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Blood - Dysangelium

Review von Metal Guru vom 26.01.2022 (1625 mal gelesen)
Blood - Dysangelium Kennt ihr das: Ihr ordert irgendeine Veröffentlichung bei B4M, weil die dazugehörige Kurzbeschreibung irgendwie interessant/kurzweilig/spannend klingt und stellt DANN - nachdem euer Rechner das MP3-Bundle entpackt hat - fest, dass ihr die Band bereits kennt und sogar schon rezensiert habt? So geschehen bei BLOOD aus Speyer/Germany: DIE gründeten sich 1986 als sogenannte "Noise-Core-Fun-Band" und waren mal beziehungsweise sind - nach besetzungstechnischen Wirren - wieder "Chuck" (Gitarren), "Destroyer Eisen" (Gitarren und Hintergrundstimmen), "Satanic Taki" (Bass) und Martin 'Witchskinner' (Vordergrundstimmen und Publikumsbeschimpfungen). 1987 enterte dann ein Mensch namens "Ventilator" (Schlachzeuch) das Quartett, woraufhin dieses begann, "ernsthafter" und das Material "strukturierter" zu werden, was sich in drei derben Demos niederschlug. Apropos Niederschlag: Das 1989er Debütalbum "Impulse To Destroy" machte bereits schon damals unmissverständlich klar, wo der core-deathige, death-grindige, grind-metallische Hammer hing. Na ja, und wo eben genau jener Hammer damals hing, hängt eben genau dieser auch jetzt noch beziehungsweise wieder.

"Dysangelium" heißt BLOODs mittlerweile siebentes Full-Length-Album und enthält sagenhafte 21 Songs in 39 Minuten und 15 Sekunden, der kürzeste ('The Heretic') kompakte 0:53, der längste ('Dysangelium') geradezu epische 4:34. Wer denkt/glaubt/hofft "yeah, eeendlich wat Neues von die Speyers" irrt, denn: "Dysangelium" ist nicht mehr (aber auch nicht weniger) als die Wiederveröffentlichung BLOODs 2003er-Albums. Was bereits damals zu blankem Entsetzen, entsetzter Furore, furioser Schädelspaltung führte, sorgt auch jetzt (= 19 Jahre später) für kratzende Köpfe, rümpfende Nasen und runzelnde Stirnen: is' sich halt Core-Death, Death-Grind, Grind-Metal aus Ex-Muddi-, jetzt Vaddi-Country! Die Songs starten standesgemäß bei A (= abrupt), B (= beiläufig) oder O (= ohne Vorwarnung) und enden eher früher denn später bei M (= mittendrin), P (= plötzlich) oder Z (= zufällig). Dazwischen: absolut NIX, nicht ein einziger Augenblick Entspannung, nicht ein einziger Moment Pause, nicht eine einzige Sekunde Ruhe - ächz, keuch, uff!

Was mit Engelsgesang und Friedhofsglocken zu gedroppten Gitarren ('Blood Pulsation') seinen schlecht gelaunten Lauf nimmt, mit gruftigem Gegrunze ('Adrenaline', 'Godmorphosis', 'Penalty', 'Randy Mary', 'Wormbody') CANNIBAL CORPSEs Chris Barnes exhumiert, mit morastigen Riffs ('Evil Saints', 'Garbage Can Biotope', 'Son Of Shadows') MORBID ANGEL in Erinnerung ruft, mit Sprach-Samples ('Anthem Of Scorn', 'Hate Speech', 'Jesus Descent', 'Malicious Awakening', 'Schizophrenic Wisdom') Splatter-Movies streift und sich mit mysteriösem Monolog, synthetischem Seuseln und waberndem Wind ('Dysangelium') verabschiedet, gefällt mir gut, seeehr guuut! Sooo gut, dass ich mich gezwungen sehe, neun blutige (wie passend!) Tropfen für BLOODs Weltuntergangswerk "Dysangelium" zu verkleckern. Aber Achtung: Nix für Gut-Menschen, Jute-Statt-Plastik-Jünger, Schön-Geister, Verschwörungs-Leugner, Weltverbesserer, Yogi-Tee-Trinker und Zwangs-Optimisten!

Gesamtwertung: 9.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Blood Pulsation (2:05)
02. Adrenaline (1:08)
03. Schizophrenic Wisdom (1:32)
04. Son Of Shadows (1:47)
05. Wormbody (1:41)
06. Where Is Your Savior Now (1:12)
07. Jesus Descent (1:22)
08. Evil Saints (1:29)
09. Poison For The Soul (1:49)
10. The Heretic (0:53)
11. Randy Mary (1:33)
12. Breaking Bounds (3:08)
13. Anthem Of Scorn (1:45)
14. Garbage Can Biotope (2:36)
15. Godmorphosis (1:26)
16. Hate Speech (1:19)
17. Malicious Awakening (2:32)
18. Demon's Call (1:39)
19. Penalty (1:59)
20. Devil Dance (1:46)
21. Dysangelium (4:34)
Band Website: www.bloood.de/
Medium: CD
Spieldauer: 39:15 Minuten
VÖ: 27.01.2022

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