Qrixkuor - The Womb Of The World

Review von Dead_Guy vom 15.12.2025 (560 mal gelesen)
Qrixkuor - The Womb Of The World Das neue QRIXKUOR ist wahrlich ein Brocken und dieses Review schiebe schon etwas vor mir her, nicht weil die Qualität nicht stimmen würde, ganz im Gegenteil, sondern weil ich es auch nach etlichen Durchläufen noch nicht in seiner Gänze durchdringen konnte. Schon das Debüt war diese Art von "Abyssal Death Metal", denn zu den gewohnten Elementen, wie man sie von anderen Bands wie GRAVE MIASMA, CRUCIAMENTUM, TEITANBLOOD und Konsorten kennt, kamen eine enorme Menge an psychedelischen Elementen und Songs in Überlänge von über 20 Minuten. Übrigens ein Album, was ich seinerzeit mit acht Punkten definitiv zu schlecht bewertet habe. Und zu diesem Fundament, was man vom Vorgänger schon kennt, gesellen sich nun symphonische Elemente, aber kein Keyboard-Bombast, nein, hier gibt es richtige Streicher. Diese Neuerung im Sound macht so viel aus, es gibt der Atmosphäre noch mehr Breite und etwas Barockes, gleichzeitig wirkt alles wahnwitziger und monumentaler, es erschlägt einen und überfordert mit seinen Arrangements. Gleich zu Beginn des Eröffnungsstücks nimmt das Album keine Gefangenen und stößt massiv vor den Kopf, allerdings schafft dieses Chaos auch zugleich, dass man beim Hören alles um einen herum vergisst. Der obligatorische Sog, der einen hineinzieht, ist hier allgegenwärtig.

Trotzdem wird man nicht komplett im Chaos allein gelassen, immer wieder schaffen es Riffs durch diese Soundwände und spenden Halt in dieser unwirklichen Welt, die hier geschaffen wurde. Passend zu diesen Elementen, die, wie mir im Interview geschildert wurde, auf Begeisterung für klassische Künstler beruht, sind auch die Stücke selbst weniger Metal-Songs, sondern Kompositionen und sind im steten Fluss, der sich wiederum in einem stetigen Wandel befindet. Dazu kommt eine Sängerin, die mit ihrer theatralischen Darbietung hier und da für die Extraportion Entrücktheit sorgt.

Ich würde echt gerne die Details dieses Werks beleuchten, aber so weit bin ich noch nicht vorgedrungen, aber das zeichnet es aus: du kannst dich stundenlang in den Feinheiten und liebevollen Verzierungen verlieren, oder du schaltest den Kopf aus und lässt dich einfach verschlingen, beides hat seinen Reiz. Auf dem Papier ist es einfach finsterer Death Metal mit Klassik, aber ist es so unfassbar groß und überwältigend, dass das zwar nüchtern betrachtet zustimmen mag, dem Ganzen aber nicht wirklich gerecht wird. Ein grotesker Fiebertraum, der es schafft, beim Hören alles andere nebensächlich werden zu lassen, trifft es eher.

Gesamtwertung: 9.5 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. So Spoke The Silent Stars
02. Slithering Serendipity
03. And You Shall Know Perdition As Your Shrine
04. The Womb Of The World
Band Website: www.facebook.com/qrixkuor
Medium: CD, LP, MC, Dig
Spieldauer: 50:19 Minuten
VÖ: 07.11.2025

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