The Big Deal - Electrified | |
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| Review von Stormrider vom 26.03.2025 (10858 mal gelesen) | |
Wenn man sich diesen Bandnamen gibt, dann hat man entweder verdammt dicke Eier, ist größenwahnsinnig oder muss am Ende mit der Bürde zurechtkommen, dass man sich der Häme ergeben muss, wenn man eben doch nicht der große heiße Scheiß ist. THE BIG DEAL aus Serbien haben sich auf alle Fälle viel vorgenommen. Dabei ist der recht symphonische Metal durchaus nicht unhörenswert und weiß mit vielen guten Melodien zu gefallen. Dass man es mit der elektronischen Keyboardspielerei manchmal ein wenig übertreibt und wie im Opener 'Survivor' hin und wieder ein wenig an selige C64-Soundracks erinnert, ist aber auch eine Konsequenz. Davon abgesehen ist der Double-Female-Fronted Metal aber wirklich eingängig, auch immer ein wenig an der, bzw. über der Grenze zum Kitsch tänzelnd - und leider auch ein wenig belanglos. Dieses besondere Element fehlt einfach. Alles ist super gefällig, aber ohne echte Aha-Momente und in der Form schon so oft gehört. 'Coming Along' ist hierfür ein schönes Beispiel. Angenehm rockig, gutes Gitarrensolo, Refrain zum mitsingen – nun ja, und drei Minuten später auch leider wieder vergessen. 'Like A Fire' ist musikalisch wirklich stark, aber die etwas dünnen Vocals verwehren dem Track Größeres. Dabei ist tonal nichts auszusetzen. Den Vocals fehlt es einfach an Volumen. Hier weniger Träller, weniger und mehr (rotzige) Powervocals und der Track würde massiv knallen!Dass THE BIG DEAL aber die besagten Eier grundsätzlich haben, zeigt dann der beste Albumtrack auf "Electrified". 'They Defied' kommt nämlich mit einem sehr unerwarteten Break und einer spannenden Wendung daher, die dem Album eine neue Facette spendiert und am Ende gar mit einem proggigem Beat aufwartet. Leider kommt von diesen Momenten in Summe etwas wenig. Im Großen und Ganzen bleiben die zwölf Tracks in ihrer melodisch-symphonischen und von viel Keyboards getränkten Richtung einfach zu wenig fordernd. Wer auf easy listening steht, der wird das vermutlich anders bewerten, denn dann kann man das Album einfach laufen lassen. Würde man dies in Dauerschleife tun, wüsste man aber nicht so recht bei welchem Song man eigentlich gerade ist. Liest sich jetzt irgendwie schlechter als es ist. Aber Alben, die so gut wie kein Alleinstellungsmerkmal haben, weder positiver oder negativer Art, sind eben meist schnell vergessen. THE BIG DEAL sind ein Deal, aber ob sie nun der nächste große Deal sind? Ich hab da so meine Zweifel. Gesamtwertung: 6.0 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Survivor 02. Like A Fire 03. Fairy Of White 04. Better Than Hell 05. Broken Wings 06. Don’t Talk About Love 07. Burning Up 08. Coming Along 09. They Defied 10. More Than A Man 11. Break Down The Walls 12. Dare To Dream | Band Website: Medium: CD Spieldauer: 42:28 Minuten VÖ: 17.01.2025 |
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Wenn man sich diesen Bandnamen gibt, dann hat man entweder verdammt dicke Eier, ist größenwahnsinnig oder muss am Ende mit der Bürde zurechtkommen, dass man sich der Häme ergeben muss, wenn man eben doch nicht der große heiße Scheiß ist. THE BIG DEAL aus Serbien haben sich auf alle Fälle viel vorgenommen. Dabei ist der recht symphonische Metal durchaus nicht unhörenswert und weiß mit vielen guten Melodien zu gefallen. Dass man es mit der elektronischen Keyboardspielerei manchmal ein wenig übertreibt und wie im Opener 'Survivor' hin und wieder ein wenig an selige C64-Soundracks erinnert, ist aber auch eine Konsequenz. Davon abgesehen ist der Double-Female-Fronted Metal aber wirklich eingängig, auch immer ein wenig an der, bzw. über der Grenze zum Kitsch tänzelnd - und leider auch ein wenig belanglos. Dieses besondere Element fehlt einfach. Alles ist super gefällig, aber ohne echte Aha-Momente und in der Form schon so oft gehört. 'Coming Along' ist hierfür ein schönes Beispiel. Angenehm rockig, gutes Gitarrensolo, Refrain zum mitsingen – nun ja, und drei Minuten später auch leider wieder vergessen. 'Like A Fire' ist musikalisch wirklich stark, aber die etwas dünnen Vocals verwehren dem Track Größeres. Dabei ist tonal nichts auszusetzen. Den Vocals fehlt es einfach an Volumen. Hier weniger Träller, weniger und mehr (rotzige) Powervocals und der Track würde massiv knallen!
