G.A.E.A. - A Frozen Moment In Time | |
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| Review von Baterista vom 19.12.2025 (1238 mal gelesen) | |
Manchmal frage ich mich, was Promotern so durch den Kopf geht, wenn sie ihre Promo-Blättchen schreiben. Bei G.A.E.A. jedenfalls stand da etwas von MESHUGGAH und GOJIRA als Väter dieser Musik. Ich mag die genannten Bands sehr. Leider musste ich feststellen, dass diese beiden Bands musikalisch so viel mit G.A.E.A. zu tun haben wie KISS mit LIMP BIZKIT. Aber fangen wir von vorn an: G.A.E.A. steht für Galactic Aliens Extermination Armada und der etwas überdimensionierte Name steht dann fast auch schon für die Musik selbst. Thematisch geht es um die Reise der letzten Menschen in einem Raumschiff auf der Suche nach einem bewohnbaren Planeten, da die Erde zerstört wurde. Da ich Sci-Fi super finde und das Ganze auch noch die Überschrift Progressive Death Metal trägt, hätte das wirklich was mit uns werden können. Ich muss aber leider sagen, dass ich nicht an Bord dieses Raumschiffs gehen möchte. Erscheint mir das Ganze doch unglaublich chaotisch und ein wenig konzeptlos. In meinen Augen sind das keine guten Voraussetzungen. Im Grunde gibt es viele gute Parts und was das rein musikalische Können angeht, ist alles tippitoppi. Wenn beispielsweise die Death Metal-Parts und Growls so richtig abgehen, klingt das fett und ganz nach meinem Geschmack. Aber meistens ist es so, dass nebenbei noch ein weiterer musikalischer Teil mit Keyboards und klassisch anmutenden Melodien aktiv ist. Beim Hören hatte ich sehr oft das Gefühl, als würde ich einem Death Metal-Song lauschen und zeitgleich läuft irgendwas mit viel dramatisch-traurigem Keyboard und Windmaschine im Hintergrund. Ab und an tauchen dann Parts auf, die eher an Power Metal erinnern. Ich habe mehr als einmal die Stopptaste gedrückt, weil ich entweder genervt oder gestresst war beim Anhören. Ein ähnlicher Effekt stellt sich ein, wenn der weibliche Klargesang zu den Growls dazukommt. Grundsätzlich ja eine gute Kombi, aber hier in diesem Fall wird die Stimme (schlecht) getunt und es hört sich mehr als einmal so an, also würde jemand einfach auf einen bereits vorhandenen Song draufsingen. Die Musiker haben offensichtlich unheimlich viel kreative Energie, aber alles auf einmal hineinpacken zu wollen, ist für meine Ohren nach hinten los gegangen. Vielleicht übersteigt die Komplexität der Songs auch meine Hörgewohnheiten. Ich würde jedoch eher sagen, dass hier ein bisschen zu viel gewollt wurde. Ich arbeite mich ja gern in komplexe Dinge ein, aber bei diesen Songs war ich einfach nur gestresst und ratlos. Ich habe mich unglaublich schwer damit getan, diese Rezi zu schreiben. Da hat sich jemand viel Gedanken gemacht und auch viel Arbeit reingesteckt und ich komme dann daher und sage: Nope, geht gar nicht an mich ran. Geschmack ist andererseits bekanntlich eine sehr individuelle Angelegenheit und daher lass ich das jetzt mal so stehen. "A Frozen Moment In Time" von G.A.E.A. und ich sind keine Freunde geworden. - ohne Wertung - | |
| Trackliste | Album-Info |
| 01. Lovelikebigbang 02. Pillars Of Creation 03. Stranger In A Stranger Land 04. Mechassault 05. Gates Of Zendocon 06. Second Chapter 07. Obliterator 08. Obliterator (Part 2) 09. The Moon And The Earth 10. Finally Free | Band Website: Medium: CD Spieldauer: 59 Minuten VÖ: 14.11.2025 |
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Manchmal frage ich mich, was Promotern so durch den Kopf geht, wenn sie ihre Promo-Blättchen schreiben. Bei G.A.E.A. jedenfalls stand da etwas von MESHUGGAH und GOJIRA als Väter dieser Musik. Ich mag die genannten Bands sehr. Leider musste ich feststellen, dass diese beiden Bands musikalisch so viel mit G.A.E.A. zu tun haben wie KISS mit LIMP BIZKIT. 