Corridoré - Abandon | |
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| Review von Baterista vom 19.09.2025 (1448 mal gelesen) | |
Auch wenn CORRIDORÉ so schön französisch klingt, stammt der Vierer doch aus Madison, Wisconsin. Die Musik auf ihrem zweiten Album "Abandon" enthält für mich jedoch tatsächlich eher französische denn amerikanische Vibes. Es sind zwar nur fünf Songs, erschienen bei Hypaethral Records, doch sie reichen aus, um eine intensive Reise durch Isolation, Verlust und Resilienz anzutreten. Der Opener 'We Vanish To Nothing' setzt mit einem fast finsteren Gitarrensound und harschen Vocals den düsteren Rahmen, bevor '(Become) Carrion' die Wucht entfesselt: Black Metal-Furor trifft auf Post Metal-Wände und bricht immer wieder in wunderschöne, fast erhabene melodische Passagen aus. In den folgenden Songs 'This Great Demise' und 'Lying In Splendor' kontrastieren brachiale, verzweifelte Ausbrüche mit schwebenden Melodien, während der finale Track 'Like Moths' zwischen Hoffnung und Resignation eine gewisse Dynamik entfaltet, um mit Pianoklängen nachzuhallen. Lyrisch bleibt 'Abandon' abstrakt, aber spürbar persönlich. Die Texte kreisen um Themen wie Loslassen, Verfall und Selbstbehauptung im Angesicht innerer Dunkelheit. Zusammen mit der intensiven Darbietung ergibt sich eine Mischung aus Trauer, Härte und Schönheit, die unter die Haut geht. Wer Vergleiche sucht, landet schnell bei Bands wie DEAFHEAVEN oder FALLS OF RAUROS - doch CORRIDORÉ setzen stärker auf Schwere und Kompromisslosigkeit. Ihre Melodik wirkt nicht wie bloße Atempause, sondern als integraler Teil einer düsteren Katharsis. Fazit: "Abandon" ist kein leicht verdauliches Album, sondern ein intensives, atmosphärisch dichtes Werk, das mich überraschend stark in seinen Bann gezogen hat. Gesamtwertung: 7.5 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. We Vanish To Nothing 02. (Become) Carrion 03. This Great Demise 04. Lying In Splendor 05. Like Moths | Band Website: Medium: CD, LP, MC, Dig Spieldauer: 41 Minuten VÖ: 22.08.2025 |
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Auch wenn CORRIDORÉ so schön französisch klingt, stammt der Vierer doch aus Madison, Wisconsin. Die Musik auf ihrem zweiten Album "Abandon" enthält für mich jedoch tatsächlich eher französische denn amerikanische Vibes.
