hörer so ein klein wenig zurück in die Neunziger und diese "Fuck You!"-Attitüde des Songs kommt hier wunderbar zur Geltung. Dave scheint noch eine Menge Wut in sich zu tragen, denn 'Hey God!?' klingt mit seinem groovenden Vibe und den Lyrics ziemlich angepisst. Nackenschmerzen sind hier jedenfalls garantiert. 'Let There Be Shred' kann man getrost als ein weiteres Highlight des Albums betiteln. Ein zackiges Riff, immer wieder eingestreute Leads zu einem smoothigen Refrain sind die Trademarks, die den Song sich im Gehörgang festsetzen lassen. Das melodische 'Puppet Parade' macht sich glänzend in der Albummitte und läutet so die zweite Hälfte ein. Das im Midtempo gehaltene 'Another Bad Day' ist jetzt keine Glanznummer, zumal da für mich zu viele Wiederholungen in den Lyrics stattfinden, aber das ist tatsächlich nur ein kleiner Makel. 'Made To Kill' zeigt dann wieder die wütende Seite des Frontmannes. Der Song ist ein wahres Riffmonster geworden und bringt einen leichten Old-School-Touch mit sich. Auch 'Obey The Call' ist ein fetter und Riffbetonter Song geworden, bei dem vor allem die Gesangsleistung und die Gesangsmelodie absolut positiv hervorsticht. Sollte es der Song in die Live-Setlist schaffen, dann stell ich mir den auf der großen Bühne ziemlich geil vor. Und um noch mal einen richtigen Ohrwurm auf ein Album zu packen, haben MEGADETH dann 'I Am War' geschrieben. Und ja, beim abschließenden 'The Last Note' schwingt eine ganze Menge Melancholie mit. Melancholie ist ein gutes Stichwort. Ich bin da ganz ehrlich, für mich schwingt auf dem gesamten Album eine gewisse Melancholie mit. "Countdown To Extinction" war damals mein Einstieg in die Band. Seit 1992 begleiten mich MEGADETH. Von den großartigen Alben, die sie veröffentlicht haben, müssen wir gar nicht erst reden, von den weniger Guten auch nicht (haha!). Dass Dave ab und zu auch mal ein komischer Vogel ist, ist mal Geschenkt, seine Musik wird bleiben - nicht nur die alten Klassiker, auch von den neuen Aben und von "Megadeth" wird einiges über die Jahre im Gedächtnis bleiben. Und so bildet das wirklich starke Album nicht nur mit 'The Last Note' oder dem versöhnlichen METALLICA-Cover von 'Ride The Lightning', sondern auch mit dem schlichten Artwork, auf dem Maskottchen Vic Rattlehead stilvoll in Flammen aufgeht, ein wirklich rundes Ende der Band. Gesamtwertung: 8.5 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Tipping Point 02. I Don't Care 03. Hey God?! 04. Let There Be Shred 05. Puppet Parade 06. Another Bad Day 07. Made To Kill 08. Obey The Call 09. I Am War 10. The Last Note 11. Ride The Lightning (METALLICA-Cover) | Band Website: www.megadeth.com/ Medium: CD, LP Spieldauer: 47:15 Minuten VÖ: 23.01.2026 |
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Da ist es also. Das letzte Album von MEGADETH. Ich bin ganz ehrlich, für mich kam das "plötzliche" Aus von MEGADETH ein wenig überraschend, zumal Megadave und Kollegen grade mit den letzten beiden Alben zwei wirklich starke Longplayer veröffentlicht haben. Aber okay, muss man so akzeptieren und die Entscheidung respektieren. Und ganz ehrlich, ich hoffe, dass er seine Glaubwürdigkeit beibehält und diese Entscheidung durchzieht. Ist ja leider heutzutage nicht mehr selbstverständlich. Aber kommen wir zum selbstbetitelten Abschiedsalbum und was es musikalisch zu bieten hat.
