Minotaurus - Memories In The Haze | |
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| Review von Metal Guru vom 10.01.2026 (563 mal gelesen) | |
MINOTAURUS aus Aschaffenburg gründeten sich Ende des letzten Jahrtausends (= '94) und verschrieben sich right from the start dem (Zitat No. 1) "... Anchient Folk/Heavy/Power Metal". Nach diversen Umbesetzungen in immerhin 32 Jahren Bandgeschichte besteht die seit '14 konstante (Bandbesetzung) aus Markus Finger (Bass), Jürgen Hermann (Gitarre), Clarissa Hobeck (Hauptgesang), Oliver Klump (Hauptgesang), Reiner Zumkeller (Gitarre) und Rouven Zumkeller (Schlagzeug). Die Truppe um Mastermind Klump kann also als live wie auch im Studio eingespieltes Team bezeichnet werden. So weit, so powery, so heavy, so folky ..."Memories In The Haze" heißt nach den beiden EPs "The First Labyrinth" ('97) und "Dragonbone Stone" ('98), dem eigentlichen Debütalbum "Path Of Burning Torches" ('99), den weiteren EPs "Carnyx" ('01) und "The Silent Cave" ('03), den nachfolgenden Langdrehern "Myth Or Reality" ('04), "The Lonely Dwarf" ('09), "The Call" ('13), "Insolubilis" ('16), "Victims Of The Underworld" ('19) und der vorerst letzten EP "Echoes In The Haze" ('25) MINOTAURUS siebtes Volle-Länge-Werk mit 11 Songs in 53 Minuten und 46 Sekunden. Wow, ganz schön produktiv, die Jungs und das Mädel! Der Bass tut seinen grundierenden Job, die akustischen Gitarren picken, die elektrischen Klampfen riffen/solieren wie sie sollen und das Schlagzeug prügelt sich professionell durch's Material, lässt dabei auch die eine oder andere Double Bass-Figur zu. Gesungen (nie gegrunzt!) wird auf Englisch - okay. Bis auf Tracks No. 4 ('Der Jüngling Am Bache') und 9 ('Sehnsucht') - DIE werden auf Deutsch dargeboten und stammen von keinem Geringeren als Friedrich Schiller. Im Ernst? DIE (Songs, nicht Schiller) gefallen mir bisher am besten und zwar auch (aber nicht nur) der Sprache wegen - fallen inmitten des irgendwie klischeehaften Rests positiv aus dem Rahmen. Außerdem Track No. 7 ('Lonely Prisoner' - coole Komposition und herausragende Stimme von Clarissa). Jeder dieser drei Songs hätte - meiner mal wieder subjektiven Meinung nach - 'nen überzeugenderen Opener als der doch recht unscheinbare 'Master Of The Universe' abgegeben. Ansonsten bewegt sich die Band harmonisch ausschließlich im dezent durigen/meist molligen, melodisch im mitsingbaren und rhythmisch im volksverträglichen Vierviertel-Universum. Hm, schwierig. Ich meine, wenn "Ancient Folk/Heavy/Power Metal" draufsteht, dann erwarte ich genau DEN beziehungsweise DIE. Bekomme aber mehr "normales" Metall mit schicken Refrains, schönen Strophen und Standard-Soli, weniger Ancient, weniger Folk, weniger Medieval. Da reißt auch die gelegentlich auftauchende Gastgeige nix raus. Ich persönlich hätte mir deutlich mehr "mittelalterliche" Instrumente, eine "mutigere" Produktion sowie dominantere/häufigere/lautere weibliche Vocals gewünscht. Aber wie philosophierte noch ein gewisser Herr Jagger irgendwann Ende der 60er (Zitat No. 2): "... You can't always get what you want ...". In diesem Sinne ... Gesamtwertung: 6.6 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Master Of The Universe 02. Memories In The Haze 03. Coming Home 04. Der Jüngling Am Bache 05. D.R.I.P. 06. Heroes 07. Lonely Prisoner 08. Proud Kings Of Avalon 09. Sehnsucht 10. Tears Of A Hero 11. Goodbye | Band Website: https://www.minotaurus-metal.com/ Medium: CD Spieldauer: 53:46 Minuten VÖ: 27.11.2025 |
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MINOTAURUS aus Aschaffenburg gründeten sich Ende des letzten Jahrtausends (= '94) und verschrieben sich right from the start dem (Zitat No. 1) "... Anchient Folk/Heavy/Power Metal". Nach diversen Umbesetzungen in immerhin 32 Jahren Bandgeschichte besteht die seit '14 konstante (Bandbesetzung) aus Markus Finger (Bass), Jürgen Hermann (Gitarre), Clarissa Hobeck (Hauptgesang), Oliver Klump (Hauptgesang), Reiner Zumkeller (Gitarre) und Rouven Zumkeller (Schlagzeug). Die Truppe um Mastermind Klump kann also als live wie auch im Studio eingespieltes Team bezeichnet werden. So weit, so powery, so heavy, so folky ...
