Soulbound - sYn

Review von Stormrider vom 16.01.2026 (612 mal gelesen)
Soulbound - sYn Der Karriereweg von SOULBOUND kennt derzeit nur eine Richtung: nach oben. Das merkt man vornehmlich daran, dass die Konzerte für die Tour zum nun vorliegenden vierten Album "sYn" in größeren Hallen gebucht wurden, als dies noch beim Vorgänger der Fall war. Die Band tut also gut daran, ihr Metier nicht zu weit zu dehnen, um die Fanschar nicht vor den Kopf zu stoßen. Und genau das tut sie dann auch mit "sYn" nicht. Vielmehr ist der Industrial Metal eine logische musikalische Fortsetzung von "ObsYdian", ohne dabei als reine Kopie oder ein Aufwärmen durchzugehen. Es regiert eine Mischung aus elektronischer Kälte, Melancholie und gesunder Härte. Gerade so, dass es nicht verschreckt, aber doch noch massenkompatibel bleibt. Der Titeltrack ist hier ein Paradebeispiel. Ein tanzbarer Groove, düstere Strophen die dann in einem Breakdown und großem Refrain münden. Im folgenden 'No Kings For Me' kommen dann noch aggressive Shouts dazu - Metalcoreherz, was willst Du mehr? Vielleicht ein paar mehr poppige Elemente, um die Eingängigkeit zu erhöhen? Sollt ihr haben! 'sYnfluencer' ist dafür wie gemacht, wer aber doch mehr in Richtung Gothic oder EBM schielt, für den haben SOULBOUND 'Chaos & Amen' am Start. Und wem das alles viel zu wenig true daherkommt, der darf sich am Gitarrensolo in 'Neon Battlefield' erfreuen, was definitiv sehr klassisch beeinflusst ist und dem ansonsten sehr poppigen Track eine lässige Metalnote spendiert. Musikalisch bleibt sich das Quintett mit seinem melodischen, stark von Synthies geprägten Industrial Metal also weitgehend treu, und das ist auch vollkommen legitim.

Lyrisch hat man sich, bei dem Albumtitel nicht sonderlich überraschend, tiefer mit dem Thema Sünde beschäftigt. Hierbei gibt die Band zu Protokoll: "Wenn wir schon alle Sünder sind, dann wenigstens mit Ansage!" Entsprechend geht man auch schonungslos mit sich selbst ins Gericht und weiß, dass man in Flammen steht. Dabei nimmt man sich durchaus die Freiheit, dieses doch sehr mächtige Wort auf vielfältige Art zu interpretieren. Was man weiterhin lobend erwähnen sollte ist der DIY-Ansatz, denn man hört dem Dreher nicht an, dass hier alles in Eigenregie aufgenommen und produziert wurde. Knallt ordentlich! Am Ende passt alles zusammen und SOULBOUND haben mit "sYn" ein Album in der Hand, was die größeren Hallen definitiv rechtfertigt, auch wenn man auf Innovationen oder Weiterentwicklungen der eigenen musikalischen Kunst weitgehend verzichtet. Oh und wo wir doch gerade beim Verzicht sind. Das BRITNEY SPEARS-Cover 'If You Seek Amy' ist zwar nur als Bonus Track ausgewiesen, hätte ich aber in der Tat nicht gebraucht.

Gesamtwertung: 7.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Abaddon
02. sYn
03. No Kings For Me
04. Cutting Diamonds
05. sYnfluencer
06. Chaos & Amen
07. Dark Throne
08. Neon Battlefield
09. Sacred Skin
10. Not Metal Enough
11. sYnners Crown
12. If U Seek Amy (BRITNEY SPEARS-Cover)
Band Website: www.soulbound-music.de
Medium: CD
Spieldauer: 39:31 Minuten
VÖ: 16.01.2026

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