The Ruins Of Beverast - Tempelschlaf | |
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| Review von Eddieson vom 09.01.2026 (785 mal gelesen) | |
Mit dem 2013er-Album "Blood Vaults - Tha Blazing Gospel Of Heinrich Kramer" haben THE RUINS OF BEVERAST ein Meisterwerk erschaffen. Besser könnte es nicht mehr werden. Und 12 Jahre später hat sich dieser Gedanke bisher bestätigt. Nein, "Exuvia" und auch "The Thule Grimoires" sind meilenweit davon entfernt schlecht zu sein, aber sie haben halt "Blood Vaults" nicht erreicht. Und, um es gleich einmal vorwegzunehmen, auch "Tempelschlaf" kann "Blood Vaults" nicht das Wasser reichen. Dabei hat das aktuelle Album doch einiges zu bieten.Düster steigt man in das Album gleich mit dem Titeltrack ein. Die Signature-Atmosphäre von THE RUINS OF BEVERAST ist sofort da. Doch machen sich hier ein paar psychedelische Elemente breit? Ja, absolut. Der stetig klare Gesang, die Gitarren, das alles klingt neu, aber doch irgendwie vertraut. Was aber weniger vertraut bei der Band ist, ist das Ufta-Ufta-Schlagzeug, dass 'Day Of The Proacher' eröffnet. Fast kommen hier schon Punk- oder Crust-Vibes in einem hoch. Das ändert sich dann nach einiger Zeit und dann kommen die typischen Trademarks zu Vorschein, inklusive leicht schamanenartigem Gesang und düsteren Melodien. 'Cathedral Of Bleeding Statues' ist dann die mächtige THE RUINS OF BEVERAST-Kost, die man kennt und mag. Düstere Gitarren, ein walzendes Tempo, der abgrundtiefe Gesang, mit Chören im Hintergrund und wohldosierter Klargesang. 'Alpha Fluids' tritt dann wieder das Gaspedal voll durch und wir bekommen die volle Ladung Black Metal um die Ohren gehauen. Auch hier bildet der Gesang wieder ein besonderes Merkmal. 'Babel, You Scarlet Queen' nimmt die Energie des vorherigen Songs gleich mit und legt vor allem durch den walzenden zweiten Teil des Songs eine massive Brachialität dazu. Wie schon der Opener dürfte auch 'Last Theatre Of The Sea' einige Hörer vor große Herausforderungen stellen. Ebenso wie das monumentale 'The Carrion Cacoon', das mit einer Spielzeit von über 13 Minuten ein wahres Mammutwerk geworden ist, im Großen und Ganzen das komplette Album aber eigentlich noch mal ganz gut zusammenfasst. Wie oben schon gesagt, kommt das Album nicht an die "Blood Vaults" ran. Aber dennoch packt es den Hörer, nimmt ihn mit auf eine dunkle Reise, durch viel verschiedene Facetten der Dunkelheit. THE RUINS OF BEVERAST stellen, wie eigentlich mit jedem Album, die Hörerschaft vor ein große Aufgabe und es dauert diesmal vielleicht ein paar Durchläufe mehr, aber am Ende des Tages bekommt man mit "Tempelschlaf" ein mutiges und vielschichtiges Album. Van Records haben das Album als Fullstream hochgeladen. Bei Gefallen kauft es euch und unterstützt die Band. Gesamtwertung: 8.5 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Tempelschlaf 02. Day Of The Proacher 03. Cathedral Of Bleeding Statues 04. Alpha Fluids 05. Babel, You Scarlet Queen 06. Last Theatre Of The Sea 07. The Carrion Cacoon | Band Website: www.facebook.com/The-Ruins-Of-Beverast-116 Medium: CD, LP, digital Spieldauer: 59:06 Minuten VÖ: 09.01.2026 |
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Mit dem 2013er-Album "Blood Vaults - Tha Blazing Gospel Of Heinrich Kramer" haben THE RUINS OF BEVERAST ein Meisterwerk erschaffen. Besser könnte es nicht mehr werden. Und 12 Jahre später hat sich dieser Gedanke bisher bestätigt. Nein, "Exuvia" und auch "The Thule Grimoires" sind meilenweit davon entfernt schlecht zu sein, aber sie haben halt "Blood Vaults" nicht erreicht. Und, um es gleich einmal vorwegzunehmen, auch "Tempelschlaf" kann "Blood Vaults" nicht das Wasser reichen. Dabei hat das aktuelle Album doch einiges zu bieten.
