Pop Evil - What Remains | |
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| Review von Stormrider vom 14.04.2025 (17797 mal gelesen) | |
POP EVIL, da dürfte bei so manchem Metaller schon der Bandname für akuten Brechreiz sorgen. Und wer sich nur den traditionellen Spielarten des Metal hingibt, der hält auch nicht länger als fünf Sekunden von 'When Bullets Miss', dem Opener von "What Remains", durch. Denn hier wird alles aufgefahren, was in den 90ern und frühen 2000ern angesagt war. Sirenen im Hintergrund, eine dicke Produktion, getriggerte Drums, klinisch kalter Gitarrensound und jede Menge Effekte auf den Vocals. Das dürfte der evil Part sein, denn der Refrain ist dann einfach eine große Melodie und wirklich Pop. Nach nicht mal drei Minuten ist das Spektakel auch schon vorbei. Überhaupt hat man sich dieses Mal wohl kurze Songs auf die Fahne geschrieben, denn kein Song knackt die Vierminutenmarke. Vielmehr schaffen es manche gerade so, andere gar nicht auf drei Minuten. Aber reicht ja auch manchmal, wenn man kurz und knackig auf den Punkt kommt.Dazu tönt die Band 2025 nicht nur einen ganzen Arschtritt härter als in der Vergangenheit, sondern auch elektronischer. Wer bis jetzt noch nicht abgeschreckt ist, der bekommt mit "What Remains" dann wirklich ein Album, dass dem bereits genannten Zeitraum gut zu Gesicht gestanden hätte. Es gibt late LINKIN PARK-Vibes (also late mit Chester), die sich mit FIVE FINGER DEATH PUNCH paaren, in 'Wishful Thinking'. Irgendwas-Core trifft auf MARILYN MANSON im Titeltrack, Rap und Hip Hop-Anleihen in der Strophe von 'Knife For The Butcher' und auch große Refrains allenthalben, zum Beispiel in 'Criminal' oder 'Deathwalk'. Letztgenannter Track ist ein übles Groovemonster und schwingt den Nacken ordentlich durch. All das ist definitiv nichts für den True Metaller, und es ist auch heute bestimmt kein Modern Metal mehr. Dazu muss man als Kritikpunkt festhalten, dass der Sound zwar massiv ist, aber etwas differenzierter sein könnte. POP EVIL sind mit diesem Album Old School auf eine andere Art, als man es für gewöhnlich versteht, denn alles auf "What Remains" hat man so vor zwanzig Jahren schon gehört. Wer aber genau diesen Zeitraum mag und mit dem Sound von damals etwas anfangen kann, der bekommt hier durchaus etwas über eine halbe Stunde gute Unterhaltung. Definitiv Geschmackssache und bestimmt kein Konsensalbum. Gesamtwertung: 7.5 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. When Bullets Miss 02. Deathwalk 03. What Remains 04. Wishful Thinkig 05. Side Effects 06. Criminal 07. Enough Is Enough 08. Zero To None 09. Knife For The Butcher 10. Overkill | Band Website: www.popevil.com Medium: CD Spieldauer: 33:25 Minuten VÖ: 21.03.2025 |
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POP EVIL, da dürfte bei so manchem Metaller schon der Bandname für akuten Brechreiz sorgen. Und wer sich nur den traditionellen Spielarten des Metal hingibt, der hält auch nicht länger als fünf Sekunden von 'When Bullets Miss', dem Opener von "What Remains", durch. Denn hier wird alles aufgefahren, was in den 90ern und frühen 2000ern angesagt war. Sirenen im Hintergrund, eine dicke Produktion, getriggerte Drums, klinisch kalter Gitarrensound und jede Menge Effekte auf den Vocals. Das dürfte der evil Part sein, denn der Refrain ist dann einfach eine große Melodie und wirklich Pop. Nach nicht mal drei Minuten ist das Spektakel auch schon vorbei. Überhaupt hat man sich dieses Mal wohl kurze Songs auf die Fahne geschrieben, denn kein Song knackt die Vierminutenmarke. Vielmehr schaffen es manche gerade so, andere gar nicht auf drei Minuten. Aber reicht ja auch manchmal, wenn man kurz und knackig auf den Punkt kommt.
