Namebearer - Industries Of The Fading Sun | |
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| Review von ReviewRalle vom 10.07.2025 (12998 mal gelesen) | |
2023 als Soloprojekt ins Leben gerufen, wuchs die amerikanische Band NAMEBEARER nach den Aufnahmen eines ersten Demos zu einem Duo an und präsentierte als solches unter Eigenregie am 02.05.2025 ihre erste EP "Industries Of The Fading Sun". Die EP bringt es auf fünf Songs mit einer Spielzeit von etwas mehr als 28 Minuten und fällt damit für eine EP doch schon ziemlich amtlich aus.Das Artwork der EP passt gut zum Sound des Albums, denn es ist atmosphärisch und rau, so wie der Black Metal des Duos. Das wird vor allem Fans des Sounds der zweiten Welle Black Metal gut gefallen, denn man spürt den Einfluss und die Essenz dieses Klangs zu jeder Sekunde auf "Industries Of The Fading Sun". Die eigentliche Musik selber ist aber weniger klassischer zweite Welle Black Metal, sondern erinnert vielmehr an Bands wie WOLVES IN THE THRONE ROOM oder PANOPTICON. Auch cool, neben englischen Lyrics gibt es auch stellenweise finnische Lyrics, das lässt aufhorchen und sorgt für Abwechslung zur Mitte der EP. Ansonsten gibt es gar nicht so viel zu sagen, für eine erste EP ist "Industries Of The Fading Sun" schon ein spannendes erstes Lebenszeichen. Besonders überzeugend sind vor allem die starken Clean Vocals, die gerade durch die raue Produktion besonders auffallen und einen tollen Kontrast zur sonst recht tristen Stimmung und Klangkulisse bilden. Auch sonst bietet die EP alles was einen Atmospheric Black Metal-Fan erfreuen sollte, rumpelnde Drums, verzweifelt und wehklagende Screams, hypnotisierend wirkende Riffs und sphärische Synthesizer runden den Sound ab. Die beiden Highlights sind die Songs 'Black Vein, Atom Drum' und 'Jäätyneen Järven Uumenissa', erster könnte ein wirklich starker Song sein, wenn da nicht das merkwürdige Outro wäre, ich verstehe was man hier erzeugen wollte, der Hinweis liegt im Songnamen, aber so richtig zum sonst wirklich gelungenen Lied passt das nicht ganz. 'Jäätyneen Järven Uumenissa' überzeugt vor allem wieder mit starken Clean Vocals und einer dichten Atmosphäre. Der Titelsong und Opener und 'Lumivyöry' müssen sich ebenfalls nicht verstecken und bewegen sich im soliden Atmospheric Black Metal-Mittelfeld. Einzig das Outro 'Crystals Distill To New Earth' hätte es nicht zwingend benötigt. Es ist ein nettes Instrumental und tut nicht weh, aber die Wirkung der EP wäre ohne dieses Stück noch etwas besser, da es dann fokussierter und kompakter wäre, aber das ist schon Kritik auf hohem Niveau. NAMEBEARER machen mit ihrer ersten EP schon einiges richtig und als Genre-Fan sollte man sich dieses Duo auf seinen Merkzettel setzen, denn hier ist viel Potenzial vorhanden. Ich bin gespannt, was die Band auf ihrem ersten Album präsentieren kann. 6/10 Gesamtwertung: 6.0 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Industries Of The Fading Sun 02. Black Vein, Atom Drum 03. Jäätyneen Järven Uumenissa 04. Lumivyöry 05. Crystals Distill To New Earth | Band Website: https://namebearer.bandcamp.com/ Medium: CD Spieldauer: 28 Min. 26 Minuten VÖ: 02.05.2025 |
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2023 als Soloprojekt ins Leben gerufen, wuchs die amerikanische Band NAMEBEARER nach den Aufnahmen eines ersten Demos zu einem Duo an und präsentierte als solches unter Eigenregie am 02.05.2025 ihre erste EP "Industries Of The Fading Sun". Die EP bringt es auf fünf Songs mit einer Spielzeit von etwas mehr als 28 Minuten und fällt damit für eine EP doch schon ziemlich amtlich aus.
