Infinite Horizon - Metanoia | |
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| Review von Cornholio vom 25.11.2025 (415 mal gelesen) | |
Lange war es ruhig um die Siegener Band INFINITE HORIZON, doch Ende September diesen Jahres stand dann auf einmal das sechste Album der Band in den Startlöchern. Der Vorgänger "Illumination" ist immerhin schon acht Jahre alt, und das Album davor, "Dominion", leigt weitere acht Jahre zurück. Ich habe die Band mit dem phänomenalen zweiten Album "Mind Passages" 2004 kennengelernt und danach leider wieder aus den Augen und Ohren verloren."Metanoia" heißt es, und die Combo spielt nach wie vor verhältnismäßig relaxten Power Metal mit Prog-Anleihen, oder umgekehrt. Keyboards sind am Start, aber ohne unnötiges Geklimper, ebenso erstmals drei Gitarren, die ebenfalls ohne Gefrickel auskommen; die Band spielt wunderbar entspannt und vor allem songdienlich. Herzstück von INFINITE HORIZON ist Sänger Marc Lemler, der zwar eine etwas ausgefallene Stimme hat, was allerdings dem Wiedererkennungswert zugute kommt. Ich empfinde diese raue und unverwechselbare Stimme sehr angenehm, vielleicht ein wenig vergleichbar mit der von Zak Stevens (unter anderem SAVATAGE). Auch die neun Songs auf "Metanoia" sind verhältnismäßig unaufgeregt und solide, jedoch alles andere als mittelmäßig. Bei neun Liedern und fast einer Stunde Spielzeit liegt der eine oder andere überlange Song ja auf der Hand. Es sind zwei Stücke über acht Minuten, und das finale 'Mountain Top' knackt sogar die Elf-Minuten-Marke, die restlichen Lieder bewegen sich bis auf eine Ausnahme alle zwischen fünf und sechs Minuten Spielzeit. Und schon der erste längere Song ('Consequences') gefällt mir gerade im Chorus richtig gut. Direkt auf dem Fuße folgt das vierminütige 'Shadows Of Your Dreams', was für mich etwas aus dem Rahmen fällt und eher wie ein flotter Achtziger-Hardrocker klingt. Nicht schlecht, aber untypisch. 'Two Worlds Collide' mutet mit den Hammond-Klängen etwas an wie ein PURPLE-Song aus den Siebzigern, aber nach nicht mal einer Minute zieht die Band das Tempo an, und die Assoziation ist schon wieder dahin. 'Coming Home' schlägt ein paar balladeske Töne an, jedoch ohne schnulzig zu werden, und auf verzerrte Gitarren verzichtet man auch nicht. Und irgendwie ist auch der Mammut-Song am Ende total "gechillt" (ich will nicht schon wieder das Wort "unaufgeregt" verwenden). Keine Frickel-Passagen, eher so was wie monumentale Teppiche und ein kleines bisschen Geshredder (zugegeben, zweimal ein kleines bisschen Frickelei ist schon dabei, aber das ist völlig im Rahmen), einmal mehr gepaart mit einem coolen Refrain. Ich empfehle euch auf jeden Fall, die Stunde zu investieren und "Metanoia" zu hören. Und wenn es euch gefällt, direkt "Mind Passages" hinterher. Alles Weitere muss ich mir selbst noch erarbeiten. "Metanoia" kommt nach ein paar Durchläufen für mich zwar nicht an das 04er Werk ran, aber eine solide Acht ist es allemal. Und bitte, lasst nicht wieder acht Jahre bis zum nächsten Album ins Land gehen! Gesamtwertung: 8.0 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Through The Storm 02. Consequences 03. Shadows Of Your Dreams 04. The Pendulum 05. Kingdom Of Light 06. Two Worlds Collide 07. Unfaithful 08. Coming Home 09. Mountain Tops | Band Website: https://infinitehorizon1997.bandcamp.com/ Medium: CD, digital Spieldauer: 59:44 Minuten VÖ: 21.09.2025 |
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Lange war es ruhig um die Siegener Band INFINITE HORIZON, doch Ende September diesen Jahres stand dann auf einmal das sechste Album der Band in den Startlöchern. Der Vorgänger "Illumination" ist immerhin schon acht Jahre alt, und das Album davor, "Dominion", leigt weitere acht Jahre zurück. Ich habe die Band mit dem phänomenalen zweiten Album "Mind Passages" 2004 kennengelernt und danach leider wieder aus den Augen und Ohren verloren.
