Linx - Annihilation | |
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| Review von Stormrider vom 24.10.2025 (550 mal gelesen) | |
So simpel das Cover von "Annihilation", dem Debütalbum des kanadischen Duo LINX, auch ist. Ich persönlich finde es unfassbar effektiv. Behält man sich einfach direkt im Kopf. Das trifft auf die Musik hingegen nur bedingt zu. Denn der Mix aus seichten Industrial-Anteilen, groovigem angegothten Hard Rock, Modern Metal-Strukturen und Vocals, die von schmachtend bis growlend alles abdecken, ist nicht ganz neu. Am ehesten drängt sich durch die Vocals noch ein Vergleich mit EVANESCENCE auf. Allerdings schafft es Amy und ihre Backingmannschaft doch (noch) etwas besser, Songs mit Widerhakeneffekten zu schreiben. Man kann LINX nicht absprechen, dass sie auf dem Album nicht einiges versuchen und sich stilistisch an so manches Experiment heranwagen, dennoch bleibt trotz all der guten Ansätze am Ende noch vieles zu unausgegoren. Man würde nach so mancher guten Strophe einfach einen massiven Breakdown-Refrain erwarten, der aber leider ausbleibt. Dazu muss man schon eine Menge elektronischer Spielereien aushalten, wenn man das Album am Stück hört, denn damit wird nicht gerade gespart. Bei den Gitarren hingegen leider bisweilen schon. Da man sich aber mit diesem Stil nicht mehr im ganz großen Massenmarkt bewegt, hat man eine Menge Freiheiten und die nimmt sich das Duo aus Montreal auch. Man hört definitiv, dass hier viel Herzblut eingebracht wurde, auch wenn kompositorisch noch ein wenig Luft nach oben ist. Alles in allem ist "Annihilation" eine interessante Duftmarke in einem Genre, von dem man dachte, es würde ähnlich wie der Nu Metal schon lange ausgestorben sein, das sich aber irgendwie doch noch am Leben hält.
Gesamtwertung: 6.0 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. The Prey 02. The Hunter 03. Crystal Jellyfish 04. Lost In Between 05. Li 3 06. Periodic Dance 07. Fox N' Crow 08. Dream Watcher 09. Dead 10. One Step 11. Love Virus 12. Them 13. 11.13 | Band Website: Medium: CD Spieldauer: 43:10 Minuten VÖ: 10.10.2025 |
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So simpel das Cover von "Annihilation", dem Debütalbum des kanadischen Duo LINX, auch ist. Ich persönlich finde es unfassbar effektiv. Behält man sich einfach direkt im Kopf. Das trifft auf die Musik hingegen nur bedingt zu. Denn der Mix aus seichten Industrial-Anteilen, groovigem angegothten Hard Rock, Modern Metal-Strukturen und Vocals, die von schmachtend bis growlend alles abdecken, ist nicht ganz neu. Am ehesten drängt sich durch die Vocals noch ein Vergleich mit EVANESCENCE auf. Allerdings schafft es Amy und ihre Backingmannschaft doch (noch) etwas besser, Songs mit Widerhakeneffekten zu schreiben. Man kann LINX nicht absprechen, dass sie auf dem Album nicht einiges versuchen und sich stilistisch an so manches Experiment heranwagen, dennoch bleibt trotz all der guten Ansätze am Ende noch vieles zu unausgegoren. Man würde nach so mancher guten Strophe einfach einen massiven Breakdown-Refrain erwarten, der aber leider ausbleibt. Dazu muss man schon eine Menge elektronischer Spielereien aushalten, wenn man das Album am Stück hört, denn damit wird nicht gerade gespart. Bei den Gitarren hingegen leider bisweilen schon. Da man sich aber mit diesem Stil nicht mehr im ganz großen Massenmarkt bewegt, hat man eine Menge Freiheiten und die nimmt sich das Duo aus Montreal auch. Man hört definitiv, dass hier viel Herzblut eingebracht wurde, auch wenn kompositorisch noch ein wenig Luft nach oben ist. Alles in allem ist "Annihilation" eine interessante Duftmarke in einem Genre, von dem man dachte, es würde ähnlich wie der Nu Metal schon lange ausgestorben sein, das sich aber irgendwie doch noch am Leben hält.

