Inhuman - Gloriæ | |
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| Review von derkleinekolibri vom 14.12.2025 (364 mal gelesen) | |
Nach 1992 bis 2002 und 2007 bis 2011 sind INHUMAN seit 2017 in ihrer dritten Schaffensphase angelangt und haben eine maßgebliche Entscheidung getroffen, wie fortan ihre Vorgehensweise sein wird, um nicht nur im portugiesischen, sondern auch im weltweiten (Gothic) Metal weiterhin eine wichtige Rolle spielen zu können: "In Zukunft werden wir uns nicht mehr großartig um unser Image kümmern, sondern ausschließlich auf die Musik konzentrieren, denn diese muss alles andere in den Schatten stellen."Gesagt, getan. Die vier Portugiesen lassen es auf ihrem vierten Longplayer ordentlich krachen. Pedro Garcias Stimme, die durchaus auch mal in Growling-Nähe abzudriften vermag, verleiht INHUMANs am 7. November 2025 veröffentlichten Album "Gloriæ" einen Touch des Außergewöhnlichen. Eine der treibenden Kräfte des Geschehens ist der am Schlagzeug sitzende Ruben Patricio, der mit mächtig Elan und großem Schwung alles (vorbildlich und nicht zerstörerisch) in Grund und Boden stampft, was sich ihm in den Weg stellt. João Pedro Correias Gitarrenspiel erinnert mal an PARDADISE LOST und THE SISTERS OF MERCY, aber auch an grundsoliden Metal der Neunziger. Dank Guilherme Garboa am Bass wird 'Overgone' zum Höhepunkt des 48-minütigen Longplayers. Hier zaubert das Quartett mittels unterschiedlicher Gefühls- und Tonlagen eine Klanglandschaft, in die man unbedingt eintauchen möchte. Mit einem der flotteren Stücke, 'Visionary State', verabschieden sich die Jungs von den Hörern, wohl wissend, dass das nach guter Musik geifernde Metaller-Gehirn sofort den Befehl an die Extremitäten ausgibt, eine Wiederholung zu starten, sei es nun digital, am CD-Player oder mit der doch recht teuren Schallplatte. Für die High Energy-Fetischisten kann man bedenkenlos 'Do Fim Dos Dias' empfehlen. Des Bassmanns Bestleistung lässt sich hier verzeichnen. Dass man sich ganz besonders stark auf die Musik konzentriert hat, bestätigt das wohl langweiligste und an Primitivität kaum zu überbietende Coverartwork meiner weit über 10.000 Tonträger umfassenden Sammlung. Mit dieser "Kritik" möchte ich explizit darauf hinweisen, dass INHUMAN ihren eingangs erwähnten Vorsatz zu hundert Prozent in die Tat umgesetzt haben, was uns als Konsumenten natürlich sehr entgegenkommt. Um mit Ladybugs und Cat Noirs Worten zu sprechen: "Gut gemacht!" Gesamtwertung: 8.0 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Absent Glory 02. Conspiratio 03. Seed Of Ancient Hate 04. To Reign In Captivity 05. Illuminate The Pain 06. Semblance Of Reality 07. Overgone 08. The Dreariest One 09. Do Fim Dos Dias 10. Visionary State | Band Website: Medium: CD, LP, Digital Spieldauer: 48:21 Minuten VÖ: 07.11.2025 |
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Nach 1992 bis 2002 und 2007 bis 2011 sind INHUMAN seit 2017 in ihrer dritten Schaffensphase angelangt und haben eine maßgebliche Entscheidung getroffen, wie fortan ihre Vorgehensweise sein wird, um nicht nur im portugiesischen, sondern auch im weltweiten (Gothic) Metal weiterhin eine wichtige Rolle spielen zu können: "In Zukunft werden wir uns nicht mehr großartig um unser Image kümmern, sondern ausschließlich auf die Musik konzentrieren, denn diese muss alles andere in den Schatten stellen."

