Ronnie Romero - Backbone | |
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| Review von Stormrider vom 21.11.2025 (317 mal gelesen) | |
Ich denke niemandem dürfte in den letzten Jahren die stimmliche Klasse von RONNIE ROMERO verborgen geblieben sein. Zu umtriebig war der kleine Chilene mit dem großen Timbre. Dabei hatte man bisweilen das Gefühl, dass er so gut wie keine Offerte ausgeschlagen hat, was entsprechend auch mit einer gewissen Omnipräsenz einherging. Aber wer kann schon von sich behaupten sowohl RAINBOW, als auch MSG gefrontet zu haben? Nun versucht Ronnie seit geraumer Zeit unter seinem eigenen Namen ebenfalls (Duft-) Marken zu setzen. Nachdem er mit Coveralben gestartet ist, hat er 2023 mit "Too Many Lies, Too Many Masters" seinen richtigen Solo-Einstand mit eigenem Material gegeben. Damals schon war offensichtlich, dass die Kompositionen alle durchweg solide bis überdurchschnittlich sind, aber eben doch vorrangig von der Stimmgewalt und dem Timbre des Sangesmeisters getragen werden und nicht von ihrem Hitpotenzial. Man kann es daher für "Backbone" fast schon kurz machen: RONNIE ROMERO hat eine der besten Hard Rock und Metalstimmen unserer Zeit und das beweist er nicht nur live (unter anderem auf der gerade absolvierten Tour mit Ex- OZZY-Gitarrenwunder GUS G.) sondern auch auf "Backbone". Die Tracks werden also keinen Fan enttäuschen, der sich seit den 70ern für die klassischsten Genretracks begeistern konnte. Da kommen DEEP PURPLE genauso zum Vorschein wie der gottgleiche DIO. Der Unterschied zum Vorgänger liegt, meines Erachtens, hauptsächlich darin, dass Ronnie nicht mehr beweisen möchte, dass er einfach alles von Hard Rock bis Power Metal kann (das wissen wir ja mittlerweile), sondern sich hauptsächlich auf den melodischen Hard Rock besinnt und die Ausflüge in Richtung Double Bass und Power Metal (wie er ihn mit den LORDS OF BLACK ja bereits veröffentlicht hat) eher die Ausnahme bilden. Ähnlich wie beim Vorgänger gibt es also zehn Mal druckvoll produziertes Bangerfutter, dass bisweilen eine gewisse Düsternis ausstrahlt ('Black Dog'), lyrisch nicht immer pulitzerpreisverdächtig ausgefallen ist ('Bring The Rock'), auch mal sanftmütig daherkommt ('Lost In Time') aber zu jeder Zeit die musikalischen Wurzeln ehrt. Die Hammond steht gleichberechtig neben den Gitarren und das Rhythmusfundament liefert ebenfalls stets einen grundsoliden Groove. Die ganz großen Hits findet man auch auf "Backbone" wieder nicht, aber eben auch keinen Rohrkrepierer oder Skipkandidaten. Gesamtwertung: 7.5 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Backbone 02. Bring The Rock 03. Lost In Time 04. Never Felt This Way 05. Hideaway (Run) 06. Lonely World 07. Keep On Falling 08. Eternally 09. Running Over 10. Black Dog | Band Website: Medium: CD Spieldauer: 39:50 Minuten VÖ: 24.10.2025 |
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Ich denke niemandem dürfte in den letzten Jahren die stimmliche Klasse von RONNIE ROMERO verborgen geblieben sein. Zu umtriebig war der kleine Chilene mit dem großen Timbre. Dabei hatte man bisweilen das Gefühl, dass er so gut wie keine Offerte ausgeschlagen hat, was entsprechend auch mit einer gewissen Omnipräsenz einherging. Aber wer kann schon von sich behaupten sowohl RAINBOW, als auch MSG gefrontet zu haben? Nun versucht Ronnie seit geraumer Zeit unter seinem eigenen Namen ebenfalls (Duft-) Marken zu setzen. Nachdem er mit Coveralben gestartet ist, hat er 2023 mit "Too Many Lies, Too Many Masters" seinen richtigen Solo-Einstand mit eigenem Material gegeben. Damals schon war offensichtlich, dass die Kompositionen alle durchweg solide bis überdurchschnittlich sind, aber eben doch vorrangig von der Stimmgewalt und dem Timbre des Sangesmeisters getragen werden und nicht von ihrem Hitpotenzial.

