Svntarer - Exitus Triumphalis | |
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| Review von Froosti vom 13.01.2026 (564 mal gelesen) | |
Düstere Reisen durch die Abgründe des menschlichen Seins werden uns auf nahezu jeder Platte des extremen Metals versprochen. Ob es nun eine atmosphärische Reise oder eine Knüppel-Reise durch die Hölle wird, entscheidet jede Band für sich. Nur selten bekommt man eine Schnittmenge aus beiden Welten. SVNTARER setzen aber genau an diesem Punkt an. Mit ihrem zweiten Album "Exitus Triumphalis" bauen sie ihren Sound, bestehend aus Post Metal, Black Metal, Sludge und Death Metal, weiter aus. Mit im Gepäck haben sie auch P.G. von GROZA und J.J. von KARG und HARAKIRI FOR THE SKY. Warum dies allerdings Fluch und Segen zugleich ist, erfahrt ihr in den nächsten Zeilen.Es dauert auch nur ein paar Sekunden, bis der Sludge aus allen Poren trieft. Die tiefen Gitarren bauen langsam eine massive Wand auf, die einen zu erdrücken versucht. Das Schlagzeug und der Bass bilden das Rückgrat dieser Wand und lassen den Sound noch mächtiger auffahren. Die Vocals lassen mich dann aber das erste Mal aufhorchen. Der Opener 'Torch The Saints' startet überraschend mit rauem Hardcore-Gebell und kippt kurz darauf in Post Black Metal. Erstaunlicherweise versteht man auch jedes Wort des Sängers deutlich und klar. Das liegt zum einen an der ordentlichen Produktion der Platte. SVNTARER scheppern druckvoll und klar aus den Boxen, ohne dabei jedoch ihre harte, raue Kante zu verlieren. Zum anderen zeigt Sänger Marko sich auch von seiner besten Seite. Im Verlauf des Albums wechselt er immer wieder zwischen hartem Gekeife, wütendem Gebelle und schmerzerfülltem Wehklagen hin und her. Dabei bleibt seine Aussprache immer deutlich und klar, was eine absolute Seltenheit in diesem Bereich des Metals ist. Die Instrumentalfraktion will sich dem nicht unterordnen und nutzt die oben genannten Genres vollkommen aus. Ohne die Soundwand einmal einzureißen, flimmern immer wieder verspielte Gitarrenmelodien über allem. Das sorgt schnell für eine verträumte, wenn auch melancholische, düstere Atmosphäre, die man vom Post Metal her kennt und liebt. Beim Tempo wechselt man auch zwischen schleppender Melancholie und kontrollierter Wut hin und her. So viel Abwechslung kriegt man selten auf die Ohren. Kommen wir mal zu den beiden Gästen auf "Exitus Triumphalis". Der Einsatz des GROZA-Fronters in 'Oh Lord, Come Dance With Me' ist noch dezent am Ende des Songs gesetzt und gibt dem Titel noch einmal einen Tritt in den Hintern. Bei 'Dirigent Des Niedergangs' ist der Einsatz von J.J. für meinen Geschmack etwas zu viel. Das liegt allerdings nicht an der Leistung des KARG-Meisters, denn die ist wie immer hervorragend. Der Song erinnert stärker an KARG als an SVNTARER und fügt sich daher nur bedingt in den Albumkontext ein. Bei der Spielzeit von guten 42 Minuten hätte ich mir eher noch einen weiteren SVNTARER-Song gewünscht. In Summe macht das nicht viel aus und SVNTARER haben mit "Exitus Triumphalis" einen intensiven, schwarzen Brocken auf uns losgelassen. Die Band verwebt scheinbar mühelos die Elemente des Post Black Metals, Sludge und Death Metals miteinander. Mit viel Abwechslung und einer Ladung Melodie kommt keine Langeweile auf. Sänger Marko sorgt mit seiner eindrucksvollen Leistung für eine gewisse Eingängigkeit und die Songs bleiben im Gedächtnis. Bist du ein Liebhaber des extremen Metals und scheust dich nicht davor, Genregrenzen einzureißen, dann ist die Platte ein Muss für dich! Gesamtwertung: 8.5 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Torch The Saints 02. Feed The Earth With Bodies 03. Oh Lord, Come Dance With Me 04. Flesh Vessels 05. Dirigent Des Niedergangs 06. In Igne Ardeo 07. Burnt Out Into Oblivion (CD-Bonus Track) | Band Website: svntarer.bandcamp.com Medium: CD Spieldauer: 41:26 Minuten VÖ: 05.12.2025 |
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