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Dragonlord - Rapture

Review von Opa Steve vom 00.00.0000 (4201 mal gelesen)
Dragonlord - Rapture Endlich liegt sie in meinem Player, das Sideproject des Testament-Gitarreros.

Dass der Junge bei Testament gern etwas heftiger loslegt, haben wir ja schon beim Gathering-Vorgaenger gemerkt. Nun macht er Ernst und versucht sein Glueck im "boehsen" [tm] Segment.

Unterstuetzt vom Sado-Drummer sowie anderen Musikern hat er auf dem Testament-Label Spitfire ein Debut auf den Markt geworfen, welches leider etwas unterging. Unter Titeln auf Kindergrusel-Niveau (viel "Unholy", "Darkness" und "Spirits") setzt er sich zwischen alle Stuehle, versucht nach Black Metal zu klingen, aber kann seine musikalische Vorliebe und seine musikalische Ader nicht ganz unter einen Hut bringen. Ist interessant, und an mir selbst hab ich das auch schon festgestellt, dass man nicht jeden Musikstil, den man gerne hoert, einfach so in Form neuer Songs aus dem Aermel schuetteln kann. So auch hier.

Dieses Album ist ein Bastard aus Dimmu Borgir, Testament (die Klampfe laesst sich nicht verleugnen) und streckenweisen Pseudo-Cradle-Vocals. Man merkt deutlich, dass hier krampfhaft versucht wird, irgendwelche symphonischen Black-Metal-Stilmittel einzubauen. Dies erinnert mich irgendwie an Elektronen, die kurzfristig auf eine andere Bahn gelangen, aber sofort an ihren Ursprung zurueckspringen - jaja, doofe Assoziation ;-) Diese Mischung aber ist - wenn man mal ueber den klaren Vorsatz hinwegsieht - nicht uninteressant. Zwischen symphonischen "Dimmu-Goes-Thrash"-Songs befinden sich irre Knaller wie z.B. das anfangs Testament-lastige "Wolfhunt", welches den Thrash in Richtung COF verlaesst und nach nicht ganz 2 Minuten im totalen Grind-Geknueppel Marke Kataklysm landet zu dem uebelst hasserfuellte Keiferei verhallt. Die richtigen Staerken spielen Dragonlord aber auch aus, wenn es darum geht, das spielerische Niveau, welches hier in der Gitarrenarbeit weit ueber normalem Anspruch liegt, und die songwriterische Vielfalt zu betonen. Mitten in den Songs befinden sich echte Perlen wie z.B. im genialen Titeltrack Rapture.

Metaller, die auf Testament und Dimmu gleichermassenstehen, werden mit diesem Album hochzufrieden sein - auch, wenn es eigentlich nichts Neues gibt. Trademarks beider Bands sind bekannt, und trotz aller guten Songs ist diese CD eigentlich gar nicht noetig, aber eben durch ihre Qualitaet auch nicht schlecht. Ausserdem wuerde wohl niemand Alben der Norweger und der Westkuestler gleichzeitig auflegen ;-)

Bleibt noch zu betonen, dass die Produktion bis auf die fuer meinen Geschmack etwas zu lauten Keyboards einwandfrei ist.


Gesamtwertung: 8.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer:
VÖ: 00.00.0000

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00.00.0000 Rapture(8.0/10) von Opa Steve

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