Malthusian - The Summoning Bell | |
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| Review von Dead_Guy vom 09.09.2025 (1515 mal gelesen) | |
Ganze sieben Jahre sind ins Land gezogen, bis die Iren von MALTHUSIAN mit ihrem zweiten Album am Start sind. Und diese Zeit hört man dem Material an: Gereifter, besessener und finsterer als zuvor präsentiert sich der Death Metal mit schwarzen Elementen. Die Band spielt einen sehr düsteren und gruftigen Stil, der mit langen Songs und latent komplexen Songstrukturen daherkommt, atmosphärisch weit im Black Metal wildert und auch vor doomigen Passagen nicht halt macht. Dabei schafft die Band den Spagat zwischen Nachvollziehbarkeit und Riffs, die die Truppe in die Nähe von Akteuren wie GRAVE MIASMA und/oder CRUCIAMENTUM bringt, sowie atonalen Soundwänden, die in die Gefilde von PORTAL/IMPETUOUS RITUAL oder TEITANBLOOD vordringen. So gibt es einerseits genug, um dem eher oldschooligen Liebhaber des Genres zu gefallen, als auch denen, die sich vor allem von einer weltenfeindlichen Stimmung angesprochen fühlen. Gerade diese kommt beim Rausschmeißer 'In Chaos, Exult', welcher psychedelisch durch die Katakomben wabert, am stärksten auf. Dagegen beginnt der Longtrack 'Eroded Into Superstition' eher zäh und schwer, um sich im Verlauf zu einem gewalttätigen Sog zu steigern. Wer dagegen die Stärken des Albums in einem Song gebündelt präsentiert haben will, möge das Titelstück antesten. Zu all dem kommt auch noch das passende Soundgewand: druckvoll und sumpfig, wie in uralten Kellergewölben aufgenommen. Lediglich die Growls sind doch recht monoton ausgefallen, allerdings passen sie so als formlose Schatten wieder ganz gut zum Rest. Für die, die ihren Death Metal vor allem monumental, zermürbend und voller humorloser Schwärze genießen, ist das hier ein Jahreshighlight, was einen von der ersten Sekunde packt und in entlegene, lichtundurchlässige Gegenden voller abstrakter Formationen entlässt.
Gesamtwertung: 9.0 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Isolation 02. Red, Waiting 03. Between Dens And Ruins 04. The Summoning Bell 05. The Onset Of The Death Of Man 06. Eroded Into Superstition 07. Amongst The Swarms Of Vermin 08. In Chaos, Exult | Band Website: Medium: CD Spieldauer: 54:06 Minuten VÖ: 08.08.2025 |
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Ganze sieben Jahre sind ins Land gezogen, bis die Iren von MALTHUSIAN mit ihrem zweiten Album am Start sind. Und diese Zeit hört man dem Material an: Gereifter, besessener und finsterer als zuvor präsentiert sich der Death Metal mit schwarzen Elementen. Die Band spielt einen sehr düsteren und gruftigen Stil, der mit langen Songs und latent komplexen Songstrukturen daherkommt, atmosphärisch weit im Black Metal wildert und auch vor doomigen Passagen nicht halt macht. Dabei schafft die Band den Spagat zwischen Nachvollziehbarkeit und Riffs, die die Truppe in die Nähe von Akteuren wie GRAVE MIASMA und/oder CRUCIAMENTUM bringt, sowie atonalen Soundwänden, die in die Gefilde von PORTAL/IMPETUOUS RITUAL oder TEITANBLOOD vordringen. So gibt es einerseits genug, um dem eher oldschooligen Liebhaber des Genres zu gefallen, als auch denen, die sich vor allem von einer weltenfeindlichen Stimmung angesprochen fühlen. Gerade diese kommt beim Rausschmeißer 'In Chaos, Exult', welcher psychedelisch durch die Katakomben wabert, am stärksten auf. Dagegen beginnt der Longtrack 'Eroded Into Superstition' eher zäh und schwer, um sich im Verlauf zu einem gewalttätigen Sog zu steigern. Wer dagegen die Stärken des Albums in einem Song gebündelt präsentiert haben will, möge das Titelstück antesten. Zu all dem kommt auch noch das passende Soundgewand: druckvoll und sumpfig, wie in uralten Kellergewölben aufgenommen. Lediglich die Growls sind doch recht monoton ausgefallen, allerdings passen sie so als formlose Schatten wieder ganz gut zum Rest. Für die, die ihren Death Metal vor allem monumental, zermürbend und voller humorloser Schwärze genießen, ist das hier ein Jahreshighlight, was einen von der ersten Sekunde packt und in entlegene, lichtundurchlässige Gegenden voller abstrakter Formationen entlässt.
